Berlin.NABU.de Projekte Turmfalken vor der Kamera Kirche Frohnau 2009 Turmfalkentagebuch 2009

Danke für das große Interesse!

Turmfalkentagebuch 2009

Kommentare vom Turmfalken-Experten Stefan Kupko zu aktuellen Bildern

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Freitag, 26. Juni 2009

Turmfalke im Flug

Tschüss und alles Gute für das weitere Leben

Ein letzter Eintrag...

Nun werden unsere Jungfalken von Tag zu Tag selbständiger. Sie haben sich anscheinend bereits eigene Nachtquartiere gesucht und kehren auch am Tage nur noch selten zum Kasten zurück. Bald werden sie das elterliche Revier verlassen. Einige Falken begeben sich dann schon auf eine größere Wanderung, das sogenannte „Jugenddispersal“. Aus Ringfunden konnten wir erfahren, dass manche nach wenigen Wochen teils hunderte Kilometer von Berlin entfernt entdeckt wurden. Es gibt keine bevorzugte Zugrichtung, die Wanderungen können in alle Himmelsrichtungen erfolgen.
Ein Teil der Jungvögel hält sich nach der Abwanderung aus dem elterlichen Revier in Berlin oder der angrenzenden Umgebung auf, wie man aus „Winterfunden“ weiß. Der Grund für diese unterschiedlichen Verhaltensweisen ist bisher unbekannt.

Alles leer...

Alles leer...

Der Brutverlauf der „Webcam-Familie“ verlief „wie im Lehrbuch“, man konnte fast die Uhr nach den einzelnen Phasen des Brutgeschehens stellen. Rückblickend kann man sagen, dass unser Elternpaar hervorragende Arbeit geleistet hat. Denn das Jahr 2009 zeigt sich in Berlin als sehr schlechtes Falkenjahr. Nach bisherigen Untersuchungen gibt es mindestens 30% weniger Falken in der Stadt als 2008. Außerdem haben sehr viele Paare Verluste an Jungvögeln zu beklagen. Es gab Brutabbrüche, und es gab meist nur 4er Bruten oder sogar noch kleinere Bruten. Erfolgreiche 6er Bruten, wie bei unserem Falkenpaar, sind in diesem Jahr die ganz große Ausnahme. Nahrung scheint knapp zu sein: Es sieht nach einem schlechten „Mäusejahr“ aus. Dies berichten auch Kollegen aus Brandenburg. Kleinvögel als Beute wurden häufig in den Nistkästen festgestellt. Hoffen wir daher, dass unsere sechs Jungvögel trotzdem genug Beutetiere finden werden und alle Gefahren in ihrem weiteren Leben gut meistern werden. Vielleicht gibt es ja dann irgendwann auch mal ein Wiedersehen als Brutvogel in Berlin!

Ich möchte mich zum Schluss ebenfalls ganz herzlich für Ihr Interesse an unserer Webcam bedanken. Herzlichen Dank auch an den Sponsor T - Mobile, der diesen interessanten und anschaulichen Einblick ermöglichte. Dadurch konnte ein praktisches Beispiel für erfolgreichen Artenschutz einem breiten Publikum gezeigt werden. Und auch mir als Fachmann konnte diese Dokumentation weiterhelfen in der Erforschung der Brutbiologie des Berliner Turmfalken. Dank auch an meine Lebensgefährtin, Dr. Sonja Kübler, für das unermüdliche Korrekturlesen der Tagebücher.

Tschüss und vielleicht bis zum nächsten Jahr,

Stefan Kupko (AG Greifvogelschutz Berlin/Bernau)

Freitag, 19. Juni 2009

17.6. Falken erschöpft

Falken am Abend total erschöpft im Kasten, teils „leblos“ liegen sie da

Die „Bettelflugphase“ hat begonnen

Nachdem unsere Jungfalken nun ihre ersten Ausflüge in die Umgebung gemacht haben, beginnt die letzte, schwierige Phase zur Selbständigkeit, die sogenannte „Bettelflugphase“. Sie müssen nicht nur das „richtige“ Fliegen erlernen, sondern auch das Jagen. Dabei werden sie in der Regel von den Eltern noch vier bis sechs Wochen mit Futter versorgt. Sobald sie einen Altvogel sehen, fliegen sie sofort laut rufend und bettelnd auf ihn zu, um von ihm die Beute zu erhalten. Oder sie sitzen wartend und bettelnd auf dem Dach, am Kasten oder im Baum, bis ihnen der Altvogel die Beute bringt.

