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Die Aliens sind unter uns

Pilze sind allgegenwärtig, extrem vielfältig – und wenig erforscht

Pilze haben eine enorme Bedeutung für die Menschheit und haben bereits die Geschicke der Welt bestimmt. Und trotzdem sind den meisten Menschen diese faszinierenden Organismen, die weit mehr sind als ein Pilzhut am Waldboden, weitestgehend unbekannt.

Gewimperter Erdstern - Foto: Frank Kangheim

Gewimperter Erdstern - Foto: Frank Kangheim

Woran denken Sie, wenn Sie das Wort „Pilze“ hören? An eine leckere Champignon-Pfanne? An einen Korb voll selbst gesammelter Steinpilze? Oder eher an den Schimmelrasen in ihrem Kühlschrank, an Rosenmehltau oder Fußpilz?

Den meisten Menschen begegnen Pilze nur in ihrer Inkarnation als Speisepilze – oder als eklige Mikroorganismen, die Lebensmittel verderben und krank machen. Aber beide Erscheinungsformen sind nur kleine Ausschnitte eines ganzen Universums vielfältiger Lebewesen, über die selbst die Wissenschaft noch erstaunlich wenig weiß. Allein in Deutschland sind rund 14.000 Pilzarten bekannt; ihre Zahl ist damit anderthalbmal so groß wie die der Pflanzenarten. Weltweit geht man von zwei bis fünf Millionen Pilzspezies aus, von denen jedoch erst 120.000 wissenschaftlich erfasst sind. Allein diese Zahl zeigt, wie wenig wir über die Lebensform Pilz wissen.


Hörnling - Foto: Johannes Hansen

Hörnling - Foto: Johannes Hansen

Lange wurden Pilze den Pflanzen zugeschlagen, doch heute ist klar, dass sie einen eigenen Stamm am Baum des Lebens bilden – nicht Tier, nicht Pflanze. Tatsächlich stehen sie uns Tieren bio-logisch sogar etwas näher als den Pflanzen, denn anders als diese nutzen sie nicht die Energie des Sonnenlichts, sondern ernähren sich wie Tiere von anderen, lebenden oder toten Organismen oder ihren Überresten. Doch im Gegensatz zu Tieren sind Pilze wenig mobil; ein Individuum kann sich – wie eine Pflanze – nur durch Wachstum neue Lebensräume erschließen. Schließlich ähnelt die Verbreitung von Pilzen durch Sporen der Vermehrung von Pflanzen durch Samen.

Was wir gemeinhin „Pilz“ nennen – der Champignon, der Steinpilz – ist in Wahrheit gar nicht der Organismus selbst, sondern nur sein Fruchtkörper. Er entspricht also in etwa dem Samenstand einer Pflanze. Der eigentliche Pilz besteht aus langen, dünnen Fäden, die das Erdreich, moderndes Holz, einen faulen Apfel, ein krankes Rosenblatt oder auch unseren Körper durchziehen.

Je nach Art können diese Fäden, „Hyphen“ genannt, viele Kilometer lang sein; als flächenmäßig größtes Lebewesen der Welt gilt ein Hallimasch-Pilz, der im US-Staat Oregon eine Fläche von neun Quadratkilometern besiedelt. Ein derartiges Geflecht aus Pilzfäden heißt „Mycel“. Manche Pilze, etwa die Brau- und Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae, sind zwar Einzeller, können sich aber unter bestimmten Bedingungen auch zu Fäden („Pseudomycel“) zusammenlagern.


Pilze veränderten den Lauf der Welt

Die Hefe, ohne deren Wirken unsere Ernährung kaum denkbar wäre – kein Brot, kein Bier, kein Wein – ist ein gutes Beispiel für die enorme Bedeutung von Pilzen für die Menschheit, derer wir uns wenig bewusst sind. Pilze haben den Lauf der Weltgeschichte beeinflusst: So trieb Phytophthora infestans, der Erreger der Kraut- und Knollenfäule, zwei Millionen Iren in die Emigration nach Amerika, als Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Grünen Insel  jahrelang die Kartoffelernte ausfiel. Eine weitere Million Menschen verhungerte.


Blauer Lackpilz - Foto: Ferry Böhme

Blauer Lackpilz - Foto: Ferry Böhme

Schimmelpilze der Gattung Penicillium wiederum trugen wohl zum Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg bei, weil sie ihre verwundeten Soldaten mit dem von Pilzen gebildeten Antibiotikum Penicillin behandeln konnten, das die Deutschen noch nicht großtechnisch herzustellen vermochten. Ohne Antibiotika, die Pilze als Abwehrstoffe gegen Bakterien bilden, könnten wir noch heute jederzeit an einem läppischen Infekt sterben.

