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Scheibentod der Waldschnepfen

Wir fordern vogelfreundliche Maßnahmen

Berliner*innen melden wieder Totfunde von Waldschnepfen. Reflektierende Fassaden und Glasscheiben werden für sie zur Todesfalle.

Waldschnepfe in der Wildvogelstation - Foto: André Hallau

Waldschnepfe in der Wildvogelstation - Foto: André Hallau

Schon wieder klingelt das Telefon in der Wildtierberatung des NABU Berlin. Eine Anwohnerin der Kastanienallee in Prenzlauer Berg hat einen „merkwürdigen Vogel“ gefunden. Er läge tot an der Hauswand und blute aus dem Schnabel. Einen solchen Vogel hätte sie hier noch nie gesehen, berichtet sie. „Viele denken, sie hätten einen Exoten gefunden. Waldschnepfen gehören nicht gerade ins Berliner Stadtbild“, erklärt Katrin Koch, die Leiterin des Wildtiertelefons. „Leider kommt es im Herbst und Frühling – in den Zeiten des Vogelzugs immer wieder zu solchen Unfällen. Häufig kollidieren Waldschnepfen mit glänzenden Glasfassaden beim Durchfliegen von Städten“, so Koch weiter. Waldschnepfen ziehen vor allem nachts.


Dämmerungsaktive Einzelgängerin

Die Waldschnepfe (Scolopax rusticola) ist eine sehr scheue Waldbewohnerin. Sie wird auch „Vogel mit langem Gesicht“ genannt. Ihr charakteristischer bis zu 7 cm langer Schnabel ist sehr empfindlich und kann im Boden am unteren Ende aufgeklappt werden. Die Augen des rund 440 g schweren Schnepfenvogels befinden sich weit hinten und oben am Kopf, was ihm ein Sichtfeld von nahezu 360°ermöglicht. Mit bis zu 38 cm ist die Waldschnepfe etwas größer als eine Bekassine. Ihr Gefieder ist braun, schwarz, grau gemustert und vom Schnabelansatz bis zu den Augen zieht sich ein schwarzes Band.

Ihr scharfer hoher Ruf „ziwitz“ und das froschartige „quorr“ ist unverwechselbar. In Deutschland ist die Waldschnepfe großflächig verbreitet, anzutreffen ist sie aber nur in feuchten Laub- und Mischwäldern mit Lichtungen oder Schneisen, in Bruchwäldern und Mooren mit Gehölzaufwuchs. Kleinflächige Wälder eher kaum besiedelt. Ihr Bestand wird deutschlandweit auf etwa 20.000–39.000 Brutpaare geschätzt. Waldschnepfen ernähren sich von Würmern, Spinnen, Insekten und Larven, im Winter aber auch von Beeren, Früchten und anderen Pflanzenteilen. Viele ornithologische Quellen geben an, dass das Waldschnepfen-Weibchen bei Gefahr seine Jungen zwischen Beine und Bauch klemmen und mit ihnen (bis zu 100 m) davonfliegen kann. Andere Vogelkundler bezweifeln jedoch diese Theorie. Ein solcher Lufttransport wäre in der Vogelwelt einmalig.


Zugrouten und Schnepfenstau

Unter den Waldschnepfen gibt es Kurstrecken- und Teilzieher, in Westeuropa auch Stand- und Strichvogel. Die Zugtendenz nimmt in Europa nach Nordosten zu. Junge Schnepfen verkürzen vermehrt auf der ersten Winterflucht die Zugroute, wenn sich gute Bedingungen auf Zwischenstationen einfinden. Finden sie dort gute Witterungsbedingungen und ein reiches Nahrungsangebot, verweilen sie auch mal etwas länger. So kam es im Frühjahr 2013 zum Beispiel zum „Vogelstau“ in Berlin. Gen Norden ziehende Tiere sammelten sich in Berlin, da es im Norden noch zu kalt zum Weiterziehen war. Westliche Populationen aus Süd-West-Europa überwintern in Nord-Afrika. Die Zugroute erstreckt sich von West- und Nordwest-Russland über Mitteleuropa nach Frankreich, Spanien, Großbritannien, Irland und Italien. In Spanien, Großbritannien, Irland, Frankreich und den Niederlanden sind sie Standvögel.


