Foto: Marc Engler
Foto: Marc Engler
NABU

Jahresbericht 2025 des NABU Berlin

Seite teilen

Seite teilen

Vorlesen

Der NABU Berlin im Jahr 2025

Wie seit Jahren nahm auch 2025 der Druck auf die Berliner Stadtnatur zu. Vor allem als Folge des Baubooms, aber auch durch verstärkte Erholungsnutzung und zunehmende Trockenheit setzte sich der Biodiversitätsverlust in der Hauptstadt fort. Dies dokumentierte nicht zuletzt die 2025 erschienene neue Rote Liste der Brutvögel von Berlin, an deren Erarbeitung mehrere NABU-Mitglieder beteiligt waren: 30 der bei uns brütenden 185 Vogelarten rückten in eine höhere Gefährdungsklasse auf, mit Rohrdommel, Rotmilan und Schleiereule sind weitere drei Vogelarten in der Hauptstadt ausgestorben.

Wir schauen dem schleichenden Naturverlust nicht tatenlos zu, sondern setzten uns auch 2025 dafür ein, den Interessen des Natur- und Artenschutzes Gehör zu verschaffen und die Öffentlichkeit für die Bedeutung der Stadtnatur zu sensibilisieren. Der Kern unseres NABU-Engagements war und ist die praktische Naturschutzarbeit vor Ort. Das Engagement unserer Ehrenamtlichen trägt wesentlich dazu bei, wertvolle Naturgebiete in Berlin, etwa das Vogelschutzreservat am Flughafensee, das Naturschutzgebiet (NSG) Niedermoorwiesen am Tegeler Fließ oder das NSG Biesenhorster Sand in gutem Zustand zu erhalten. Wir freuen uns, dass die vielfältigen Biotoppflege-Einsätze unserer ehrenamtlichen Gruppen auch 2025 wieder viele Menschen, NABU-Aktive ebenso wie externe Interessierte, in die Natur lockten – vom „After Work Rupfing“ auf den Trockenrasen an der Rummelsburger Bucht über die Pflege alter Streuobstwiesen am Naturschutzzentrum Schleipfuhl bis zur Renaturierung der Sanddünen im Wedding und in Karlshorst.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Aktiven, die 2025 mindestens 20.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet haben. Das sind gut 30 Prozent mehr Stunden als 2024 – und damit ein neuer, wirklich fantastischer Rekord!

Unsere Themen 2025

Foto: Janna Einoeder

Naturschutz und Landschaftspflege

Foto: Janna Einoeder

Naturschutz und Landschaftspflege

Besonders beschäftigt haben uns 2025 wieder die großen Neubauprojekte des Berliner Senats. So brachten wir uns im Rahmen der Beteiligungsverfahren mit kritischen Stellungnahmen zu den neuen Stadtquartieren „Am Sandhaus“ in unmittelbarer Nähe der Moorlinse Buch sowie in der Elisabeth-Aue ein.

Überschlagen haben sich die Ereignisse am Pankower Tor, wo wir seit Jahren für den Schutz der letzten Kreuzkröten-Population Berlins kämpfen: In Wildwest-Manier und ohne Genehmigung ließ der Investor zunächst eine benachbarte Kleingartenanlage räumen, obwohl dort geschützte Reptilien und Amphibien im Boden überwinterten. Kurz darauf versuchte die Firma, mit Unterstützung des Berliner Senats und der Wasserbetriebe einen Abwasserkanal auf dem Gelände zu verlegen. Die – zu diesem Zeitpunkt unnötigen – Baumaßnahmen hätten unter anderem die Errichtung einer temporären Umgehungsstraße durch den Lebensraum der Kreuzkröten erfordert. Auf unsere Klage hin zog die Senatsumweltverwaltung ihre aus unserer Sicht unrechtmäßige Genehmigung zurück. Damit konnten wir die Gefahr für die Kreuzkröten bis auf Weiteres abwehren. Bemerkenswert an diesem Vorgang ist, wie sich Senat und landeseigene Betriebe zu Handlangern der Interessen eines Investors machten. Aufgabe der Umweltsenatorin als oberster Naturschützerin Berlins wäre es schließlich gewesen, auf die Einhaltung des Artenschutzrechts zu pochen.

Im Frühsommer legte der Senat seine Planungen für die Ausweisung von Windenergieflächen vor und löste damit viel Aufregung aus. Wir kritisierten scharf, dass fünf der vorgeschlagenen acht Flächen in sensiblen Wäldern und sieben in Schutzgebieten liegen, während Gewerbegebiete praktisch unberücksichtigt blieben. Um Betroffene zu vernetzen, organisierten wir im Juni eine gut besuchte Diskussionsveranstaltung zum Thema Windenergie-Ausbau. Durch unseren Einsatz und unsere Öffentlichkeitsarbeit trugen wir dazu bei, dass mehr als 2.600 Berliner*innen Stellungnahmen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens einreichten, die große Mehrheit davon kritisch. Der NABU Berlin befürwortet ausdrücklich die Nutzung der Windenergie, lehnt den Bau von Windenergieanlagen in Wäldern und Schutzgebieten jedoch ab.

