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Wiederkäuende Naturschützer

Beweidung des Vogelschutzreservats Flughafensee

Seit 1983 wird das Reservat von einer AG des NABU Berlin betreut. Die einstige Kiesgrube hat sich zu einem wahren Naturparadies entwickelt. Um die Artenvielfalt zu bewahren, halten Paarhufer das Gebiet seit einigen Jahren von Bewuchs frei.

Die Schafe machen ihren Job gern. - Foto: Ronald Kroth

Die Schafe machen ihren Job gern. - Foto: Ronald Kroth

Seit 1983 wird das Vogelschutzreservat Flughafensee Tegel von einer Arbeitsgruppe des NABU Berlin betreut. Einst eine schnöde Kiesgrube im Norden Berlins, entfaltete sich nach dem Abzug der Bagger aus der verarmten Landfläche ein wahres Naturparadies. Um das Gebiet von Bewuchs freizuhalten und die Artenvielfalt zu bewahren, kümmern sich Paarhufer um die Mahd.


Das Vogelschutzreservat am Flughafensee steht wegen seiner außergewöhnlich hohen Artenvielfalt seit vielen Jahren auf der Senats-Liste zukünftiger Schutzgebiete. 194 Bienen- und Wespenarten, 110 Tag- und Nachtfalter, 104 Spinnen- und 79 Laufkäferarten. 43 Libellenarten und 60 Brutvogelarten wurden in den Flächen nachgewiesen. Die Gruppe AG Flughafensee, unter der Leitung von Frank Sieste, pflegt das Reservat, betreibt Umweltbildung, beringt und kartiert Vögel. In den Sommermonaten helfen auch Gotlandschafe, Heidschnucken und Thüringer Waldziegen bei der Pflege. „Die Schafe und Ziegen leisten eine wichtige Ergänzung unserer Arbeit“ erklärt Frank Sieste. „Für bodenlebende Insekten und Spinnen ist die Offenhaltung der Grasfluren ein wesentlicher Standortfaktor“, betont er.


Warum Biotoppflege?

Pflegeeinsatz im Vogelschutzreservat Flughafensee Tegel - Foto: Eric Neuling

Pflegeeinsatz im Vogelschutzreservat Flughafensee Tegel - Foto: Eric Neuling

Was auf den ersten Blick kahl und öde anmutet, ist in Wahrheit ein Hotspot der Artenvielfalt. Die steilen Sandhänge und Uferbereiche sind der Lebensraum für viele spezialisierte Arten. Das Ensemble von Gewässern unterschiedlicher Größe und Tiefe bietet zahlreichen Wasservögeln, Amphibien, Fischen und Insekten gute Entwicklungsmöglichkeiten. Der vom Aussterben bedrohte Flussregenpfeifers ist hier beheimatet, und auch der Eisvogel und die Zwergrohrdommel brüten im Reservat. Da heute kaum noch intakte Auenwälder, Moore und andere natürlich entstandene Landschaften existieren, gewinnen solche, vom Menschen beeinflusste, Flächen immer mehr an Bedeutung. Besonders Kiesgruben haben sich dabei als Rückzugsgebiete für viele seltene Tier- und Pflanzenarten erwiesen.

Durch zunehmenden Bewuchs könnte das Vorkommen einiger Arten im Gebiet des Reservats nicht länger gesichert werden. Um die Biodiversität zu erhalten, müssen die Biotoptype offen gehalten werden, das heißt, der Kiesgruben-Charakter muss erhalten bleiben. Rodungsarbeiten, das Offenhalten von Trockenrasen oder Sandflächen, die Pflege des Steilufers als Brutplatz für den Eisvogel, Reparaturarbeiten und das Auswerten von Bestandserfassungen fällt in die kalten Monate. Im Sommerhalbjahr geht es eher um die Information der Bevölkerung über den Sinn und Zweck des Vogelschutzreservates und die Bestandserfassungen. Einige Flächen müssen von Bewuchs freigehalten werden, um zum Beispiel Eidechsen oder Käfern Fortpflanzungsmöglichkeiten zu geben. Das übernehmen die vierhufigen Kolleg*innen. Die erste Etappe ist für diesen Sommer schon geschafft. Je nach Bedarf und Futterangebot bleiben die Schafe ein bis zwei Wochen auf den jeweiligen Teilflächen.


