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  1. Tiere & Pflanzen
  2. Turmfalken vor der Kamera
  • (Ohne Titel)
  • 2022
Vorlesen

Turmfalken vor der Kamera

Live-Bilder aus einem Turmfalkenkasten

Per Webcam erhalten Sie einen exklusiven Einblick ins Leben einer Berliner Turmfalkenfamilie. Der Nistkasten befindet sich auf dem Dach der Park-Klinik Weißensee.

Mehr als 300 Nistkästen wurden im Rahmen eines Artenhilfsprogramms von der NABU-AG Greifvogelschutz Berlin & Bernau in geeigneten Gebäuden in Berlin installiert. Der Turmfalken-Bestand hat sich dadurch stabilisiert. Die Vögel gehören mit etwa 180-240 Brutpaaren zu den häufigsten Greifvogelarten Berlins.


Bitte hier klicken!

Zur Web-Cam

Aktuelles aus dem Nest

Das Bild zeigt sechs Küken während der Fütterung im Turmfalkenkasten.

Sechs Küken im Kasten

15. Juni 2026: Große Überraschung
Nachdem es jetzt bereits fast 14 Tage her ist, dass die ersten Jungfalken geschlüpft sind, gab es jetzt doch noch eine Überraschung! Bei einer der letzten Fütterungen waren tatsächlich sechs Jungfalken und noch ein Restei zu sehen. Damit hat unser Weibchen also insgesamt sieben Eier gelegt. Dies ist nicht ungewöhnlich, kommt aber doch eher selten vor. Hoffen wir nur, dass es jetzt auch gelingt, alle sechs Schnäbel satt zu bekommen. Denn auch wie schon 2025 gibt es in Berlin anscheinend Nahrungsprobleme. An vielen anderen Brutplätzen sind Jungfalken nach dem Schlupf verhungert oder es wird zum Teil durch Menschen zugefüttert!


Aktuelles aus dem Nest

Vier Küken werden gefüttert - Foto: NABU Berlin

Vier Küken werden gefüttert - Foto: NABU Berlin

03. Juni 2026: Mindestens vier Küken sind geschlüpft!

Inzwischen sind mindestens vier Küken im Nest zu sehen. 


Das erste Küken ist da und wird gefüttert - Foto: NABU Berlin

Das erste Küken ist da und wird gefüttert - Foto: NABU Berlin

01. Juni 2026: Das erste Küken ist da

Das erste Küken ist geschlüpft - mit viel Glück kann man es am rechten Rand des Nistkastens sehen, zum Beispiel während der Fütterung. Die Eierschale liegt noch etwas außerhalb des Nestes am Rande des Nistkastens. Die weiteren Eier werden weiterhin bebrütet.


Die Eier der Turmfalken können ganz verschieden gefärbt sein - Foto: Stefan Kupko

Die Eier der Turmfalken können ganz verschieden gefärbt sein - Foto: Stefan Kupko

26. Mai 2026: Leben entsteht

Wenige Tage nach der Eiablage entwickelt sich der Keimling. Nach und nach bilden sich Beine, Flügel und der Kopf aus. Mit dem Wachstum des Fötus zum schlupfreifen Vogel wird das Eiweiß und der Eidotter abgebaut. Im Ei wird Platz geschaffen, damit der Jungvogel sich bewegen und wenden kann. Der sogenannte Eizahn entsteht auf der Spitze des Oberschnabels, das Werkzeug, mit dem der Jungvogel aus der schützenden Eischale schlüpft. Mindestens 24 Stunden vor dem Schlüpfen setzt bei Turmfalkenküken die Atmung ein. Außerdem hört man es jetzt auch bereits im Ei piepen.

Das Schlüpfen selber bedeutet ein hartes Stück Arbeit. Mit dem Eizahn pickt der kleine Turmfalke am stumpfen Pol gegen die Eischale. Zusammen mit Drehbewegungen, strampelnden Beinbewegungen und Nackenstößen durchbricht er die Kalkhülle. Die Eltern leisten beim Schlupf manchmal sogar Hilfe, indem sie die Eischale entfernen und das Schlupfloch vergrößern.
Nach dem Schlüpfen bringen die jungen Turmfalken gerade mal 11-14 Gramm auf die Waage.


Turmfalke mit sechs Eiern im Nistkasten

Das komplette Gelege - Foto: NABU Berlin

07. Mai 2026: Das Gelege ist komplett - sechs Eier liegen im Nest

Nachdem auch am 04.05. und 06.05.2026 jeweils ein Ei gelegt wurden, sollte das Gelege mit sechs Eiern nun komplett sein. Die Eier der Turmfalken wollen rege umsorgt werden - das bedeutet Arbeit rund um die Uhr. Die Falken wechseln teils mehrmals stündlich ihre Position auf dem Gelege. Dabei drehen und wenden sie die Eier. Das stellt sicher, dass das Gelege nicht auskühlt und der Nachwuchs prächtig heranwächst. Bei der Brut brütet zu über 90 Prozent das Weibchen und wird dabei mit Futter vom Männchen versorgt! Nur wenn es dann mal zum Fressen den Kasten verlässt, wird es vom Männchen bei der Brut abgelöst.