Stellungnahmen, Vernetzung, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit sind zwar ein wichtiger Teil unserer Arbeit, doch setzten wir uns auch praktisch vor Ort für den Naturschutz ein. So stellten wir nun schon im 29. Jahr einen Amphibienzaun am Mahlsdorfer Körnerteich auf, wo sich die Zahl der Erdkröten zuletzt erfreulicherweise stabilisiert hat. Im Rahmen des “Wassernetz Berlin“ führten wir sechs Aufwertungsmaßnahmen an Kleingewässern durch. So entfernten wir mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer*innen invasive Pflanzen am Ufer der Erpe, entschlammten den Arboretumsteich in Treptow-Köpenick und legten schützende Totholzhecken am Görlitzer Parkteich in Kreuzberg sowie am Rübländer Graben in Weißensee an. Mit einer Dialogveranstaltung am Rübländer Graben haben wir Anwohner*innen über das Kleingewässer informiert und für seinen Schutz sensibilisiert.

Weiter im Fokus stand 2025 die ökologische Bedeutung von Friedhöfen. So bepflanzten wir ein naturnahes Mustergrab auf dem Sophienfriedhof in Mitte, das viel öffentliches Interesse erregte und hoffentlich vielen Bürger*innen als Inspirationsquelle dient. Als Finale unserer Kampagne Faszination Falter legten wir an prominenter Stelle einen Raupengarten vor dem Gebäude der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz an.

Weiter setzten wir uns auf einer Begehung mit Berliner Abgeordneten für den Schutz des Emmauswalds in Neukölln ein und suchten den Austausch mit muslimischen Gläubigen, um sie für die Rolle der Friedhöfe als Naturoasen zu sensibilisieren. Bei einer Sitzung des Umweltausschusses zur Novellierung der Baumschutzverordnung brachten wir uns fachlich ein. Schließlich führten wir rund 100 Beratungen zu Themen rund um Heckenschnitt, Baumfällungen und Pflege öffentlicher Grünflächen durch.

Unsere Arbeit im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege - Eine Auswahl

  • Windkraft Berlin - Grafik: Ruth Lankeit

    Keine Windkraft in Wäldern und Schutzgebieten!

    Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung plant eine Änderung des Flächennutzungsplans, um den Bau von Windkraftanlagen zu ermöglichen. Der NABU Berlin unterstützt den Ausbau der Windkraft – nicht jedoch zulasten bedrohter Arten und geschützter Lebensräume.

  • Ein Kleiner Fuchs sitzt auf einer Lavendelblüte.

    Raupenparadies im Herzen der Hauptstadt

    Den neunten und damit letzten Raupengarten der „Faszination Falter"-Kampagne hat der NABU Berlin zusammen mit der Staatsbibliothek an der Potsdamer Straße angelegt.

  • Illustration: Ruth Lankeit; Fotos: Rosenkäfer/Karin-Simone Hauth, Felsenbirne/Wolfgang Patczowsky, Fette Henne/Rolf Jantz, Sandbiene/Volkmar Nix, Haussperling/Jürgen Podgorski, Rundblättrige Glockenblume/Jens Winter, Wald-Vergissmeinnicht/Sonja Klein, Bläuling/Reinhard Lehne (alle über Naturgucker.de)

    Das Grab als Lebensraum

    Friedhöfe sind Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen, die in unseren Städten keine anderen Zufluchtsorte finden. Mit einem Mustergrab auf dem Sophienfriedhof zeigen wir, wie naturnahe Grabgestaltung einen Beitrag zu diesen Lebensräumen leisten kann.

Unsere Themen 2025

Foto: L. Grobbel

Artenschutz

Foto: L. Grobbel

Artenschutz

Unser vom Berliner Senat gefördertes Projekt Artenschutz am Gebäude setzte seine Arbeit fort und widmete sich weiterhin der Aufklärung und Sensibilisierung verschiedenster Akteur*innen in der Baubranche, zum Beispiel Handwerker*innen, Architekt*innen oder Studierende. Dazu führten wir 2025 sieben Schulungen durch und berieten 215 Privatpersonen sowie Unternehmen zur Integration von Nisthilfen und anderen Artenschutzmaßnahmen an Gebäuden.

Aufgrund der regen Bau- und Sanierungstätigkeiten in Berlin besteht ein großer Bedarf an sachkundigen Personen, die Bauvorhaben ökologisch begleiten. Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts lag daher auf der Nachwuchsförderung für den Bereich Artenschutz an Gebäuden. Zu diesem Zweck bot das Projektteam 2025 fünf Workshops an, die sehr gut besucht waren. Außerdem fanden eine Weiterbildungsveranstaltung zum Thema ,,Vögel in der gutachterlichen Praxis – erfassen, erforschen, erhalten‘‘ sowie elf Vernetzungstreffen („Gutachterstammtisch“) statt.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Lichtverschmutzung. Es wurde nicht nur in sämtliche Schulungen integriert, sondern auch im Rahmen einer Kooperation mit der Künstlerin Alona Rodeh kreativ behandelt. Alona Rodehs „Nightcaps“ sind Skulpturen, die auf kugelförmige Straßenlaternen passen und verhindern, dass diese Licht nach oben abstrahlen. Gemeinsam mit der Künstlerin entwickelten wir eine „Nightcap“ in Gestalt einer Fledermaus, um auf die Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf diese Tiere hinzuweisen, und installierten sechs dieser „Hüte“ im Brunnenviertel. Auf öffentlichen Führungen können Interessierte die Installationen besichtigen und sich über das Problem informieren.

