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Preisverleihung „Schmetterlingsgarten 2010“
Preisverleihung „Schmetterlingsgarten 2010“
NABU Berlin wirbt für naturnahe Gärten in Berlin
Dr. Hans-Jürgen Stork mit den Preisträgern
Dr. Hans-Jürgen Stork, Vorstandsmitglied des NABU Berlin, verlieh auf dem Berliner Staudenmarkt im Botanischen Garten am 4. September 2010 die Preise für den Wettbewerb „Schmetterlingsgarten 2010“ an die besten naturnahen Gartenbesitzer. Alle Preise gingen an Berliner Kleingärtner, die ihren Garten im Einklang mit der Natur bewirtschaften.
Der Preis, den der NABU Berlin seit 1983 ausschreibt, möchte naturnahe Gartengestaltung und Gartenbewirtschaftung honorieren, die Pflanzen und Tieren (für die der Schmetterling stellvertretend steht) vielfältige Lebensräume schafft.
Während der Preisverleihung
30 Privat- und Kleingärtner beteiligten sich am Wettbewerb „Schmetterlingsgarten 2010“. Die Kriterien wurden mittels eines Fragebogens erfasst. Die Gärten wurden von den Mitgliedern der Fachgruppe Naturgarten des NABU besichtigt und die Ergebnisse der fünfköpfigen Jury vorgelegt. Der Jury, bestehend aus der Pressesprecherin des Botanischern Gartens in Dahlem, einem Bezirksgartenfachberater, einer Journalistin vom RBB „Gartenzeit“, einem Vorstandsmitglied des NABU und einer Expertin aus der FG Naturgarten, fiel es schwer, die Sieger aus dem Kreis der Bewerbern zu ermitteln. Nach mehrstündiger Sitzung und einigem Für und Wider konnten die Sieger ermittelt werden.
Es wurden drei Preise und ein Sonderpreis vergeben.
Die glücklichen Preisträger
Glücklicher Gewinner des 1. Preises wurde Jürgen Kossatz. Die Jury entschied sich für diesen Garten wegen der abwechslungsreichen und vielseitigen Gestaltung mit Kleinbiotopen, die Lebensräume für verschiedene Tierarten im Garten darstellen. Weiterhin sorgen Pflanzengemeinschaften und Mischkulturanbau im Gemüsebereich für gesunde Pflanzen. Künstlerisch gestaltete Objekte aus Naturmaterialien schaffen eine angenehme Atmosphäre und stellen eine gute Verbindung zwischen Kunst und Gartengestaltung dar. Ein 400-Euro-Gutschein der Späth’schen Baumschulen konnte überreicht werden.
Der 2. Preisträger, Frank Fischer, erhielt einen Gutschein für eine NABU-Wochenendreise im Werte von 100 Euro und einen 20-Euro-Gutschein des Gartencenter Deutscher für die sehr vielseitige Gartengestaltung. Die naturnahe Gestaltung wie auch die Bewirtschaftungsform bietet sehr vielen Tieren Rückzugsgebiete. Die Pflanzenvielfalt zieht viele Insekten und Kleinsäuger an. Mischkulturen, alte Gemüsesorten, Kräuter und viele Wildpflanzen in dem angenehm gestalteten Garten überzeugten die Jury.
Der 3. Preis ging an Frau Angelika Paul, deren Garten mit sehr vielen Nisthilfen für Vögel, Insekten und Kleinsäuger ausgestattet ist und so die Jury beeindruckte. Es wurde an alle Lebewesen und ihre Bedürfnissen gedacht, die in einem Garten vorkommen können: Schlaf- und Niststätten für Vögel und Fledermäuse, Sandbäder für Sperlinge, Insektenhölzer als Brutstätten u.v.m.. Alte Obstbaumsorten wurden gepflanzt und jede freie Ecke für den Gemüseanbau genutzt. Ein Jahresabonnement der Zeitschrift „Kraut und Rüben“ einschließlich eines Geschenksets vom Deutschen Landwirtschaftsverlag (dlv) konnte der glücklichen Preisträgerin überreicht werden.
Den Sonderpreis erhielt ALEP e. V., ein Projekt, das sich um minderjährige Jugendliche und junge Mütter kümmert. Ein in deren Wohnprojekt völlig vermüllter Innenhof wurde urbar gemacht. Nicht störende Gehölze wurden belassen, Efeu begrünt eine Brandmauer, Komposterde wurde aufgetragen, kleine Gemüsebeete angelegt und Vogelnistkästen angebracht. Ihnen wurde ein 30-Euro-Gutschein vom Gartencenter Deutscher und ein Kochbuch über die Verwendung alter und seltener Gemüsesorten überreicht.
Wir wünschen allen Gewinnern und Teilnehmern weiterhin viel Freude an ihrem naturnahen Garten und möchten uns für ihre Teilnahme recht herzlich bedanken!
Unser Dank gilt auch dem Gärtnerhof Berlin, den Späth’schen Baumschulen, dem Gartencenter Deutscher, „kraut&rüben“ vom Deutschen Landwirtschaftsverlag (dlv) und der Stiftung Naturschutz, die uns die Durchführung des Wettbewerbs durch ihr Sponsoring und ihre Unterstützung ermöglichten.
8. September 2010

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