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Der Seidenschwanz

Exotischer Wintergast aus dem Norden

Er ist nur als gelegentlicher Gast im Herbst oder Winter in Deutschland anzutreffen. Meist fällt er dann in großen Trupps in Früchte tragende Gehölze ein. Seine markante Federhaube und der hohe, sirrende Lockruf machen den Seidenschwanz unverkennbar.

Seidenschwanz - Foto: NABU/Oscar Klose

Seidenschwanz - Foto: NABU/Oscar Klose

Seidenschwänze sind mit einer Körperlänge von 18 bis 21 Zentimetern etwa starengroß, haben jedoch einen kräftigeren Körperbau, einen kürzeren, stumpfen Schnabel und eine markante Federhaube. Wird der Vogel aus der Ferne betrachtet, könnte er als unscheinbar wahrgenommen werden.  Bekommt man den wenig scheuen Seidenschwanz aber einmal mit dem Fernglas zu Gesicht, stellt sich heraus, dass das Gefieder überraschend bunt ist. Der Körper hat eine rosa-graue Färbung, welche an den Flügeln dunkler wird und am Kopf eine rötlich-orangenen Tönung aufweist. Sehr markant ist auch der schwarze Schnabel im Zusammenspiel mit der schwarzen Gesichtsmaske und dem schwarzen Kehlfleck. Die Steuerfedern besitzen eine kräftig-gelbe Endbinde. Die Flügel sind an den Federspitzen gelb, weiß und rot gefärbt.   

Der englischen Namen des Vogels lautet „Bohemian waxwing”. Der Name „waxwing”, übersetzt Wachsflügel, ist auf die harten, wachsartigen, roten Plättchen an den Spitzen der Armschwingen zurückzuführen. Durch diese besonderen optischen Merkmale ist der Seidenschwanz nicht mit anderen Arten zu verwechseln.


Verbreitung

Der Seidenschwanz kommt als Brutvogel in Deutschland nicht vor. Seine Brutgebiete befinden sich in den borealen Nadelwäldern der nördlichen Taiga. Nach Norden ist das Verbreitungsgebiet durch den Rückgang der Baumvegetation am Übergang von Taiga zu Tundra begrenzt. Häufig brüten die Vögel in durch Fichten dominierten, flechtenreichen Mischwäldern. Für den Nestbau, an dem beide Geschlechter teilhaben, nutzen sie neben den Flechten auch Fichtenzweige, Moose und Federn. Oft findet man die Nester an Waldrändern und in Gewässernähe.


Nahrung und Wanderung

Die Nahrung des Seidenschwanzes setzt sich zu großen Teilen aus verschiedenen Früchten und Beeren zusammen. Lediglich in der Brutzeit stehen auch Insekten auf dem Speiseplan.


Seidenschwanz - Foto: Thomas Schwarzbach/www.naturgucker.de

Seidenschwanz - Foto: Thomas Schwarzbach/www.naturgucker.de

Stech- und Zuckmücken und andere Insekten werden meist aus dem Flug erbeutet oder von Ästen und Zweigen abgesammelt. Im Sommer sind Blaubeeren und Brombeeren wichtige Nahrungsquellen, während im späteren Verlauf des Jahres zunehmend die Früchte von Eberesche und Weißdorn sowie Hagebutten und vergorenes, weiches Obst als Nahrung dienen. Um den Alkohol aus den vergorenen Früchten möglichst schnell abzubauen, haben Seidenschwänze eine relativ große Leber.

An Zucker mangelt es den Vögeln durch die auf Früchte fokussierte Ernährung nicht. Andere wichtige Nährstoffe sind jedoch in geringerer Konzentration vorhanden, weshalb der Seidenschwanz am Tag teilweise das Doppelte seins eigenen Körpergewichts frisst, um den Mangel auszugleichen.


Eine Reisegruppe Seidenschwänze - Foto: Chris Engelhardt/www.naturgucker.de

Eine Reisegruppe Seidenschwänze - Foto: Chris Engelhardt/www.naturgucker.de

Die spezielle Ernährung bringt weitere Tücken für den Seidenschwanz mit sich. Es kann passieren, dass die Vögel trotz ihrer leistungsstarken Leber an einer Alkohol-Intoxikation sterben oder indirekt davon Schaden nehmen. So flogen im Jahr 2013 in Bad Boll etwa 100 „angetrunkene” Seidenschwänze gegen einen verglasten Fußgängerübergang und kamen dabei ums Leben. Zudem müssen die Vögel besonders im Winter darauf achten, dass sie aufgrund des hohen Zucker- und geringen Wassergehalts ihrer Nahrung nicht dehydrieren. Somit nehmen sie in diesen Monaten besonders viel Wasser über Schnee oder Tropfen auf Pflanzen zu sich.

Als Standvogel oder Teilzieher verschlägt es den Seidenschwanz mittlerweile fast jedes Jahr nach Deutschland und ins Berliner Umland. Wenn die Nahrung in den Brutgebieten durch strenge Winter jedoch knapp wird oder das Jahr weniger Früchte tragende Bäume wie zum Beispiel die Eberesche hervorgebracht hat, ziehen die Vögel in kleinen Schwärmen in die Regionen südlich ihrer Bruthabitate. Aufgrund der massenhaften Wanderungen werden die Tiere als Invasionsvögel bezeichnet. Solche größere Einflüge gibt es aber nur selten. Ein mäßig starker Einflugwinter war 2019/2020.

Sobald ein Gebiet mit ausreichendem Nahrungsangebot gefunden ist, fressen die Vögel bis es nichts mehr zu holen gibt und ziehen weiter. Manchen Schwärmen gelingt die Rückkehr in das Brutgebiet dabei nicht. So kommt es in unregelmäßigen Abständen dazu, dass der Seidenschwanz in sehr großen Stückzahlen auch nach Deutschland wandert. Ein solches Massenaufkommen konnte in den Wintern 2004/05 und 2008/09 in Deutschland beobachtet werden, sodass die Vögel, welche häufiger im Norden des Landes gesichtet werden, sogar in Bayern in großer Anzahl erschienen.


Aberglaube im Mittelalter

Durch das massenhafte Auftreten in unregelmäßigen Abständen wurde dem Vogel nachgesagt, er bringe Unglück, Krankheiten und Hungersnöte über das Land. Dem als „Pestvogel” gebrandmarktem Seidenschwanz fiel somit keine besonders schmeichelhafte Rolle zu. Der deutsche Name Seidenschwanz, den der Vogel für sein seidig-glänzendes Gefieder erhielt, steht dem hübschen Tier schon wesentlich besser.


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