Die unsichtbare Gefahr

Waldschnepfe nach einem Scheibenanflug - Foto: Simon Lang

Waldschnepfe nach einem Scheibenanflug - Foto: Simon Lang

Vögel nehmen reflektierende und durchsichtige Glasflächen nicht als Hindernisse wahr. So verenden jährlich unzählige Tiere an Bushaltestellen, Wintergärten, Lärmschutzwänden und Spiegel-Fassaden. Kollisionsopfer finden sich vor allem dort, wo der Himmel oder Vegetation durch Glaselemente zu sehen sind oder reflektiert werden – vor allem zu Zeiten des Vogelzuges. Weil die scheuen Waldbewohner nachts ziehen und von Lichtquellen und reflektierenden Objekten irritiert werden, kommt es zu Kollisionen. Zwar gibt es rechtliche Regelungen, die besagen, dass Vermeidungsmaßnahmen bei der Verletzung oder Tötung besonders geschützter Tierarten geboten sind, doch lässt sich genau das nur mit einem sehr hohen Aufwand belegen. Nur selten werden die Tiere gefunden oder die Funde gemeldet. Meist werden die Kollisionsopfer schnell von Aasfressern oder emsigen Hausmeistern beseitigt. Neben Waldschnepfen sind es vor allem Habichte, Sperber und Eisvögel. Der NABU fordert stadtplanerische oder architektonische Maßnahmen dort, wo sich Totfunde häufen. Vor allem auf transparente Gebäudeecken sollte verzichtet werden. Nachträglich angebrachte linienartige Markierungen haben sich als sehr wirkungsvoll herausgestellt. Die überall käuflich zu erwerbenden Greifvogel-Silhouetten hingegen sind weitgehend wirkungslos.

„Wenn Vögel im Flug gegen Scheiben prallen, verletzen sie sich oft schwer. Gerade bei größeren Vögeln wie Schnepfen sind die Verletzungen aufgrund des Gewichts und der Geschwindigkeit meist besonders schwerwiegend“, erklärt André Hallau, Leiter der NABU-Wildvogelstation. „Wenn Waldschnepfen nicht gleich gefunden werden, sind sie zusätzlich zu ihren oft multiplen Verletzungen (Frakturen, Schädel- Hirn-Traumata, Augenverletzungen) auch noch unterernährt. Die Pflege dieser scheuen Wildvögel ist sehr aufwendig. Da sie in Gefangenschaft nicht allein fressen, müssen sie mehrmals am Tag zwangsernährt werden, was einen enormen Stress für sie bedeutet – vor allem, wenn man bedenkt, dass die Heilung einer Fraktur bis zu drei Wochen dauern kann“, berichtet Hallau. Nur ein sehr geringer Teil, der verletzt gefundenen Waldschnepfen kann wieder in die Natur entlassen werden.

In den Berliner Wäldern werden im Herbst neben den Scheibenopfern auch viele lebende Schnepfen gemeldet. Weil sie dämmerungsaktiv sind und am Tag schlafen, werden sie beim Gassi-Gehen oder Pilze-Sammeln aufgeschreckt. Waldschnepfen stehen in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands auf der Vorwarnliste (2015). Weil sie so unscheinbar und scheu sind, ist die Erfassung der Gesamtpopulation schwierig. Die Zerstörung des Lebensraums durch Rodung, Monokulturen und Entwässerung der Wälder und Auenlandschaften bedroht ihre Bestände. Doch auch ihre Bejagung gefährdet ihre Populationen. Die Waldschnepfe gilt als Delikatesse. In einigen Bundesländern, wie z.B. NRW profitieren sie seit 2015 von einer ganzjährigen Schonzeit. Der NABU fordert die Ausweitung auf ganz Deutschland.

Text: Frederik Rothe und Christine Szyska


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