Für den ebenfalls vom Senat geförderten Hymenopterendienst des NABU Berlin war 2025 erneut ein Rekordjahr. Mit insgesamt 2118 bearbeiten Fällen rund um Bienen, Wespen und Hornissen bearbeitete das Team 8,7 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahr und bot zudem 21 Veranstaltungen mit insgesamt 356 teilnehmenden Personen an, unter anderem einen Kurs zur naturverträglichen Mahd mit der Sense auf dem Tempelhofer Feld und ein zweitägiges Seminar zur Umsiedlung von Hornissen-, Wespen- und Hummelvölkern.
Außerdem führte der Hymenopterendienst 2025 insgesamt 40 Vor-Ort-Beratungen sowie 16 Umsiedlungen von Hornissen- oder Hummelvölkern durch. Weitere 20 Vor-Ort-Beratungen sowie 79 Umsiedlungen leistete unsere ehrenamtlich arbeitende Fachgruppe Hymenopterenschutz. In vielen Fällen gelang es, durch einfache Sicherheitsmaßnahmen die Insektennester an Ort und Stelle zu erhalten. So hatten sich Feldwespen in der Drive-In-Sprechsäule eines Fast-Food-Restaurants einquartiert, und einzelne Kund*innen wurden bei ihrer Burger-Bestellung gestochen. Nach einer Beratung durften die Tiere jedoch bleiben.
Viel beschäftigt hat uns wieder die Asiatische Hornisse. Erfreulicherweise konnten wir nach eingehender Prüfung aller Meldungen keine neuen Funde der invasiven Art in Berlin bestätigen. Allerdings rückte Vespa velutina im Jahr 2025 bis auf 100 Kilometer an die Berliner Stadtgrenze heran, sodass wir in Anbetracht ihrer Ausbreitungsgeschwindigkeit mit ihrem Wiederauftauchen in Berlin 2027/28 rechnen. Die beiden ersten in Sachsen-Anhalt entdeckten Nester wurden durch ein Mitglied der Berliner NABU-Fachgruppe Hymenopterenschutz entfernt.
Erfreulicherweise wurde am Jahresende 2025 die Finanzierung des Hymenopterendiensts durch den Berliner Senat längerfristig gesichert.

Unsere Arbeit im Bereich Artenschutz - Eine Auswahl

  • Haus- und Feldsperling - Foto: Frank Derer

    Sorge um Berliner Spatzen

    Bei der „Stunde der Gartenvögel“ brach die Zahl der Hausspatzen um 28 Prozent ein, die Zahl der Feldsperlinge hat sich im Vergleich zu 2024 sogar fast halbiert. Die Ursache des Rückgangs ist unbekannt.

  • Foto: Julia Lorenz

    Laternenhüte gegen Lichtverschmutzung

    Im Berliner Brunnenviertel schmücken „Nightcaps“ die Kugellaternen. Dadurch wird das Licht bei Nacht gezielt auf den Boden gelenkt. Das Projekt stammt von der Künstlerin Alona Rodeh, die auch mit dem NABU-Projekt Artenschutz am Gebäude zusammengearbeitet hat.

  • Wochenstube Großes Mausohr Ottosch _fer

    Tipps zum Umgang mit verirrten Fledermäusen

    Jetzt im August sind die jungen Fledermäuse auf der Suche nach Quartieren; da können ein gekipptes Fenster und die Falten in der Gardine schon mal missverstanden werden. Wir geben Tipps, wie sie sich bei einem Fledermauseinflug richtig verhalten.

Unsere Themen 2025

Foto: Marc Engler

Wildvogelstation

Foto: Marc Engler

Wildvogelstation

Unsere Wildvogelstation in Marzahn betreute im vergangenen Jahr 971 Wildvögel aus 31 verschiedenen Arten stationär oder im Außendienst. Die häufigste Art war mit 749 Individuen die Stockente, die das Team hauptsächlich im Außendienst durch Umsetzungen und Adoptionen während der Brutzeit versorgte. Unter den 196 stationär betreuten Wildvögeln waren Ringeltauben (51), Turmfalken (22) und Haussperlinge (18) die häufigsten Arten. Die größte Gruppe der aufgenommenen Wildvögel waren verwaiste Jungtiere (91) sowie Vögel mit unspezifischen Verletzungen (66). Weitere 32 Wildvögel waren mit Scheiben oder Gebäuden kollidiert.
Einen besonderen Gast durfte die Wildvogelstation im März betreuen: Ein Seeadler war bei Eisenhüttenstadt bewegungsunfähig mit Verletzungen aus einem Revierkampf aufgefunden worden. Da es in Brandenburg nach der Schließung der Naturschutzstation Woblitz keine geeigneten Aufnahmeinrichtungen mehr gibt, kam der Vogel nach Berlin und konnte nach drei Wochen Rehabilitation erfolgreich wieder ausgewildert werden.
Zusätzlich zum Stationsbetrieb leistete das Team 147 Außendiensteinsätze, die hauptsächlich der Umsiedlung von Stockentenfamilien (116 Fälle) dienten, aber auch der Rückführung junger Steppen- oder Silbermöwen, die von Brutkolonien auf Dächern im Stadtzentrum heruntergefallen waren oder von Stürmen verweht wurden (14 Einsätze). In ebenfalls 14 Fällen dienten die Einsätze der Integration vorzeitig aus dem Nest gesprungener Mauerseglerküken in Adoptionsfamilien. Dass insgesamt 15 Jungvögel erfolgreich in neue Familien eingesetzt werden konnten, war ein großer Erfolg unseres noch jungen Adoptionsprogramms. Die ersten vom Gebäudeinneren zugänglichen Mauerseglerkästen wurden erst 2023 installiert und zügig von den Vögeln angenommen. In Hinblick auf die Klimaerwärmung ist das Adoptionsprogramm von großer Bedeutung, da es aufwändige Handaufzuchten unnötig macht und den Jungvögeln bessere Überlebenschancen gibt.

