Berlin.NABU.de Projekte Stunde der Wintervögel

Der Spatz machts!

Der Spatz machts!

Auch 2013 hat der Haussperling den Schnabel vorn

Haussperling

Wieder wurde der Haussperling in Berlin mit Abstand am häufigsten beobachtet.

Der NABU Berlin hatte am ersten Januarwochenende des neuen Jahres wieder zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Dabei wurden die Erwartungen der Naturschützer weit übertroffen, denn die Teilnahme und die Zahl der gemeldeten Vögel waren überwältigend.

Mit rund 45.000 Vögeln wurden in Berlin fast doppelt so viele wie im Vorjahr gezählt (2012: 25.334), aber anscheinend hatte das letzte Wochenende der Weihnachtsferien recht viele Berliner Naturfreunde nach draußen getrieben. Und es wurde eifrig gezählt: in rund 1.160 Gärten (2012: 643) wurden von mehr als 1.700 Teilnehmern (2012: 949) mehr rund 45.000 Vögel (2012: 25.334) gezählt. Bundesweit waren es sogar knapp 2,6 Millionen Vögel, die von mehr als 90.000 Vogelfreunden gezählt wurden. Mit dieser Rekordbeteiligung ist die bundesweite Zählung erneut Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Haussperling wieder häufigste Art in Berlin

Haussperling (w)

Haussperling (Weibchen).

Das Ergebnis war auch in diesem Jahr äußerst eindeutig. Platz eins belegte, wie auch bereits im Vorjahr, der Haussperling. Der echte Berliner Dreckspatz lag damit deutlich vor Kohlmeise und Blaumeise. Während andere Bundesländer sich um den Bestand der Amsel sorgen, legte diese Vogelart in Berlin im Vergleich zum Vorjahr um 16% zu und konnte damit ihren vierten Platz behaupten. Auf Platz fünf rückte der Grünfink (2012: Platz 7) vor und verbannte damit die Nebelkrähe auf Rang acht (2012: Platz 5).

Wintergäste aus dem hohen Norden

Schwanzmeise

Weißköpfige Schwanzmeise.

Trotz vergleichsweise milden Temperaturen Anfang des Jahres 2013 in Berlin, zeigte die versammelte Vogelgesellschaft allerdings, wie frostig es zum selben Zeitpunkt im hohen Norden Europas sein musste. In diesem Jahr konnte man bei der Stunde der Wintervögel nämlich eine ganze Reihe von gefiederten Gästen aus dem skandinavischen Raum beobachten. Dazu gehörten beispielsweise die Weißköpfigen Schwanzmeisen (Platz 11), Erlenzeisige (Platz 13) oder auch Seidenschwänze (Platz 25). „Berlin ist nicht nur Winterrückzugsraum für viele Vogelarten aus dem Umland, wie zum Beispiel für die verschiedenen Krähenarten“, erläutert Jens Scharon, Artenschutzreferent beim NABU Berlin. „Sobald es in Skandinavien kalt wird, ziehen eine ganze Reihe von Vogelarten nach Süden und finden in Berlin offensichtlich gute Überwinterungsbedingungen.“
Und während sich in 2011 Bachstelze und Feldlerche aufgrund des damals knarrend kalten Winters rechtzeitig in angenehmere Gegenden verzogen hatten, konnten in 2013 doch vereinzelt beide Arten gesichtet werden.

Vom 9. bis 12 Mai 2013 findet die Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ statt, bei der die Brutvögel in Gärten und Parks im Mittelpunkt stehen. Langzeitstudien wie die Stunde der Wintervögel“ und „Stunde der Gartenvögel“ liefern Vogelschützern eine Fülle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt.

Alle aktuellen Ergebnisse finden Sie hier. Weitere Informationen zur Stunde der Wintervögel finden Sie auch unter www.stundederwintervoegel.de.

31. Januar 2013

Die Schwesteraktion im Mai

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