Vogel des Jahres 2026
Der Gewinner steht fest
Das digitale Wahlbüro zur Vogelwahl ist geschlossen. Fünf Vogelarten standen bis zum 9. Oktober zur Wahl, nun steht das Ergebnis fest: Das Rebhuhn hat mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Mehr →
Waldohreule - Foto: Carsten Pusch
Berlin, 02. September 2025 – Heute starten NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) wieder die Wahl zum „Vogel des Jahres“. Alle Interessierten können abstimmen, welche Art im kommenden Jahr die Krone der Vogelwelt tragen soll. Zur Wahl stehen die Amsel, das Rebhuhn, die Schleiereule, die Waldohreule und der Zwergtaucher. Jeder Vogel steht dabei stellvertretend für ein wichtiges Naturschutzthema, das eine breite Aufmerksamkeit verdient.
Waldohreule: Symbol für bedrohte Freiflächen
Der Favorit des NABU Berlin ist die Waldohreule (Asio otus), die für das Thema Strukturvielfalt in den Ring geht. „Schon letztes Jahr haben wir uns für die Waldohreule eingesetzt, da ist sie ganz knapp auf Platz zwei gelandet – dieses Jahr holt sie sich die Krone!“, sagt Imke Wardenburg, Teamleiterin Naturschutz beim NABU Berlin. „Wir unterstützen die hübsche Eule mit den Pinselohren, da sie ein Symbol für die Bedeutung der bedrohten Freiflächen in der Stadt ist.“ Besonders beliebt bei Berliner Waldohreulen ist nämlich das Tempelhofer Feld – dort gehen mindestens zehn Brutpaare des Nachts auf Mäusefang. Neben Feldlerche, Turmfalke und Mäusebussard ist die Waldohreule also eine der Arten, die durch eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes unmittelbar gefährdet wären – ebenso wie durch die Bebauung aufgegebener Friedhofsflächen oder grüner Innenhöfe. Dort verbringt diese Eule gewöhnlich den Tag und zieht ihren Nachwuchs auf.
Zufluchtsort Stadt, doch der Lebensraum schrumpft
Die Waldohreule ist neben dem Waldkauz die in Berlin am häufigsten vorkommende Eulenart. Ihre namensgebenden „Ohren” sind allerdings keine, sondern lediglich Federpuschel ohne Hörfunktion. In Berlin leben Schätzungen zufolge aktuell rund 20 bis 35 Waldohreulen-Paare, die meisten davon am Stadtrand in Marienfelde, Staaken oder Frohnau. Sie brüten häufig in verlassenen Krähen- und Greifvogelnestern in Gärten, Parks oder auf Friedhöfen und sind daher auf alte Bäume, meist Nadelbäume, angewiesen.
„Die Waldohreule ist noch nicht allzu lange Mitbewohnerin bei uns. Noch in den Siebzigerjahren war sie nur im Brandenburger Umland anzutreffen. Aufgrund von Lebensraum- und Nahrungsverlust hat sie sich in die Hauptstadt geflüchtet. Wir müssen daher jetzt alles dafür tun, dass diese tolle Vogelart nicht auch noch ihren Zufluchtsort in der Stadt durch hemmungsloses Bauen verliert. Gebt daher dieses Jahr eure Stimme der Waldohreule!“, sagt Wardenburg.
Jetzt für die Waldohreule abstimmen!
Das virtuelle Wahllokal ist ab dem 2. September um 10 Uhr unter www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Bis zum 9. Oktober um 11 Uhr kann abgestimmt werden. Noch am selben Tag wird der Sieger bekannt gegeben. Der „Vogel des Jahres” wird in Deutschland seit 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt. Der aktuelle „Vogel des Jahres” ist der Hausrotschwanz.
Text: Janna Einöder, 02.09.2025
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