Rothalstaucher - Foto: Marc Engler
Bruchlandung bei Rückzug aus dem Winterquartier
Rothalstaucher nach Genesung an der Havel ausgewildert
Ein verletzter Rothalstaucher ist auf einer Terrasse in einem Wohngebiet in Berlin-Neukölln gefunden worden. Das Tier war flugunfähig und wurde von einem Bürger in die Klein- und Heimtierklinik der Freien Universität Berlin gebracht.
Bei der Untersuchung stellten die Tierärzte eine Fraktur des Schlüsselbeines sowie ein Hämatom im Schulterbereich fest. Unklar bleibt, ob dies die Folge einer Kollision mit einem Gebäude oder die Folge einer Bruchlandung auf einer spiegelnden Straße während des Rückzugs aus dem Winterquartier war. Insbesondere nasse Straßen können bei schwierigen Lichtverhältnissen von Wasservögeln aus der Luft fälschlicherweise als Rinnsal interpretiert werden, die dann angeflogen werden.
Dank der schnellen Versorgung und Pflege in der NABU-Wildvogelstation verlief die Genesung des Vogels jedoch ausgesprochen positiv: Bereits eine Woche später konnte er wieder uneingeschränkt fliegen und an der Havel ausgewildert werden, wo der Rothalstaucher optimale Bedingungen für einen sicheren Neustart vorfand.
Wildvögel in Not
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Patenschaft übernehmenWasservogel mit ausgeprägtem Balzverhalten
Der Rothalstaucher gehört zu den Teil- und Kurzstreckenziehern und ist ein sehr seltener Gast in Berlin. In der Regel kehrt die Art im März in ihre Brutgebiete zurück. Den Zeitraum vom Spätherbst bis zum Frühjahr verbringen sie überwiegend auf tieferen Seen sowie an Meeresbuchten, etwa an der Nord- und Ostsee. Der Wasservogel ist außerhalb der Brutzeit meist nur selten aus nächster Nähe zu beobachten. Zur Paarungszeit hingegen balzen und verteidigen sie ihr Revier lautstark.
Fun Fact: Rothalstaucher gehören zu den Lappentauchern – sie haben statt Schwimmhäuten kleine Schwimmlappen zwischen den Zehen.
Text: Jasmin Sadig, 12.05.2026
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