Bisher haben die Jungvögel nur tote Beute erhalten. Nun müssen sie schrittweise das Jagen von lebendiger Beute erlernen. Ebenso, wo die potentielle Beute zu finden ist. Dabei werden ihre Ausflüge in die Umgebung immer größer und sie schauen sich bei den Eltern deren Verhaltensweisen ab. Der Jagdinstinkt ist ihnen angeboren. Anfangs „jagen“ sie häufig am Boden nach Insekten oder Regenwürmern. Lebende Mäuse zu fangen und zu töten ist dann ein weitaus schwierigerer Schritt. Dabei hat der junge Falke teils gehörigen Respekt vor den manchmal recht wehrhaften und bissigen Nagern. Das Erlernen des richtigen Greifens und Tötens der Beute mit dem Schnabel kann bei einigen Jungvögeln viele Wochen dauern. Teilweise jagen sie ihren Eltern oder „erfolgreichen“ Geschwistern die Beute ab. Noch schwieriger ist die Jagd nach Vögeln und die Flugjagd.

16.6. fressen

Die Jungvögel fressen im Kasten die überbrachte Beute

Je nach Leistungs- und Lernfähigkeit („Talent“) der jungen Falken entscheidet sich jetzt, wer diese Phase meistert und überlebt. Neben den vielen bereits erwähnten Unfallgefahren, spielt der Nahrungsmangel dann eine limitierende Rolle. Einige junge Falken überleben diese ersten Wochen der „Selbständigkeit“ nicht, denn sie werden ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr von den Eltern versorgt, oder verlieren den Anschluss an den Familienverband.
Bisher scheint aber alles nach Plan zu verlaufen, sogar im Kasten werden die Jungvögel teilweise noch versorgt. Und am Abend kehren die meisten noch immer regelmäßig und sehr erschöpft zum Schlafen in den sicheren Kasten zurück. Wir werden sehen, wie lange sie dies noch tun. Drücken wir ihnen die Daumen, dass der Schritt in die Selbständigkeit gelingt.

Dienstag, 16. Juni 2009

Johannes Kirche Frohnau

Die schöne grüne Umgebung der Falkenwohnung vergrößern / Quelle: Google Earth

Erste Ausflüge in die Umgebung

Gut fünf Wochen nach dem Schlupf haben einige unserer Jungfalken mit den ersten Ausflügen in die Umgebung begonnen. Es ist zu vermuten, dass einer bereits außerhalb des Kastens nächtigt. Das Fliegen ist den Falken angeboren, jetzt fehlt nur noch die Übung. Das ist gar nicht so einfach, denn das sichere, zielgerichtete Landen und das Starten müssen erst einmal gelernt sein. Von oben nach unten geht es dabei auch leichter als von unten nach oben. Und manchmal klettert man dann einfach mal mit Hilfe von heftigem Flügelschlägen an der Fassade hoch, anstatt zu fliegen. Das sieht manchmal lustig aus. Am Anfang wird erst die nähere Umgebung, das Kirchendach oder die Bäume nebenan erkundet. Dünne Äste sind dabei trügerisch, wie hält man sich denn bloß an ihnen fest?

16.6. Erster Ausflug

Erster Ausflug

Und auch die ganze neue, fremde Umgebung ist aufregend, kann aber auch gefährlich werden. So kommt es leider immer wieder mal zu Scheibenanflügen mit fatalen Folgen (z.B. Flügelbruch). Aber auch der Autoverkehr, Schornsteine und andere anthropogene Strukturen können gefährlich werden. Ebenso Hunde oder Katzen, wenn unsere Jungfalken auf dem Boden landen und, wie schon erwähnt, nicht mehr so schnell nach oben kommen. Am Abend kehren die Jungvögel dann in der Regel zum Nistkasten zurück oder schlafen in der näheren Umgebung. In einigen Tagen bis Wochen werden sie andere Schlafplätze gefunden haben.

Freitag, 12. Juni 2009

Weibchen mit Maus

Weibchen mit Maus

Zur Ernährung

Unsere Falkeneltern müssen Schwerstarbeit leisten. Einige hundert Beutetiere haben sie bereits gefangen, und weiterhin müssen sie viel erbeuten, um ihre sechs gierigen Jungvögel satt zu bekommen. Aber woraus besteht eigentlich die Beute? Der Turmfalke ist von Natur aus ein typischer „Bodenjäger“ und Mäusejäger. Er kann aber genauso Kleinvögel, Insekten und Eidechsen erbeuten. Er ist in der Wahl seiner Beute sehr anpassungsfähig. Untersuchungen in Berlin haben ergeben, dass sein Beuteschema stark abhängig ist von der Lage und Umgebung des Brutstandortes. Unsere Falken hier in Frohnau entsprechen dem normalen „Turmfalkenbeuteschema“. Die Bilder der Webcam haben dies auch deutlich gezeigt. Sie ernähren sich bis auf Ausnahmen überwiegend von Mäusen, insbesondere Feldmäusen.

Weibchen mit Eidechsen

Weibchen mit Eidechsen

Es wurden nur wenige Vögel in den Kasten eingetragen. Bei der Beringung wurden nur sehr wenige Federn (von 1 juvenilen Star und von Haussperlingen) gefunden. Dies war auch in den vergangenen zehn Jahren so, gelegentlich kamen neben Insekten auch noch einige Eidechsen als Beute dazu. Es ist also ein eher „ländlicher“ Standort, die Felder sind nah. Falken in der Innenstadt dagegen jagen neben Mäusen und Insekten überwiegend Kleinvögel (teils über 80% der Beute), dabei vor allem Haussperlinge. Bei Nahrungsanalysen konnten bisher 38 Vogelarten (bis zur Taube) nachgewiesen werden.