Die Arbeit in der Wildvogelstation - Eine Auswahl

  • Ein Seeadler sitzt auf einem Ast in einer Voliere.

    Seltener Gast in der Wildvogelstation

    Ein ganz besonderer Pflegling erholte sich im März in der Wildvogelstation: ein Seeadler. Das Tier kam aus Brandenburg, da es in dem Bundesland nach der Schließung der Naturschutzstation Woblitz keine geeigneten Einrichtungen mehr gibt.

  • Verwaister Mauersegler wird in Adoptionsnistkasten gesetzt.

    15 verwaiste Baby-Mauersegler finden neue Familien

    Nachdem im letzten Jahr die erste Mauersegleradoption geglückt war, konnten in diesem Jahr bereits 15 junge Mauersegler in neue Familien gebracht werden! So können die Jungvögel naturnah von Artgenossen aufgezogen werden.

  • Ein Turmfalke sitzt in einer Voliere auf einem Ast.

    Turmfalke überlebt Glasschlag am Flughafen

    Glasscheiben stellen für Vögel eine große Gefahr dar. Das hat jetzt auch ein Turmfalke am eigenen Leib erfahren müssen, als er am Flughafen BER mit einer Scheibe kollidierte. In der NABU-Wildvogelstation konnte er wieder gesundgepflegt werden.

Unsere Themen 2025

Foto: Jens Scharon

Wildtierberatung

Foto: Jens Scharon

Wildtierberatung

Das seit 2014 existierende Wildtiertelefon des NABU Berlin wurde auch 2025 wieder rege in Anspruch genommen. Mit knapp 3.000 beantworteten Anfragen bewegte sich die Nachfrage auf dem Niveau des Vorjahrs.
Im Spannungsfeld zwischen der Meinung, Wildtiere hätten in der Stadt nichts zu suchen, und einer oft maßlosen Tierliebe mussten die beiden Beraterinnen wieder viel diplomatisches Geschick beweisen, um sachliche Informationen zu vermitteln und den Bürger*innen angemessene Handlungsempfehlungen zu geben. In vielen Gesprächen gelang es jedoch, die Grundlage für ein friedliches Miteinander von Mensch und Wildtier zu schaffen.
Spitzenreiter bei den Beratungsgesprächen war 2025 nicht mehr wie in den beiden Vorjahren der Waschbär. Vielmehr eroberte der Fuchs mit 714 Beratungen seinen ersten Platz zurück und lag damit deutlich vor dem maskierten Kleinbären (625 Beratungen). Auf den Plätzen drei bis fünf landeten Wildschwein (175), Steinmarder (53) und Rehwild (43 Beratungen), das sich in begrünten Hinterhöfen in Karlshorst und Hohenschönhausen offenbar zunehmen wohl fühlt.
Der kurioseste Wildtierfund des Jahres war zweifellos ein Gecko, der in einer Reparaturwerkstatt in einem Fahrradschlauch entdeckt wurde. Aber auch ein aus privater Tierhaltung entlaufener Polarfuchs und Krabben in einem Hinterhofe in Lichterfelde sorgten für Beratungsbedarf.

Die Themen der Wildtierberatung - eine Auswahl

  • Foto: Heiko Anders

    Senatorin Bonde will nicht vorhandene Wölfe abschießen können

    In Berlin gibt es keine Wölfe. Trotzdem schließt sich Senatorin Bonde einem Schreiben an, um den günstigen Erhaltungszustand des Wolfes festzustellen. So sollen die Tiere in Zukunft einfacher abgeschossen werden können.

  • Ein Waschbär schaut mit seinem Jungen aus einer Baumhöhle heraus.

    Wie der Waschbär die Gemüter spaltet

    Über den Waschbären scheiden sich die Geister. Die einen sind Fan des putzigen Tieres, die andere wollen ihn am liebsten loswerden. Tatsächlich ist die Frage, wie mit der invasiven Art umzugehen ist, nicht einfach zu beantworten.

  • Junger Rotfuchs - Foto: Jens Scharon

    Wildvogelstation und Wildtierberatung auch 2025 stark gefragt

    Fuchs, Stockente und Marder gehören zur Berliner Stadtnatur. Bei Fragen und Problemen mit unseren tierischen Mitbewohnern haben sich im letzten Jahr 10.000 Bürger*innen an unsere Wildvogelstation und Wildtierberatung gewendet.

Unsere Themen 2025

Foto: Kamil Janus

Umweltbildung

Foto: Kamil Janus

Umweltbildung

Am 1. März 2025 fand der 24. Berliner Naturschutztag des NABU Berlin mit mehr als 250 Teilnehmenden statt. Er widmete sich in diesem Jahr dem Thema „Renaturierung“, das nicht zuletzt durch das 2024 beschlossene „Nature Restoration Law“ der EU an Aktualität gewonnen hatte. Es wurde deutlich, dass Renaturierung nicht nur in Flächenländern stattfinden muss, sondern auch und gerade in Großstädten. Auch ehrenamtlich Aktive des NABU Berlin sind oder waren an Renaturierungsprojekten beteiligt, zum Beispiel im Landschaftspark Herzberge und auf der eiszeitlichen Sanddüne im Wedding.

Ein weiteres Highlight des Jahres war unsere Ausstellung „Raupen im Blitzlicht“, die aus dem gleichnamigen Fotowettbewerb im Vorjahr hervorgegangen ist und mit der wir auf den Rückgang der Schmetterlinge und die Bedeutung von Wildpflanzen als Raupennahrung aufmerksam machen. Die Fotos wurden als Wanderausstellung in zwei Berliner Bibliotheken gezeigt und fanden im Juli bis auf Weiteres ein Zuhause in einem viel frequentierten Flur des Einkaufszentrums „Schönhausee Allee Arcaden“.

