Erfolg für Natur- und Artenschutz
Wir begrüßen Kurskorrektur von CDU und SPD bei Haushaltsverhandlungen
Rotes Rathaus - Foto: MEH - Bergmann
Berlin, 19. Dezember 2025 – Anlässlich der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2026/2027 durch das Berliner Abgeordnetenhaus gestern begrüßen wir, dass die von der Großen Koalition eingebrachten Änderungsanträge im Bereich Natur- und Artenschutz fraktionsübergreifend angenommen wurden. Damit können die NABU-Projekte „Artenschutz am Gebäude“ und der „Hymenopterendienst“ voraussichtlich auch in den kommenden zwei Jahren fortgeführt werden. Eine erhöhte Förderung der NABU-Wildvogelstation ermöglicht zudem die Weiterbeschäftigung der im Jahr 2025 zusätzlich eingestellten Kräfte für die telefonische Beratung zu Wildvögeln.
Wir freuen uns sehr, dass viele der zunächst geplanten Kürzungen im Natur- und Artenschutz zurückgenommen wurden Das ist ein hart errungener Erfolg, auf den wir stolz sind. So können wir den Berliner*innen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen – etwa bei Fragen zu Fledermäusen, Hornissen oder bei der Versorgung verletzter Wildvögel. Dass wir allerdings erneut bis kurz vor Weihnachten um diese wichtige Unterstützung bangen mussten, ist nicht hinnehmbar. Wir wünschen uns künftig mehr Verlässlichkeit und Langfristigkeit in der Zusammenarbeit mit dem Land Berlin – sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt. Zudem erwarten wir, dass die Berliner Landesregierung den Natur- und Artenschutz auch über die Haushaltsverhandlungen hinaus stärkt, insbesondere im Bereich der Stadtentwicklung.
Darüber hinaus sieht der Doppelhaushalt weitere Investitionen in Umwelt- und Naturschutzprojekte vor, darunter Maßnahmen zum Wildbienenschutz (100 geplante Blühflächen im Rahmen des Projekts „Bestäuberfreundliche Stadt“), zur Umweltbildung wie den Wiederaufbau des durch Brandstiftung zerstörten Freilandlabors Britz, zur Schwammstadt durch zusätzliche Mittel für die Umstellung auf Trennsysteme sowie ins Stadtgrün, etwa durch Maßnahmen zur nachhaltigen Stärkung des Berliner Baumbestands.
Bedauerlicherweise wurde im Haushalt noch immer viel Geld für teure Straßenbauprojekte im Haushalt eingeplant – trotz einer inzwischen verdoppelten Kostenschätzung von über 600 Millionen Euro hält der Berliner Senat unverändert am Bau der Tangentialverbindung Ost fest. Ein besseres Signal für den Klimaschutz wäre die Entsiegelung statt weiterer teurer Versiegelung gewesen.
Text: Janna Einöder, 19.12.2025
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