Schaut man sich ein Ei und die Entwicklung des Jungvogels darin an, stellt man fest, dass es sich um ein wahres Wunderwerk der Natur handelt. Die Schale des Eies besteht aus winzigen Kalksäulen, durchsetzt mit zahlreichen Poren, die den lebensnotwendigen Gasaustausch ermöglichen, also eine Sauerstoffaufnahme und eine Kohlendioxidabgabe. Vor der Eiablage nimmt der Kalkgehalt im Blut des Vogelweibchens stark zu. Das Ei wird im Uterus mit einer festen Schale ausgestattet. Durch Drüsen, die Gallenfarbstoffen und Blutfarbstoffen abgeben, wird das Ei eingefärbt.


Vier rote Turmfalkeneier liegen im Nistkasten.

Zwei weitere Eier im Gelege - Foto: NABU Berlin

3. Mai 2026: Das dritte und vierte Ei sind da!

Pünktlich wie ein Uhrwerk hat unser Weibchen am 30. April und 2. Mai zwei weitere Eeier gelegt! Nun ist das Gelege vermutlich auch bald komplett, denn normalerweise besteht es aus 5 bis 6 Eiern. Umso später die Eiablage im Jahresverlauf erfolgt oder bei eventuell anderen Problemen wie zum Beispiel Störungen, Witterung usw., desto kleiner wird die Gelegegröße.


Das zweite Turmfalkenei liegt im Nistkasten.

Das zweite Turmfalkenei ist da - Foto: NABU Berlin

28. April 2026: Das zweite Ei ist da

Nach zwei Tagen ist nun das zweite Ei gelegt worden! Das Weibchen brütet schon gelegentlich, obwohl in der Regel erst nach dem dritten oder vierten Ei fest gebrütet wird. Dadurch ist der Schlupfabstand bei den Jungvögeln nicht zu groß und auch die später geschlüpften Jungvögel haben eine Chance sich „im Nest“ zu behaupten. Gebrütet wird überwiegend durch das Weibchen, es wird aber durch das Männchen abgelöst, wenn es den Kasten zum Beispiel zum Fressen verlässt.


Ein rotes Turmfalken-Ei im Nistkasten

Das erste Turmfalken-Ei - Foto: NABU Berlin

26. April: Das erste Ei ist da!

Nachdem die Turmfalken die Ringeltauben vor 2 Wochen verdrängt haben, ist heute das erste Ei gelegt worden! Man kann es in der Nistmulde am rechten Bildrand liegend sehen. Nun hoffen wir, dass noch weitere Eier dazu kommen, die dann im Abstand von 2 Tagen gelegt werden.

Das  Weibchen ist übrigens im Vergleich zu den Vorjahren neu, denn es ist nicht beringt wie das bisherige Weibchen in den Jahren zuvor. Beim Männchen kann man es nicht sagen, denn es trägt ebenfalls keinen Ring, genau wie in den Jahren vorher.


Ein Turmfalken-Weibchen sitzt in einem Nistkasten.

Das Weibchen sitzt im Nistkasten - Foto: NABU Berlin

20. April: Die Turmfalken sind da!

Nachdem ein Ringeltauben-Pärchen den Nistkasten zwischenzeitlich besetzt hatte, haben sich die Turmfalken ihre Brutstätte nun zurückerobert. Die Falken sind jetzt dort sehr aktiv und verjagen jede Taube sofort, die auch nur in die Nähe des Nistkastens kommt. Außerdem konnten mehrfach Kopulationen der Falken beobachtet werden, genauso wie die Balz im Nistkasten.


Turmfalkenschutz von Zuhause

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Rückblick

  • Turmfalkennest mit fünf Eiern.

    Turmfalkenjahr 2022

    Fünf Turmfalken-Junge haben 2022 den Abflug geschafft - ein gutes Jahr für die Turmfalken! Vielen Dank an die Parkklinik Weißensee! Mehr →

  • Das erste Ei - Foto: NABU Berlin

    Turmfalken vor der Kamera 2017

    Mit der ersten Eiablage startet in Zusammenarbeit mit der Park-Klinik Weißensee die Übertragung von Livebildern aus einem Turmfalkennistkasten. Mehr →

  • Turmfalkenweibchen - Foto: NABU Berlin

    Gefiederte Stars vor der Kamera

    Die Park-Klinik Weißensee und der NABU Berlin starten die Live-Übertragung vom Brutgeschehen und der Jungenaufzucht eines Turmfalkenpaares. Mehr →

  • Turmfalken Weißensee 22.06.2015 - Foto: NABU Berlin

    Alle Turmfalken sind geschlüpft

    Die lange Zeit des Brütens hat ein Ende. Inzwischen sind alle Jungvögel im Turmfalkenkasten in der Park-Klinik Weißensee geschlüpft und wohlauf. Mehr →


mehr zum turmfalken

Turmfalke - Foto: Matthias Entelmann/www.naturgucker.de

Der Turmfalke

Der Turmfalke ist mit rund 35 Zentimetern Größe und einer Spannweite von 75 Zentimetern eher klein. In Berlin ist er relativ häufig anzutreffen.

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zum projekt

Großes Mausohr - Foto: Joachim Neumann

Artenschutz am Gebäude

Viele geschützte Arten leben mit uns unter dem selben Dach. Das Projekt "Artenschutz am Gebäude" möchte für ihren Schutz sensibilisieren.

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