Wiederkäuer versus Mähmaschinen

Gotlandschafe - Foto: Ronald Kroth

Gotlandschafe - Foto: Ronald Kroth

Seit 2012 wird der Flughafensee beweidet. „Glücklicherweise haben wir einen geeigneten Partner und sehr guten Schäfer gefunden“, so Sieste. „Bei einer maschinellen Mahd hatten wir immer das Problem mit der Mähgutentsorgung. Bei einer Mahd durch entsprechende Firmen schlugen bis zu 50 % der Gelder für die Abfuhr des Materials zu Buche“, erklärt Sieste weiter. Die Flächen seien innerhalb weniger Tage gemäht worden – ein Eingreifen seitens der Naturschützer war so gut wie nicht möglich, reihenweise fielen Ringelnattern, Zauneidechsen und Spitzmäuse den Maschinen zum Opfer.
Über 120 Pfähle haben dann die Naturschützer in den Boden geschlagen, um das Reservat als Weidefläche sicher einzuzäunen. „Es wäre großartig, wenn die Besucher am Flughafensee uns unterstützen und auf den Zustand des Zauns achten könnten“ sagt Sieste. Denn allzu oft unterwühlen Wildschweine den Zaun und machen ihn damit sowohl für Schafe, als auch für wildernde Hunde passierbar.
Da auch laut Landschaftspflegeplan bestimmte Flächen offen gehalten werden um die Biotopvielfalt und die somit Artenvielfalt zu erhalten, kümmern sich nun die Hornträger um die Mahd. Und das mit großem Erfolg. Dank der Finanzierung von der Senatsverwaltung für Umweltschutz und der hervorragenden Zusammenarbeit, konnte 2012 mit der Beweidung begonnen werden. Im Hinblick auf eine Schließung von TXL sind die Erfahrungen die mit den Beweidungen im Vogelschutzreservat gemacht werden wertvoll für ein zukünftiges Pflegemanagement auf den großen Flächen des jetzigen Flughafens Tegel.
Die Tiere kümmern sich nun ganz freiwillig um die Verjüngung der Heidepflanzen, halten Grasfluren offen und dämmen zu starkes Gehölzwachstum ein. Vor allem Problemarten wie Robinie, Nordamerikanische Traubenkirche sowie Kanadische Goldrute und das Landreitgras müssen zurückgedrängt werden. Meist machen sich die Tiere zuerst an den Gehölzen zu schaffen. Je nach Fläche kommen 25 bis 45 Heidschnucken und Gute Landschafe zum Einsatz. Der Einsatz von Thüringer Waldziegen hat sich in den Anfangsjahren sehr bewährt.
Durch die Beweidung werden zwar auch Blütenpflanzen gefressen, diese tauchen aber relativ schnell wieder auf. Da die Flächen vom Landreitgras usw. befreit wurden haben diese Arten sogar mehr Platz als vorher. Durch das Hin- und Herlaufen der Tiere kommt es an einigen Bereichen auch zu Bodenverwundungen. Diese sind ebenfalls bestens geeignet um diversen Pflanzenarten eine Chance zum Keimen zu geben. Die Sandflächen sind auch Lebensraum von diversen Insektenarten wie Sandlaufkäfer und Kiesbank-Grashüpfer. Im nächsten Jahr soll eine Beweidungspause eingelegt werden, um festzustellen wie die Vegetation darauf reagiert.


Hintergrund

Viele Erholungssuchende kommen vor allem im Sommer zum See. - Foto: Demian Hari

Viele Erholungssuchende kommen vor allem im Sommer zum See. - Foto: Demian Hari

In den 40 Mauer-Jahren war der Flughafensee bei West-Berlinern als Naherholungsgebiet sehr beliebt. Als eine der wenigen grünen Oasen der Stadt wurde er regelrecht belagert. Tausende Erholungssuchende drängten sich an seinen Ufern und richteten in den ökologisch wertvollen Bereichen erhebliche Schäden an. 1982 wurde dann endlich etwas für den Schutz getan und das Gelände von Naturschützern verschiedener Vereine der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) besetzt. Der Zaun wurde repariert und Betreten-Verboten-Schilder aufgestellt. Außerdem wurden Spaziergänger in Gesprächen über die Ziele der Aktion und die ökologischen Zusammenhänge informiert und um Rücksichtnahme gebeten.
Das Schutzkonzept erreichte auch über die Medien die Öffentlichkeit und konnte sich auf Grund der breiten Zustimmung im anschließenden Wettstreit um die Gestaltung des Sees durchsetzen.


Ende gut, alles gut?

Leider sind empfindliche Biotope, wie das Vogelschutzreservat Flughafensee besonders in den Großstädten und Ballungszentren bedroht. Wohnungsnot, die Platzsuche für Bauprojekte und der ständig größer werdende Druck der Erholung suchenden Bevölkerung fordern immer wieder ihren Tribut. Das Reservat steht heute exemplarisch für einen Kompromiss zwischen Naturschutz und -nutzung und wird bis heute erfolgreich praktiziert. Wir hoffen darauf, dass das in der Zukunft so bleibt. Damit die Pflege und somit auch der Schutzstatus weiterhin gewährleistet werden kann, werden für die Biotoppflege, Zaunkontrollen, Umweltbildung etc. das ganze Jahr über ehrenamtliche Helfer*innen gesucht.


MitGLIED WERDEN!

Foto: NABU/Christine Kuchem

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