Doch je mehr Wisschenschaftler*innen über Pilze herausfinden, desto deutlicher wird, dass wir auf noch weitaus fundamentalere Weise von ihnen abhängen als bislang gedacht. Seit Deutschlands Lieblingsförster Peter Wohlleben seinen Bestseller über den Wald schrieb, wissen wir alle, dass im Waldboden ein „wood wide web“ aus Pilzhyphen existiert, über das die Bäume Nährstoffe und elektrochemische Botschaften austauschen.

Diese Mykorrhiza-Pilze sind übrigens großenteils keine fremdartigen Kreaturen im Untergrund, vielmehr gehören zu ihnen alte Bekannte wie Pfifferling oder Birkenpilz. Dass der Birkenpilz nur unter Birken wächst, hat nämlich einen simplen Grund: Er lebt mit dieser Baumart in Symbiose. Der Baum liefert ihm Kohlenhydrate, die dieser per Photosynthese im Überschuss gewinnt, und erhält dafür vom Pilz Nährstoffe und Wasser aus dem Boden, die er sich nicht oder nur unzureichend selbst erschließen kann.

Aber nicht bloß Waldbäume leben mit Pilzen in Symbiose, sondern 90 Prozent aller Pflanzenarten an Land. Forscher*innen gehen sogar davon aus, dass Pilze den Pflanzen vor 450 Millionen Jahren erst den Landgang ermöglicht haben. Die damaligen Algen besaßen nämlich keine Wurzeln und wären an Land vertrocknet, hätten Pilze sie nicht mit Wasser versorgt. Erst später folgten Pflanzen dem Beispiel und bildeten selbst hyphenartige Gebilde, die Wurzeln, aus.


Die Müllabfuhr der Natur

Eine weitere große Gruppe Pilze lebt als Parasiten, sei es auf Pflanzen, Tieren oder auch auf anderen Pilzen. Der dritte, für das Funktionieren unserer Ökosysteme unverzichtbare Typ von Pilzen sind die „Saprophyten“, die abgestorbene organische Materie zersetzen. Ohne sie würden Wälder und Wiesen unter meterdicken Schichten verdorrter Pflanzenreste ersticken; zahllose Lebewesen, die darauf angewiesen sind, dass Pilze ihre Nahrung vorverdauen, müssten verhungern. Ohne Pilze (und andere Mikroorganismen) in ihren Pansen wären etwa Kühe nicht in der Lage, Gras zu verwerten.


Schleimling - Foto: Frank Langheim

Schleimling - Foto: Frank Langheim

Angesichts dieser verwickelten Symbiosen, an denen letztlich auch das Überleben der Menschheit hängt, ist es erstaunlich, wie schlecht Pilze bislang erforscht sind. So weiß man kaum etwas darüber, wie es eigentlich um die Pilze in ihrer natürlichen Umgebung steht. Im Land Berlin etwa gibt es nur für drei kleinere Pilzgruppen eine Rote Liste, und selbst da mangelt es bei vielen Arten an Daten. Was sich jedoch abzeichnet, ist angesichts der Naturkrise vielleicht nicht verwunderlich: Auch Pilzen scheint es nicht besonders gut zu gehen. So stehen von den 87 Röhrlingen Berlins 30 Prozent auf der Roten Liste, von den 23 flechtenbewohnenden Pilzen sind nur neun ungefährdet, und von 95 Brandpilzen ist fast die Hälfte verschollen oder ausgestorben.

Letztere geben einen Hinweis darauf, wo das Problem liegt: Es handelt sich um Pflanzenparasiten, und diese gehen zurück, wenn die Wildpflanzen, von denen sie leben, seltener werden. Jede Lebensgemeinschaft, sei es Moor, Wald oder Trockenrasen, beherbergt ihre eigene Pilzvielfalt, und wenn diese Ökosysteme zerstört werden, verschwinden auch ihre Pilze. So sind etwa in Brandenburg wunderschöne Pilze wie der Papageien-Saftling auf dem Rückzug, da sie auf Magerwiesen leben, die in Zeiten intensiver Landwirtschaft selten geworden sind. Analog macht der Mangel an Totholz in unseren Forsten holzbewohnenden Arten wie dem Igel-Stachelbart zu schaffen.

Welche Folgen der Klimawandel für unsere „Funga“ haben wird, kann man nur spekulieren – Forschung dazu gibt es kaum. Aber dass Pilzen, überwiegend ja Geschöpfe des Moders und der Feuchtigkeit, eine trockene, heiße Zukunft wenig behagen wird, ist abzusehen.

Text: Alexandra Rigos, 31.08.2023


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