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Wichtige Arbeit für Berlins Wildtiere

Wichtige Arbeit für Berlins Wildtiere

Die Jahresbilanz 2010 der Wildtierstation des NABU Berlin

Auf viel Arbeit können die Ehrenamtlichen und Mitarbeiter der Wildtierstation des NABU Berlin zurückblicken. Trotz erheblicher Schwierigkeiten, die im vergangenen Jahr bewältigt werden mussten, machen die Fakten erneut deutlich, wie wichtig diese Station für die Wildtiere Berlins ist. Fast 1600 Tieren konnte 2010 ohne regelmäßige öffentliche Förderung geholfen werden.

Graureiher

Graureiher mit Kennring am Rathaus Schöneberg (März 2010) - ein ehemaliger Pflegling der Wildtierstation.

Die genauen Zahlen: Die Wildtierstation des NABU Berlin betreut und pflegt vor allem verletzte und gefährdete Vögel, die im Stadtgebiet aufgefunden werden. Im Jahr 2010 wurden 1584 Vögel 63 verschiedener Wildvogelarten und 14 Fledermäuse in der Wildtierstation registriert. Davon wurden etwa 600 Vögel an über 11400 Betreuungstagen in der Station versorgt. Das heißt, dass durchschnittlich 31 Vögel am Tag gleichzeitig betreut wurden. Der Jungvogelanteil an den Pfleglingen in der Station betrug im vergangenen Jahr 81,0%.

Wie das Diagramm (s.u.) zeigt, stieg vor allem die Anzahl der Bürgerberatungen durch die Mitarbeiter der Station in den letzten Jahren kontinuierlich, während die Anzahl der Tierübernahmen und die der notwendigen Pflegetage relativ konstant blieb. Die Beratung der Bürger nimmt einen immer größeren Umfang in der Arbeit der Station ein.

Leistungen

Leistungen der Wildtierpflegestation im Verlauf der letzten Jahre.

Artenspektrum und Verteilung der Pfleglinge

Die häufigste Art war mit 976 Exemplaren die Stockente, gefolgt von 162 Mauerseglern, 64 Ringeltauben und 43 Nebelkrähen. Der Anteil der Greifvögel und Eulen liegt bei 4,5% (72 Exemplare). Jedoch sind gerade bei diesen Vogelarten, meist durch Anflugtraumata besonders schwere Verletzungsmuster, häufig auch Frakturen zu verzeichnen.

Wanderfalke

Wanderfalkenästling vom Brutplatz Alexanderplatz.

Und die Station kann stolz auf die Erfolge ihrer Arbeit verweisen: Von den 2010 insgesamt registrierten 1584 Pfleglingen konnten 85% wieder in die Freiheit entlassen werden. 9,2% (144) der Vögel mussten einer medizinischen Behandlung zugeführt oder an andere spezialisierte Einrichtungen übergeben werden. Nur etwa 4,0% (63) der aufgefundenen Vögel konnte nicht mehr geholfen werden.

Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bildet die Umsiedlung gefährdeter Vögel: 145 Stockentenbruten mit 1088 Entenküken im dicht besiedelten Stadtgebiet konnten in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit den Bürgern gefangen und an den jeweils geeigneten Gewässern freigelassen werden. Bei diesen Umsetzungen wurden fast alle der 58 verwaisten Stockentenküken durch Adoption ausgewildert. Dadurch blieb den Stockenten eine Aufzucht durch Menschen erspart, welche besonders bei diesen Nestflüchtern häufig ernorme Verluste und nicht absehbare Verhaltensstörungen zur Folge hätte.
Die Adoption von Jungvögeln in intakte Bruten wurde nicht nur bei Stockenten, sondern auch bei 73 Mauerseglern, 15 Mehlschwalben, fünf Turmfalken, zwei Waldkäuzen und einem Kolkraben praktiziert.

Dies sind lediglich Zahlen. Hinter ihnen verbirgt sich großes Engagement von NABU-Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, viel kontinuierliche Arbeit und letztendlich auch die Notwendigkeit einer solchen Station im Berliner Stadtgebiet.

Andrè Hallau

21. März 2011

Artenliste 2010

So können Sie die Arbeit der Wildtierstation unterstützen:

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Spenden für die Wildvogelstation des NABU Berlin

Spenden für die Wildvogelstation des NABU Berlin

Jahresrückblick 2012: Mehr als 1800 telefonische Beratungen, über 1000 registrierte Wildvögel, im Durchschnitt wurden 29 gefiederte Pfleglinge täglich in der Wildvogelstation betreut. Fast 90% der Patienten konnten erfolgreich in die Freiheit entlassen werden, darunter allseits bekannte Arten wie Stockente, Mauersegler oder Ringeltaube, aber auch seltene Arten wie Sperber und Fischadler. Diese Hilfe ist mit immensen Transport- und Verpflegungskosten verbunden. Helfen Sie uns, damit wir den Vögeln Berlins helfen können, damit Berlin den Namen als wildtierfreundliche Stadt nicht verliert! mehr Mehr

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