Berlin.NABU.de NABU aktiv Bezirksgruppen Köpenick - Treptow
BG Köpenick-Treptow
Die Bezirksgruppe Köpenick-Treptow
Plänterwald / Foto: Dorbert
Leitung: Antje Stavorinus
AnsprechpartnerInnen: Antje Stavorinus
Tel.: (030) 64 09 58 96
Mobil: 0179-279 80 27
E-Mail: a.stavorinus@gmx.de
Otto Bardella
Tel.: (030) 6512076
Arbeitsschwerpunkte:
- Betreuung von Amphibienschutzzäunen
- Erhalt der Naturdenkmale
- Exkursionen / Führungen
- Turmfalkenberingung
- Schutz des Müggelsees und angrenzender Gewässer
- Wasservogelzählung
- Kinder- und Jugendbildung in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
- Arbeitseinsätze
Ort & Zeit:
Aktuelle Termine und Treffpunkte im "Haus der Natur und Umwelt" im FEZ in der Wuhlheide, Straßenbahn 26, 61(Achtung! Linienführung geändert!) und 67, bitte bei Otto Bardella unter 6 51 20 76 erfragen.
1 Betreuung von Amphibienschutzzäunen
| 1.1 Rahnsdorf, Straße nach Fichtenau | |
|---|---|
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Gegründet von: Laichgewässer: Zaunlänge: Betreuung: Zeitraum der Betreuung: Amphibienart: Aktuelle Zahlen: Anfallende Arbeiten: |
NaturAktiv Schöneiche Rahnsdorfer Stausee; Fredersdorfer Mühlenfließ ca. 800 m (2 x 400 m) seit 1982 hauptsächlich durch Ehrenamtliche und Freiwillige Februar bis Mai Erdkröten, Grasfrösche 486 Erdkröten in 2003 Auf- und Abbau eines Teilabschnit- tes des Zaunes Einbringen von Laichhilfen in den Rahnsdorfer Stausee 2 x tgl. Betreuung der Auffangeimer in der Wanderzeit Betreuung von Kindern und Jugend- lichen beim Arbeitseinsatz am Krötenzaun |
| 1.2 Arboretum Treptower Park | |
|---|---|
|
Laichgewässer: Betreuung: Zeitraum der Betreuung: Amphibienarten: Aktuelle Zahlen: Anfallende Arbeiten: |
Teich im Arboretum hauptsächlich durch Ehrenamtliche und Freiwillige ganzjährig Erdkröten noch zu erfragen Betreuung der Auffangeimer in der Wanderzeit Bereinigung des Laichgewässers |
| 1.3 Weitere Amphibienschutzzäune | |
|---|---|
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Ort: Laichgewässer: Betreuung: Zeitraum der Betreuung: Amphibienarten: Aktuelle Zahlen: |
Berlin-Hessenwinkel, Hubertusstr., Fahlenbergstr. Bauernsee, Hubertussee Bürgerverein Berlin-Hessenwinkel e. V. Februar bis Mai Erdkröten ca. 250 Erdkröten in 2003 |
2 Schutz und Erhalt der Naturdenkmale
Begutachtung einer Flatterulme
Definition:
Als Naturdenkmale werden nach § 21 des Berliner Naturschutzgesetzes besonders schützenswerte Einzelschöpfungen der Natur bezeichnet.
Anzahl der Naturdenkmale im Bezirk:
In Köpenick gibt es 58 (z. B. die Stieleiche in Friedrichshagen, Karl-Pokern-Str.) und in Treptow 17 Bäume (z. B. den Feldahorn im Treptower Park nahe dem Eingang des S-Bahnhofs ), die zu Naturdenkmalen erklärt worden sind, sowie zwei Findlinge.
Bei den Naturdenkmalen handelt es sich um die ältesten und beeindruckensten Exemplare des Bezirkes, welche sich hauptsächlich in Parks und auf Privatgrundstücken befinden.
In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt und Natur werden Schnitt- und Pflegemaßnahmen für die Bäume erarbeitet. Dazu gehört auch die Erarbeitung von Stellungnahmen zu gutachterlichen Fällungsempfehlungen.
Leider kann der NABU nicht immer Erfolge verzeichnen, und so wurden im Jahre 2002 leider 7 von 8 vorgesehenen Naturdenkmalen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt.
Aus diesem Grund sucht die BG Köpenick-Treptow Bäume, die durch Alter, Größe, besonderen Wuchs, Schönheit (auch Bewuchs mit Efeu) oder Einzigartigkeit hervorstechen. Diese Bäume können dann als zukünftige Naturdenkmale vorgeschlagen und so unter Schutz gestellt und erhalten werden.
Bitte wenden Sie sich mit Vorschlägen an eine(n) unserer AnsprechpartnerInnen.
3 Exkursionen und Führungen
Eiche im Bellevuepark
3.1 Führung zu den Naturdenkmalen in Köpenick und Friedrichshagen
4 x jährlich führt Otto Bardella durch Köpenick bzw. Friedrichshagen zu den dortigen Naturdenkmalen und erzählt Wissenswertes über deren Alter, Wuchs und Bedeutung. Die Führungen dauern ca. 2 Stunden und finden immer samstags statt.