In unserer vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift „Natur in Berlin“ informierten wir auch 2025 wieder unsere Mitglieder und andere Naturinteressierte über Themen rund um die Stadtnatur. Schwerpunktthemen des Jahres waren Nachtfalter, Renaturierung Gewässerschutz und die neue Rote Liste der Brutvögel in Berlin.

Sehr aktiv warben wir auf unseren Social-Media-Kanälen für den Natur- und Artenschutz in Berlin. Auf Instagram konnten wir im Herbst die Marke von 10.000 Followern überschreiten. Wegen der negativen Entwicklungen auf X zogen wir uns – wie auch der NABU-Bundesverband – im Januar 2025 von dieser Plattform zurück. Weiterhin aktiv und erfolgreich waren wir auf Facebook, TikTok und seit Anfang 2025 auch auf LinkedIn. Sehr beliebt waren unsere neuen Signal- und WhatsApp-Kanäle, mit denen wir Interessierte, nicht nur, aber vor allem aus den ehrenamtlichen Gruppen über aktuelle Themen und Veranstaltungen informieren. Mit unserem vierteljährlich erscheinenden E-Mail-Newsletter erreichten wir 2025 mehr als 2.300 Interessierte.

Wie im Vorjahr gab es 2025 zwölf Kinder- und Jugendgruppen der NAJU Berlin, die von ehrenamtlichen Jugendleiter*innen in regelmäßigen Gruppentreffen betreut und von uns unterstützt wurden. Für ornithologisch interessierte Kinder und Jugendliche gibt es beispielsweise den „Mini Birders Club“ und den „Young Birders Club“, während Fledermausfans bei den „Abendseglern“ auf Gleichgesinnte treffen. Drei weitere Kinder- und Jugendgruppen befanden sich zum Jahresende in Gründung.

Im Bereich der Erwachsenenbildung engagierten sich vor allem unsere ehrenamtlichen Bezirks- und Fachgruppen mit zahlreichen Führungen, Vorträgen und Exkursionen für ein breites Publikum. Großer Nachfrage erfreuten sich wie immer die Vogelführungen in Berliner Parks und in den Naturgebieten am Stadtrand. Sehr beliebt waren auch die Spaziergänge entlang der geplanten Trasse der Schnellstraße TVO in der Wuhlheide sowie die botanischen und naturhistorischen Führungen der Bezirksgruppe Reinickendorf. Neu war 2025 das Format der „Bat Walk and Talks“. Dabei handelt es sich um witterungsabhängig kurzfristig angesetzte Fledermausführungen der Bezirksgruppe Spandau. Gut besucht waren auch die Vorträge der FG Baumschutz zu Themen wie „Baumschutz auf Baustellen“.

Nicht zuletzt waren der NABU Berlin und seine ehrenamtlichen Gruppen im Jahr 2025 wieder bei zahlreichen Festen und Veranstaltungen mit Info-Ständen präsent, um vielfältige Zielgruppen über unsere Themen zu informieren und für den Schutz der Stadtnatur zu gewinnen. So waren wir wie immer beim Umweltfestival am Brandenburger Tor präsent, beim Staudenmarkt im Botanischen Garten, beim Erntedankfest am Hahneberg (BG Spandau), auf dem Pankefest, auf dem Adventsökomarkt am Kollwitzplatz (beides BG Pankow) und anderen Stadtteilfesten.

Unsere Arbeit im Bereich Umweltbildung - Eine Auswahl

  • Zwei Männer und zwei Frauen sitzen sich auf einer Bühne gegenüber und unterhalten sich. Im Hintergrund ist ein Bildschirm mit der Illustration des Naturschutztages.

    25. Berliner Naturschutztag

    Auf dem 25. Berliner Naturschutztag diskutieren wir über die Herausforderungen der Wohnumfeldgestaltung, über „Animal Aided Design“ in der Stadtplanung, über Gründächer, Entsiegelung und umweltfreundliche Beleuchtung.

  • Foto: querbeet/Getty Images Signature

    Mitgliedermagazin „Natur in Berlin“

    Unser Mitgliedermagazin berichtet über alle Themen rund um die Berliner Stadtnatur. „Natur in Berlin“ erscheint viermal im Jahr und wird allen Berliner NABU-Mitgliedern kostenlos zugestellt.

  • Zwei Männer und eine Frau stehen hinter einem Stand mit Informationsmaterial und einem Glücksrad.

    Fest an der Panke 2025

    Jedes Jahr findet das Fest an der Panke statt. Dieses Jahr war auch der NABU durch einen Stand der Bezirksgruppe Pankow vertreten.

Unsere Themen 2025

Foto: Martín Hernán Castro

Ehrenamtliches Engagement

Foto: Martín Hernán Castro

Ehrenamtliches Engagement

Unsere rund 400 Aktiven in den zwölf Bezirksgruppen, drei Arbeitsgruppen und sieben Fachgruppen setzten ihre erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr fort. Nach wie vor steht in den meisten Bezirks- und in den drei Arbeitsgruppen traditionell die Pflege ökologisch wertvoller Gebiete im Vordergrund. Zu den wichtigsten Flächen, die von Ehrenamtlichen des NABU Berlin betreut wurden, gehörten auch 2025 das Vogelschutzreservat am Flughafensee, Biotope in den Naturschutzgebieten NSG Biesenhorster Sand, Niedermoorwiesen am Tegeler Fließ (Köppchensee) und Glühwürmchengrund (Spandau), die eiszeitlichen Sanddünen im Wedding und in Karlshorst, Trockenrasen an der Rummelsburger Bucht, die Gatower Wiesen, mehrere Streuobstwiesen in Marzahn sowie eine Vielzahl an Blühflächen und -wiesen zum Beispiel in Reinickendorf, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf, Treptow-Köpenick und auf dem Friedhof St. Paul im Wedding.

