Immer noch große Waldflächen betroffen

Neue Windkraftpläne: besser, aber noch nicht gut

Am kommenden Montag beginnt die zweite Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Ausweisung von Windenergiegebieten in Berlin. In der vergangenen Woche hatte der Senat seine überarbeitete Planung vorgestellt.

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  • 6.11.2026
  • Berlin
  • Lesedauer: 1 Min.
  • von Alexandra Rigos
Windkraftanlagen
Windkraftanlagen© Foto: Foto: NABU/Jan Piecha

Der neue Plan ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Senat die möglichen Standorte von acht auf vier reduziert hat und dabei vor allem auf die ökologisch sensiblen Waldflächen im Grunewald, am Teufelsberg und in der Jungfernheide verzichtet hat. Leider aber sind mit der Krummendammer Heide und zwei Teilflächen im Bereich Arkenberge noch immer große Waldgebiete betroffen. Es bleibt dabei: Windkraft hat im Wald nichts zu suchen!

Wir sehen auch den geplanten Standort auf den Gatower Rieselfeldern/Karolinenhöhe sehr kritisch, da er sich in einem Landschaftsschutzgebiet befindet. Es kann nicht sein, dass wir Windenergieanlagen in Schutzgebiete abschieben, nur weil Berlin seine Gewerbeflächen lieber anders nutzen will. Hingegen sind der Standort in Buchholz Nord sowie die dritte Teilfläche in Blankenfelde/Arkenberge als vergleichsweise unproblematisch zu bewerten. 

Gesamtfläche unnötig groß  

Zudem kritisieren wir, dass die Gesamtfläche der vom Senat vorgeschlagenen Windenergiegebiete zwar von 596 auf 310 Hektar reduziert wurde, aber noch immer viel größer ist als notwendig. Berlin muss bis Ende 2027 0,25 Prozent der Landesfläche für die Windkraft bereitstellen. Das sind 223 Hektar. Wir sehen keinen Grund, in vorauseilendem Gehorsam schon jetzt mehr Flächen auszuweisen und dafür wertvolle Naturgebiete zu opfern. Zwar müsste Berlin nach gegenwärtiger Rechtslage bis Ende 2032 446 Hektar Windenergieflächen ausweisen, doch will die Bundesregierung die entsprechenden Flächenziele zuvor evaluieren. Ein Teil der Fläche könnte zudem über Staatsverträge in andere Bundesländer ausgelagert werden.  

Die Beteiligung der Öffentlichkeit zu den neuen Windenergieplänen dauert noch bis zum 12. Dezember 2026. Wir rufen alle Bürger dazu auf, sich bei der Beteiligung einzubringen und gegen Windkraft im Wald und in Schutzgebieten Stellung zu beziehen!

Neue Windkraftpläne: besser, aber noch nicht gut | NABU Berlin