3.2 Entomologische Exkursion
Herr Schulze, Entomologe aus Leidenschaft, führt einmal im Jahr durch das Gebiet der Müggelberge, der Krummen Lake Grünau oder durch den Biesenhorster Sand nahe der Wuhlheide und gibt interessante Einblicke in die faszinierende Welt der Insekten.
Die Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsprogramm oder erfragen Sie bitte bei unseren AnsprechpartnerInnen.
Weitere Möglichkeiten für entomologische Exkursionen oder Veranstaltungen bietet die Fachgruppe Entomologie oder im Internet
www.entomologie.de
4 Turmfalkenberingung
Turmfalkenberingung
Wer sich einmal genauer in Berlin umsieht findet nicht nur Sehenswürdigkeiten der Architektur, sondern auch viele Sehenswürdigkeiten der Natur. Seien es Bäume, Parks, Gewässer oder auch Tiere. Denn wer ist nicht erstaunt, dass z. B. Greifvögel in einer so großen Stadt leben. Viele Wildtiere haben sich unserem Leben angepasst und ziehen ihren Nutzen daraus. Doch ist es unsere Aufgabe, die wertvollen Geschenke der Natur zu erhalten und ggf. zu fördern.So haben es sich fleißige Helfer auf ihre Fahnen geschrieben, z. B. den Greifvogel-bestand in Berlin nicht nur zu erhalten, sondern auch zu mehren. In der Mehrheit sind dabei die Turmfalken zu benennen. Eine Möglichkeit ist es, den Greifvögeln geeignete Nist- bzw. Brutmöglichkeiten zu bieten. Im Bezirk Köpenick-Treptow gibt es einige solcher Nistkästen für Greifvögel, jedoch sind sie nicht immer einfach zu erreichen. An zwei Plätzen, im Rathaus Köpenick und in der St. Laurentiuskirche, ist es jedoch möglich einmal im Jahr im Juni den Greifvogel-experten bei der Beringung der Jungfalken zu zusehen. Um die Störung der Vögel so gering wie möglich zu halten, muss die Gruppe jedoch auf ca. 5 Personen inklusive Kinder begrenzt werden.
Anmeldung bitte bei unseren AnsprechpartnerInnen.
5 Schutz des Müggelsees und angrenzender Gewässer
Exkursion in den Müggelpark
Der Müggelsee im Südosten von Berlin ist eines der bedeutensten Gewässer für durchziehende, übernachtende und überwinternde Vogelarten sowie seltene Fischarten, Amphibien, Weichtiere und Insekten. So ist unter anderem der Steinbeißer, der im Müggelsee laicht, ein seltener Fisch, der unbelastete Gewässer bevorzugt. Aber auch seltene Vögel, wie z. B. Eisvogel und Gänsesäger, sind hier zu finden. Gleichzeitig dient der Müggelsee und seine Umgebung als Naherholungsgebiet und zur Trinkwassergewinnung, wie man an den Brunnengalerien erkennen kann. Somit ist es wichtig, dieses Gebiet so gut es geht für die Zukunft zu erhalten. Aufgrund der divergierenden Interessen in und an diesem Gebiet kommt es jedoch auch zu Meinungsverschiedenheiten, was Nutzung bzw. Bewirtschaftung betrifft.
Als Beispiel sei die Fahrrinnenregelung am Müggelsee genannt. Im Jahr 1995 konnte aufgrund von Bemühungen der Bürger-Initiative Müggelsee (BIM) ein Kompromiss bezüglich der Fahrrinne für Motorbote erreicht werden. Die Wasserschiffahrtsdirektion Ost (WSDO) beschränkte sie auf eine gerade Strecke, welche von April bis Oktober, mit Geschwindigkeitsbegrenzungen für verschiedene Tageszeiten, durch Tonnen ausgewiesen ist.
Doch da Kompromisse bekanntlich nicht von Dauer sind, beschloß die WSDO im Jahr 2002, die Fahrrinnenregelung aufzuheben. Infolge eines gemeinsamen Protestes der BIM, der Grünen Liga, Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz, Bund für Umwelt und Natur Deutschland (BUND), NABU sowie Einsprüchen des Bezirksamtes und des Senats hat die WSDO erklärt, die Fahrrinne vorläufig beizubehalten. Doch das Thema ist nicht vom Tisch. Zum einen, weil bereits Erweiterungen bei der Betonnung der Fahrrinne von seiten der WSDO vorgenommen wurden, welche von der früheren Reglung abweichen. Zum anderen, weil es Bewerber für das Errichten und Betreiben einer Wasserski- Anlage am Müggelsee gibt.
So sind die Mitglieder der BG Köpenick-Treptow häufig unterwegs, um Besonderheiten, Störungen, aber auch Positives zu dokumentieren und an die zuständigen Stellen weiterzuleiten, Interessierte zu informieren und ggf. aufzuklären. Der NABU unterstützt Bemühungen, den Müggelsee unter Schutz zu stellen, z. B. als sogenanntes Flora-Fauna-Habitat, nach der FFH-Richtlinie der EU.