Neu ist das Engagement der erst 2024 gegründeten Bezirksgruppe Neukölln am Krummen Katzenpfuhl in Rudow, wo die Aktiven unter anderem einen Überwinterungsplatz für Amphibien anlegten und für die Tiere gefährliche Schächte in der Umgebung sicherten. Die ebenfalls junge Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg engagierte sich ebenfalls im Gewässerschutz, und zwar am Waldpfuhl in Lichtenrade. Schon seit langem kümmert sich die Bezirksgruppe Lichtenberg um diverse Kleingewässer wie den Kleinen Mühlenpfuhl in der Siedlung Wartenberg und den Schulteich im Landschaftspark Herzberge.

Neben natürlichen Biotopen pflegen NABU-Aktive auch naturnahe Gärten in verschiedenen Teilen der Stadt. So legte die Fachgruppe Naturgarten 2025 auf ihrer Kleingartenparzelle in der Anlage „Am Anger“ in Pankow einen Teich an. Aktive der BG Friedrichshain-Kreuzberg betreuen seit vielen Jahren den Duftgarten im Volkspark Friedrichshain. Die BG Tempelhof-Schöneberg pflegt ebenfalls eine Kleingartenparzelle in der Tempelhofer Kolonie „Frieden“ und die NAJU Berlin betreut einen Garten nahe der der S-Bahnstation Bornholmer Straße.

Zu diesem beständigen, teils seit Jahrzehnten verfolgtem Engagement in der Biotop- und Flächenpflege kamen punktuelle Aktivitäten, etwa Müllsammelaktionen unter anderem an der Moorlinse Buch (BG Pankow) und entlang der naturnahen Ufer der Rummelsburger Bucht sowie Pflanzaktionen, zum Beispiel am Charlottenburger Ziegenhof, wo die Fachgruppe Baumschutz Obstbäume und Wildobststräucher zur Stärkung der Biodiversität pflanzte. Traditionell engagiert sich die BG Reinickendorf stark bei der naturnahen Pflege und Aufwertung öffentlicher Grünflächen, die in diesem Jahr allerdings durch die Folgen der schweren Sommerstürme erschwert wurde. Als neues Projekt kam 2025 die Gestaltung des Gartens einer AWO-Seniorentagesstätte in Reinickendorf hinzu. Außerdem engagierte sich die Gruppe beim Projekt „1000 Gärten“ des NABU-Bundesverbands und der Diakonie und beteiligte sich an mehreren Pflanzaktionen am Frohnauer P.A.N.-Zentrum. Ebenfalls im Rahmen dieses Projekts legte die Bezirksgruppe Treptow-Köpenick gemeinsam mit einer Kinderschutzeinrichtung in Adlershof einen insektenfreundlichen Garten an, und die BG Tempelhof-Schöneberg gestaltete ein Diakonie-Gelände in Lichtenrade naturnah um.

Ein Höhepunkt des Jahres war eine dramatische Amphibienrettungsaktion in Spandau, wo während einer Hitzewelle Anfang Juli ein Wasserrückhaltebecken leerlief, sodass Tausende noch nicht voll entwickelter Molche zu vertrocknen drohten. In zwei spontan organisierten Einsätzen am Wochenende gelang es Aktiven der Bezirksgruppe Spandau, mehr als 8.000 junge Molche zu bergen und in ein anderes Wasserbecken zu überführen. Der Amphibienschutz spielt auch bei der Bezirksgruppe Treptow-Köpenick traditionell eine große Rolle, die während der Laichsaison zwischen Februar und Juni insgesamt 900 Meter Amphibienschutzzaun in Rahnsdorf zweimal täglich kontrollierten und Hunderte Kröten sicher zu ihren Laichgewässern im Rahnsdorfer Stausee und im Fredersdorfer Mühlenfließ transportierten.

Ein weiteres zentrales Thema vieler NABU-Gruppen ist der Vogelschutz. Dabei stehen insbesondere die Anbringung und Wartung von Nistkästen im Vordergrund. Aktive des NABU Berlin betreuen Tausende Nistkästen in ganz Berlin, unter anderem im Großen Tiergarten, im Spandauer Forst, im Stadtpark Steglitz und im Treptower Park. Eine andere Facette des Vogelschutzes ist die Gebäudebrüter-Datenbank der Bezirksgruppe Steglitz-Zehlendorf, die seit vielen Jahren Niststandorte an Gebäuden registriert und öffentlich zugänglich macht, so dass diese bei anstehenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen geschützt und gegebenenfalls ersetzt werden können. Dem Problem des Vogelschlags an Glas wiederum widmet sich seit kurzem eine Arbeitsgruppe der Bezirksgruppe Neukölln.

