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Die Vögel des Glücks

Kraniche

Graukraniche / Foto: Herrmann

Kraniche faszinieren Menschen seit jeher. Die alten Ägypter begrüßten sie als Sonnenvögel, in Asien gelten sie auf Grund ihrer Langlebigkeit und ihrer Treue als Vögel des Glücks. Als Frühjahrsboten werden die Kraniche in Skandinavien bei ihrer Rückkehr aus den südlichen Überwinterungsgebieten gefeiert, denn mit ihnen kommt nach langer Zeit wieder Licht und Wärme zurück ins Land. In Nord- und Mitteleuropa sowie Teilen Asiens ist der Graukranich (Grus grus) heimisch.

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Balzende Kraniche / Foto: Herrmann

      Er ist ca. 1,20 m hoch und hat eine Flügelspannweite von 2,20 m. Auffällig sind seine schwarz-weiße Hals- und Kopfzeichnung und die rote Kopfplatte. Letztere schwillt bei Erregung an, so z. B. wenn die eleganten Großvögel ihre faszinierenden Tänze mit den atemberaubenden Sprungdarbietungen aufführen. Berühmt sind die Kraniche auch für ihre weit schallenden trompetenartigen Rufe, die durch ihre 1,30 m lange Luftröhre möglich sind.

      In Deutschland brüten in nassen Bruchwäldern und Mooren etwa 2800 Kranichpaare. Sie legen im März zumeist zwei, in seltenen Fällen maximal drei Eier, die etwa 30 Tage bebrütet werden. Die Jungvögel sind Nestflüchter und können schon etwa 24 Stunden nach dem Schlupf mit den Eltern auf Nahrungssuche gehen. Mit etwa zehn Wochen sind sie fast so groß wie die Altvögel und können fliegen. Sie bleiben bis zum nächsten Frühjahr bei ihren Eltern. Sehr vielseitig sieht die Nahrungspalette der Kraniche aus: Sie reicht von Insekten und deren Larven, Würmern, Schnecken, Fröschen, Reptilien und Kleinsäugern bis zu Mais- und Getreidekörnern, Erbsen, Bohnen, Erdnüssen, Eicheln, Kartoffeln und anderen Pflanzenteilen.

BESONDERS WISSENSWERTES

Ein großartiges Naturschauspiel bietet alljährlich der größte binnenländische Kranichrastplatz Mitteleuropas im Rhinluch unweit des "Storchendorfes" Linum. Hier verweilen im Herbst bis zu 50.000 der beeindruckenden Großvögel gleichzeitig auf dem Zug in ihre Überwinterungsgebiete nach Südfrankreich und Spanien. Tagsüber suchen sie auf abgeernteten Getreide- und Maisfeldern nach Nahrung und fliegen abends in langen Ketten zurück zu ihren Schlafplätzen in den flachen Gewässern des Teichlands.

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