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Berlins Wildtiere noch in guten Händen
Berlins Wildtiere noch in guten Händen
Die Jahresbilanz 2011 der Wildtierstation des NABU Berlin
Ehrenamtlichen und Mitarbeiter der Wildtierstation des NABU Berlin haben auch im vergangenen Jahr wieder gute Arbeit bei der Pflege verletzter Wildvögel geleistet. Während die Schwierigkeiten der Pflegestation weiter zunehmen, machen die Fakten erneut deutlich, wie wichtig diese Station für die Wildtiere Berlins ist. Fast 1000 Tieren konnte 2011 ohne regelmäßige öffentliche Förderung geholfen werden.
Die Zahlen sprechen für sich: In diesem Jahr wurden 914 Vögel in 36 Wildvogelarten und 16 Fledermäuse im Projekt registriert. Davon wurden etwa 410 Vögel an über 12.536 Betreuungstagen in der Station versorgt. Im Durchschnitt wurden 34 Vögel am Tag betreut. Der Jungvogelanteil der Pfleglinge in der Station betrug im vergangenen Jahr 84,2%.
Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der Bürgerberatungen, Tierübernahmen und Pflegetage seit Projektbeginn.
Leistungen der Wildtierpflegestation im Vergleich zu den letzten Jahren.
Die häufigste Art war mit 512 Exemplaren die Stockente, gefolgt von 83 Mauerseglern, 81 Ringeltauben und 39 Nebelkrähen. Der Anteil der Greifvögel und Eulen liegt bei 5,5% (51 Exemplare). Jedoch sind gerade bei diesen Vogelarten, durch Anflugtraumata, besonders schwere Verletzungsmuster häufig auch Frakturen zu verzeichnen.
Von den in 2011 insgesamt registrierten 930 Pfleglingen konnten 74,7% wieder in die Freiheit entlassen werden. 13,3% (124) der Vögel mußten einer medizinischen Behandlung zugeführt oder an andere spezialisierte Einrichtungen übergeben werden. Etwa 4,3% (40) der aufgefundenen Vögel konnte nicht geholfen werden.
90 Stockentenbruten mit 752 Entenküken im dicht besiedelten Stadtgebiet konnten in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit den Bürgern gefangen und an den jeweils geeigneten Gewässern freigelassen werden. Bei diesen Umsetzungen wurden 40 der verwaisten Stockentenküken durch Adoption ausgewildert. Dadurch blieb diesen Küken eine Aufzucht durch Menschen erspart, welche besonders bei diesen Nestflüchtern häufig ernorme Verluste und nicht absehbare Verhaltensstörungen zur Folge hätte.
Die Adoption von Jungvögeln in intakte Bruten wurden neben den Stockenten auch bei 36 Mauerseglern, 12 Turmfalken, sieben Mehlschwalben, zwei Nebelkrähen und zwei Feldsperlingen praktiziert.
Junger Schwarzmilan in provisorischem Nest.
Das eingerichtete Kontakttelefon wurde von interessierten Bürgern, betroffenen Bewohnern, Behörden und Institutionen gut angenommen. In fast 2.400 Gesprächen konnten Fragen zu wesentlichen Zusammenhängen im Naturkeislauf, zu in unserer Stadt lebenden Tierarten und ihrem Schutz besprochen werden. Als einen Schwerpunkt werten wir die vorbeugende Beratung zur Einschätzung der Hilfebedürftigkeit von Tieren, speziell von Jungtieren. Besonders beim Transport von verletzten Vögeln können wir auf eine jährlich steigende Zahl ehrenamtlicher Mitstreiter, die regelmäßig etwa einmal monatlich im Einsatz sind, zurückgreifen. Nur dadurch lassen sich auch die steigenden Pfleglinszahlen bzw. Einsätze bei konstanter jährlicher Kilometerleistung mit dem Auto erklären. Mehr als 30 ehrenamtliche Mitstreiter standen uns auch in 2011 für Transporte, Imker, Tierärzte bis hin zur Vogelpflege zur Seite.
Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Sicherung der Amphibienwanderung am „Körnerteich“. So wurde z.B. die Logistik der Amphibienfangaktion am "Körnerteich" im Zeitraum von 1998 bis 2011, bei etwa 880 Erdkröten in 2011 und 14.000 im Gesamtzeitraum gefangen wurden, durch uns realisiert. Durch diese einfache aber personalintensive Schutzmaßnahme, die Zaunkontrollen erfolgten vollständig durch ehrenamtliche Helfer, wurde diese Erdkrötenpopulation gesichert.
Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit konzentrierte sich auf die Pfleglinge des Monats. Dazu wurden acht Pfleglinge ausgewählt. Das Echo der Presse und der Bürger war sehr verschieden.
Highlights 2011 waren die Übernahme und Pflege bzw. Freilassung folgender Arten:
Seeadler, Rauhfußkauz, Gelbspötter und Zweifarbfledermaus.
Herzlicher Dank gilt allen Sponsoren, Spendern und Helfern für die Unterstützung unserer Arbeit!
16. Februar 2012
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Liste der 2011 betreuten Arten
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Jahresbericht 2010
Wichtige Arbeit für Berlins Wildtiere
Auf viel Arbeit können die Ehrenamtlichen und Mitarbeiter der Wildtierstation des NABU Berlin zurückblicken. Trotz erheblicher Schwierigkeiten, die im vergangenen Jahr bewältigt werden mussten, machen die Fakten erneut deutlich, wie wichtig diese Station für die Wildtiere Berlins ist. Fast 1600 Tieren konnte 2010 ohne regelmäßige öffentliche Förderung geholfen werden.
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