Last but not least engagieren sich die Ehrenamtlichen des NABU Berlin bei verschiedenen Monitorings- und Kartierungsprojekten, die wichtige Daten als Grundlage für Schutzmaßnahmen liefern. So kartierte die AG Rummelsburger Bucht Wasservögel vom Paddelboot aus (und konnte zwei Haubentaucher-Bruten nachweisen), die Fachgruppe Entomologie setzte ihre seit 2023 laufenden Erfassungen von Schmetterlingen, Käfern, Wildbienen und Wespen im Naturschutzgebiet Löcknitztal fort, die AG Flughafensee führte an sechs Tagen im Spätsommer und Herbst Vogelberingungen durch, und ein Aktiver der BG Pankow kontrollierte täglich den Wasserstand der Moorlinse Buch.

Eine besondere Würdigung unseres ehrenamtlichen Engagements war 2025 schließlich die Verleihung des Berliner Naturschutzpreises an unseren Aktiven Frank Sieste, der seit 40 Jahren die AG Flughafensee leitet und seit 2022 zudem Beisitzer im Vorstand des NABU Berlin ist. Ausgezeichnet wurde auch unsere AG Rummelsburger Bucht, die sich über den Lichtenberger Naturschutzpreis 2025 freuen durfte.

Berichte aus unseren Gruppen - Eine Auswahl

  • Eine Erdkröte sitzt auf einer Hand. Im Hintergrund sieht man eine Person mit NABU-Kleidung

    Erfassung und Bergung von Amphibien

    Die Bezirksgruppe Spandau hat zusammen mit dem Ökowerk Berlin Amphibien an der Großen Steinlanke erfasst und geborgen.

  • Zwei Frauen stehen im Schnee, zu ihren Füßen ein geöffneter Nistkasten. Neben ihnen steht eine Leiter.

    Erfolgreiche Nistkastenreinigung im Stadtpark Steglitz

    Im Februar trafen sich bei Schnee und frostigen Temperaturen engagierte NABU-Mitglieder der Bezirksgruppe Steglitz-Zehlendorf im Stadtpark Steglitz, um die Nistkästen im Park zu säubern und für die kommende Brutsaison vorzubereiten.

  • Frank Sieste - Foto: NABU/E. Neuling

    NABU-Ehrenamtlicher erhält Berliner Naturschutzpreis

    Frank Sieste, der seit 40 Jahren am Flughafensee aktiv ist und als Beisitzer im Vorstand des NABU Berlin sitzt, gewann den Berliner Naturschutzpreis 2025.


Einige Aktionen und Projekte aus den Gruppen

  • Ehrenamtliche sammeln Molche ein

    Dramatische Amphibienrettungsaktion der BG Spandau im Juli, Foto: L.Grobbel

  • Pflege eines Blühstreifens im Stadtpark Steglitz - Foto: BG Steglitz-Zehlendorf

  • Anlage eines Teiches im NABU Naturgarten - Foto: FG Naturgarten

  • Müllsammelaktion in der Rummelsburger Bucht - Foto: Martín Hernán Castro

  • Truppe bereit zur Nistkastenreinigung in Treptow-Köpenick - Foto: BG Treptow-Köpenick

  • Wasservogelmonitoring in der Rummelburger Bucht - Foto: AG Rummelsburger Bucht

  • Exkursion Gemeinschaftsgarten am Ostkreuz - Foto: BG Friedrichshain-Kreuzberg

  • Einweihung 1.000-Gärten-Projekt der BG Reinickendorf - Foto: BG Reinickendorf

  • Aufschichtung Steinhaufen Biesenhorster Sand - Foto: J. Scharon

  • Entmulmung Krummer Katzenpfuhl BG Neukölln - Foto: Lukas Herbecke

  • Pflege Gatower Wiesen - Foto: A. Federschmidt

  • Verleihung Lichtenberger Umweltpreis AG Rummelsburger Bucht - Foto: H. Schwarz

Unsere Themen 2025

Foto: nattanan23/pixabay

Finanzen

Foto: nattanan23/pixabay

Einnahmen

2025 konnte der NABU Landesverband Berlin die Marke von 22.000 Mitgliedern souverän halten und legte weiter zu: Bis zum 31.12.2025 stieg die Mitgliederzahl auf 22.936 Personen. Damit konnten wir 1.037 neue NABU-Mitglieder begrüßen. Im April 2026 haben wir schließlich die 23.000er Marke überschritten.

Unverändert stellten die Mitgliedsbeiträge in Höhe von 638.102 € im Jahr 2025 die wichtigste Säule unserer Einnahmen dar. Hinzu kamen Projektförderungen durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz (SenMVKU) in Höhe von 759.783 €, die für Personal und Sachmittel spezifischer Projekte wie “Artenschutz am Gebäude” und „Hymenopterendienst“ verwendet wurden. Auch in 2025 konnten wir uns dank der Sondermittel aus dem Berliner Landeshaushalt über einen kostendeckenden Betrieb der Wildvogelstation durch SenMVKU freuen. Die dritte Säule unserer Einnahmen, die Spenden und Patenschaften, trugen mit 289.355 € zur Finanzierung unserer Naturschutzarbeit bei – ein neuer Spitzenwert bei den Spenden, der das bisherige Rekordjahr 2020 übertraf. Besonders erwähnenswert ist hierbei eine Einzelspende über 100.000 € für die Jugendumweltbildung.

Hingegen lahmte unser wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, der im Wesentlichen aus dem Verkauf von Nisthilfen besteht, mit nur 16.320 € Einnahmen. Ursache hierfür dürften auch der durchgeführte Ladenumbau und die damit verbundenen Schließzeiten gewesen sein.

Insgesamt wurden Einnahmen in Höhe von 1.753.193 € erzielt, die unseren (wie üblich eher konservativen) Haushaltsansatz um rund 415.710 € überschritten.