6 Wasservogelzählung
Arbeitseinsatz an den Feuerlöschteichen in der Wuhlheide
Die Fachgruppe Ornithologie (Leitung Winfried Otto) beschäftigt sich u. a. mit der Wasservogelzählung am Müggelsee und den umliegenden Gewässern. Da der Müggelsee als eines der bedeutendsten Schlaf- und Durchzugsgebiete Berlins gilt, ist die Zählung der Wasservögel und anderer Vogelarten zur Erfassung der Entwicklung der Bestände im Zusammenhang mit Störungen oder Schutzmaßnahmen sehr wichtig. Mitglieder der Fachgruppe Ornithologie und der Bezirksgruppe Köpenick-Treptow sind daher einmal im Monat am Müggelsee und angrenzenden Gewässern unterwegs, um die Bestände zu erfassen. Bedeutsame Vogelarten sind z. B. Eisvogel, Schnatterenten, Schellenten, Haubentaucher und Gänsesäger, um nur einige zu nennen. Die FG Ornithologie sucht immer wieder Nachwuchs und interessierte Menschen, um möglichst viele Gebiete zu erfassen, nicht nur in Köpenick-Treptow. Mit diese Thematik betreffenden Fragen wenden Sie sich bitte an unsere AnsprechpartnerInnen oder an die Landesgeschäftsstelle des NABU in der Wollankstraße 4 in Pankow.
7 Kinder- und Jugendbildung in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Da die BG Köpenick-Treptow über keinen hauptamtlich tätigen Mitarbeiter verfügt, sind wir in Sachen Kinder- und Jugendbildung auf die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen angewiesen. Als erste Einrichtung ist das Haus Natur und Umwelt im FEZ in der Wuhlheide zu nennen. Hier sind die Mitarbeiter daran interessiert, besonders Kinder und Jugendliche an das Thema Natur und deren Schutz heranzuführen, Freude im Umgang mit Tieren und tiefergehendes Interesse an deren Erhalt zu wecken und zu fördern. In verschiedenen Arbeitsgruppen und bei Arbeitseinsätzen sowie Exkursionen kann sich jeder Interessierte ansehen, z. T. ausprobieren und dafür engagieren, was ihm zusagt.Eine weitere Institution ist das Lehrkabinett Teufelssee, eine Waldschule der Berliner Forsten. Nicht nur die einmalige Lage am Nordhang der Müggelberge, direkt am Teufelsmoor, sowie die technische Ausstattung machen diese Einrichtung zu etwas Besonderem. Die Mitarbeiter stehen Privatpersonen, Kindern und speziell Schulen für sämtliche Fragen und Belange der Natur und deren Schutz zur Verfügung. Das Projekt Teufelsmoor hat dessen Renaturierung und Verminderung der Verlandung als Ziel.
Kontakt: Hr. Hankel - Tel.: 030/654171, Fax: 030/65494106
Siehe auch: www.am-mueggelsee.de/teufelssee.htm
Über diese beiden Institutionen hinaus, möchten wir im Besonderen auf die Möglichkeit verschiedener Arbeitseinsätze, auch für Schulklassen im Bezirk Köpenick-Treptow, z. B. am Amphibienschutzzaun an der Straße nach Fichtenau, hinweisen. Da dieses Projekt eine Gemeinschaftsarbeit mit der NABU-Gruppe Schöneiche ist, werden die Termine derzeit über deren Leiter, Herrn Heinz Müller koordiniert. Hier kann man bei der Errichtung des Zaunes mithelfen und das Laichgewässer besichtigen. So freuen wir uns, eine Klasse der Behindertenschule Schöneiche jährlich einmal begrüßen zu können und ihnen einen Einblick in unsere Arbeit zu geben. Auch möchten wir die engagierte Arbeit der Levi-Strauß-Oberschule nicht vergessen. Dort werden jedes Jahr kleine Galerien, ein Umweltschutztag oder ein öffentlicher Quiz zu Umweltfragen in Zusammenarbeit mit der Fa. DASS und vieles mehr organisiert. Dies alles befördert die Arbeit unserer BG ungemein, und wir haben ein sehr großes Interesse an Menschen, die sich in Sachen Umweltbildung für Kinder und Jugendliche engagieren sowie an neuen Ideen und Hinweisen! Zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen!
8 Arbeitseinsätze
Arbeitseinsatz im Teufelsmoor
- Errichtung des Amphibienschutzzaunes in Rahnsdorf
- Laubharken gegen die Kastanienminiermotte an den Naturdenkmalen
- Bereinigung des Feuerlöschteiches in der Wuhlheide
Unregelmäßige Arbeitseinsätze:
- Bereinigung des Teiches im Arboretum
- Wildwiese mähen in Berlin-Grünau
- Renaturierung Teufelsmoor in Zusammenarbeit mit dem Lehrkabinett
- Einsätze im Biesenhorster Sand (organisiert von der BG Lichtenberg)
- Gehölzrodung an Gewässern im Machnow, Nähe Münchehofe Brandenburg (Entbuschung)

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