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Rosinenbomber für Berlins Mauersegler
Rosinenbomber für Berlins Mauersegler
Der NABU sendet SOS und Berlin hilft
Menschliche Hilfe rettet vielen Mauerseglern das Leben.
Vom Sonnenanbeter zum Hitzeopfer
Wir erinnern uns: Normalerweise fühlen sich die geschätzten 30 000 Mauersegler in Berlin richtig wohl, aber die Rekordhitze im Juli machte ihrem Nachwuchs schwer zu schaffen: Außentemperaturen von über 37°C heizten die Nistquartiere so stark auf, dass die jungen Mauersegler sich noch flugunfähig ins Freie stürzten. Rund 20 Meter tiefer wurden die meist unverletzten Bruchpiloten dann von aufmerksamen Berlinern aufgesammelt.
Vom Hitzeopfer zum NABU-Gast
Die jungen Mauersegler landeten direkt oder über Umwege bei Einrichtungen des NABU Berlin. Insgesamt waren es 199 Tiere in den letzten 3 Wochen
Das wuchs den Helfer rasch über den Kopf, denn:
- es dauert ca. 10 Minuten, um einen Mauersegler zu füttern,
- alle 2 Stunden müssen die Jungvögel gefüttert werden und
- die spezielle Nahrung kostet pro Mauersegler 40 Euro.
Futterkonto füllte sich von selbst
Berlin nahm großen Anteil an dem Schicksal der Mauersegler:
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Bezirksverwaltung von Tempelhof-Schöneberg organisierten schnell und unbürokratisch hilfreiche Finanzspritzen. In Funk, Fernsehen und Zeitung wurde fast täglich von den Mauerseglern und den Nöten des NABU Berlins berichtet. Und so spendeten die Berliner für das Futterkonto der Mauersegler. Innerhalb kürzester Zeit kamen so beeindruckende 1900 Euro zusammen! Dafür möchten wir uns bei allen Spendern im Namen der Mauersegler herzlich bedanken!
Ehrenamtliches Engagement ist unbezahlbar
Flugbild
„Danke“ wollen wir auch den Helfern sagen. Es braucht viel Erfahrung, einen Mauersegler so zu füttern, dass er nicht lebensbedrohlich verletzt wird, sondern gut Gewicht zulegt.
Die NABU-Mitarbeiter in der Wildtierstation des NABU und des aktion tier – menschen für tiere e.V. und dem Naturstützpunkt Marienfelde haben Übermenschliches geleistet, um im Schichtdienst alle hungrigen Schnäbel zu stopfen. Da wurde sogar der ein oder andere Jahresurlaub verschoben.
Und das Ergebnis: In etwa 2 Wochen sehen wir keine Mauersegler mehr am Berliner Himmel, weil sie dann schon auf dem Weg Richtung Südafrika sind. Aber wir wissen, dass 199 Tiere darunter sind, die es ohne die überwältigende Hilfe der letzten Wochen nicht geschafft hätten...
3. August 2010
Information und Spendenaufruf des NABU Berlin
SOS - Mauersegler in großer Not
Die Rekordhitze des Sommers 2010 hat im Tierreich dramatische Folgen: Junge Mauersegler verlassen ihre Bruthöhle normalerweise zum ersten Mal, wenn sie fliegen können. Doch seit Anfang Juli springen die Jungtiere in großer Zahl noch flugunfähig ins Freie, um sich vor dem Hitzetod zu retten.
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Der NABU Berlin dankt für die freundliche Unterstützung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

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