Einnahmen des NABU Berlin 2025 - Illustration: Ruth Lankeit

Einnahmen des NABU Berlin 2025 - Illustration: Ruth Lankeit

Ausgaben

Infolge der umfassenden Sanierung des Ladengeschäfts und des Veranstaltungsraums in der Geschäftsstelle (neue Möblierung, Elektrik, Bodenbeläge und Veranstaltungstechnik sowie Malerarbeiten und Logo-Installation) wurde der ursprüngliche Planansatz von rund 110.000 € deutlich überschritten. Einige Ausgaben, wie die Küchensanierung im Erdgeschoss, stellten sich erst während der Renovierungsarbeiten als notwendig heraus. Insgesamt wurden 2025 135.253 € investiert, 2026 fielen weitere 18.269 € für den Abschluss des Umbaus an.

Mit insgesamt 876.132 € wurde der Natur- und Artenschutz in Berlin unterstützt und umgesetzt. Öffentlichkeitsarbeit und Presse schlugen mit rund 231.394 € zu Buche. Für die Jugendumweltbildung wurde zum 1.1.2026 eine eigene Stelle neu eingerichtet, die insbesondere die NAJU unterstützen wird.

In der Bilanz ergab sich für den NABU Berlin im Jahr 2025 ein Gewinn von 72.601 €, was vor allem der ausgeglichenen Finanzierung der Wildvogelstation zuzuschreiben ist sowie der bisher ausgebliebenen Inanspruchnahme des vom Vorstand aufgelegten Artenschutzfonds durch die Gruppen. Die Rücklagen stiegen daher auf 1.772.362 €.

Der Jahresabschluss 2025 wurde im März 2026 durch eine Kassenprüferin und einen Kassenprüfer geprüft und blieb ohne inhaltliche Beanstandungen.


Ausgaben des NABU Berlin 2025 - Illustration: Ruth Lankeit

Ausgaben des NABU Berlin 2025 - Illustration: Ruth Lankeit

Ausblick 2026

Der Finanzplan 2026 wurde etwas progressiver, doch unverändert ohne Berücksichtigung nicht antizipierbarer Einnahmen wie Erbschaften aufgestellt. Zudem hoffen wir auf steigende Einnahmen aus dem Verkauf im Ladengeschäft, das wir nun sukzessive mit einem wachsenden Produktangebot ausstatten. Für den Warenkauf und eine neu einzurichtende Stelle im Verkauf werden jedoch zunächst weitere Investitionen erforderlich sein.

Vor dem Hintergrund der reduzierten Zuwendungen für die Wildvogelstation rechnen wir aktuell für 2026 mit einem Defizit von rund 145.000 €.

Spenden und Stadtnatur bewahren

Damit wir unsere Arbeit auch in den nächsten Jahren so erfolgreich umsetzen können, sind wir auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Helfen Sie uns, die Berliner Stadtnatur zu verteidigen!

Datenschutz-Info

An dieser Stelle ist ein Youtube-Video eingebunden. Beim Abspielen wird nur die IP-Adresse an Youtube übertragen.

Der NABU vor Ort

Interaktive Karte mit allen NABU-Landesverbänden

Der NABU Berlin auf Social Media

Unsere Messenger-Kanäle

Adresse & Kontakt

NABU-Landesverband Berlin
Wollankstraße 4
13187 Berlin

Telefon 030 - 98 60 83 7-0
lvberlin@nabu-berlin.de

Telefonzeiten:
Mo: 13:00 - 16:00 Uhr
Di bis Do: 11:00 - 13:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr
Fr: 11:00 - 13:00 Uhr

Zeiten können an Feier- und Brückentagen abweichen.

Wildtierberatung

Telefon 030 - 54 71 28 91
wildtiere@nabu-berlin.de

Wildvogelstation

Telefon 030 - 54 71 28 92
wildvogelstation@nabu-berlin.de

Fragen zu Wildbiene, Hummel und Hornisse

Telefon 0178 - 93 197 10
kontakt@hymenopterendienst.de

Spenden für die Natur

Naturschutzbund Deutschland Landesverband Berlin e.V.
IBAN: DE80370205000003293200
SozialBank

Direkt online spenden Newsletter abonnieren

Angebote & Projekte

  • Artenschutz am Gebäude
  • Hymenopterendienst
  • Storchenschmiede Linum
  • Umweltbildung
  • Wassernetz Berlin
  • Wildtierberatung
  • Wildvogelstation

Ehrenamt

  • Alles rund ums Ehrenamt
  • Bezirksgruppen
  • Fachgruppen

Kampagnen

  • Natürlich Strauch!
  • Faszination Falter

Tiere & Pflanzen

  • Insekten
  • Säugetiere
  • Vögel
  • Pflanzen
  • Was tun, wenn ...?

Ökologisch leben

  • Tipps
  • Balkon & Garten
  • Recycling

NABU Berlin

  • Team
  • Jobs
  • Termine & Veranstaltungen
  • Spenden
  • Mitglied werden
  • Impressum & Datenschutz
  • Cookie-Einstellungen

Spenden für die Natur

Naturschutzbund Deutschland Landesverband Berlin e.V.
IBAN: DE80370205000003293200
SozialBank

  • Presse
  • Newsletter
  • NABU-Netz
  • Shop

Ja, ich möchte mehr über die Naturschutzarbeit des NABU erfahren.

Der individualisierte und an Ihren Interessen ausgerichtete Newsletter ist jederzeit abbestellbar. Mehr Informationen dazu finden Sie in unseren Hinweisen zum Datenschutz.

  • English Version