Aktuelle Literatur aus Berlin für Interessierte

Dienstag, 9. Juni 2009

9.6. Flugübungen

Flugübungen

Die sogenannte „Ästlingszeit“ hat begonnen

Unsere sechs Jungfalken haben die Beringungsaktion gut überstanden und empfinden die Ringe auch nicht als störend. Man kann ihnen zusehen, wie sie von Tag zu Tag größer und „erwachsener“ werden, die letzte Phase der „Kindheit“ hat begonnen. Die Eltern sind jetzt nur noch kurz am bzw. im Kasten zu sehen. Sie übergeben ihren Jungvögeln die Beute, die diese dann selbständig fressen. Beim Fressen verdecken die Jungvögel meist ihr Futter (dies wird „manteln“ genannt), damit die anderen möglichst nichts davon mitbekommen.
Nun hat die sogenannte "Ästlingszeit" begonnen. Die Jungfalken befinden sich in der fünften Lebenswoche. Der Ausdruck ist folgendermaßen zu erklären: Die Jungvögel würden jetzt normalerweise bei einer Baumbrut erstmalig ihr „Nest“ verlassen und ihre ersten kleinen Ausflüge in die angrenzenden Äste unternehmen. Bei unserem Nistkasten dient das Anflugbrett als Astersatz und wird eifrig für Spaziergänge genutzt.

9.6. Siesta

Siestazeit - Üben macht müde

Der Federflaum verschwindet allmählich von Tag zu Tag und wird durch richtige Federn ersetzt. Jeden Tag kann man unsere Falken nun bei „Flugübungen“ beobachten. Sie schlagen wild mit ihren Flügeln im Kasten auf und ab und trainieren so schon mal vorab ihre Flugmuskulatur. Denn bei ihrem ersten Ausflug außerhalb des Kastens können sie schon „richtig“ fliegen, nur die Übung fehlt dann noch.
Somit können wir sicherlich im Verlauf der Woche schon mit den ersten Ausflügen der Jungvögel rechnen.

Freitag, 5. Juni 2009

Beringung S. Kupko und K. Koch

Behutsam legt S. Kupko dem jungen Turmfalken den Ring um.

Die Beringung

Gestern wurden nun unsere sechs Jungfalken mit Aluringen der Vogelwarte Radolfzell (Bodensee) gekennzeichnet. Die Ringe dürfen nicht von jedem angebracht werden. Dazu benötigt man einen sogenannten Beringerschein von der Vogelwarte (erhältlich nach vorheriger Prüfung) und eine Genehmigung der zuständigen Berliner Behörde für Artenschutz.

In diesem Lebensalter (ca. drei Wochen: 19, 20, 22 und 23 Tage) war die Beringung problemlos möglich. Denn die Beine der Jungvögel sind nun so weit entwickelt, dass sie durch die Ringe nicht verletzt werden können.

S. Kupko wiegt Jungfalken

Der Jungfalke wird gewogen.

Damit die Beringung für alle Beteiligten gefahrlos und stressarm verlaufen konnte, wurde der Kasten vorab mit einer Klappe (die am Eingang installiert ist) verschlossen. Somit konnte keiner der Jungvögel vor Schreck aus dem Kasten rennen und eventuell abstürzen. Die Eltern, die nur noch kurz zum Füttern zum Kasten kommen, bekamen so nichts davon mit. Während der Beringung saßen sie vor verschlossener Tür. Da sie aber so im Futterrhythmus eingespielt sind, schadet eine kurze Störung nicht. Und auch das Anfassen der Jungvögel stört in keiner Weise, da die Eltern keinen ausgeprägten Geruchssinn haben.

Nachdem die sechs kleinen Falken aus dem Kasten entnommen wurden, wurden sie zuerst in Stoffbeuteln gewogen und anschließend vermessen.

Alle sechs waren gut entwickelt und wogen zwischen 190 und 250g. Das Geschlecht ist bei jungen Turmfalken nicht ganz eindeutig zu bestimmen, es lässt sich in etwa durch Größe und Gewicht ermitteln. Vermutlich handelt es sich um mindestens drei weibliche Falken und zwei bis eventuell drei männliche Jungfalken.

Turmfalke beringt

Berliner Jungfalke. Beide Ringe sind gut zu erkennen/Foto: Kübler

Jeder der Falken bekam einen silbernen Aluring mit individueller Nummer (GN 63303 bis GN 63308) und dem Vermerk „Vogelwarte Radolfzell/Germany“ am rechten Bein angelegt. Anschließend erhielt jeder noch am linken Bein einen schwarzen Aluring als sogenannten „Jahrgangsring“. Damit lässt sich der Falke später mit Hilfe eines Fernglases als „Berliner“ des Jahres 2009 ermitteln. Durch die Beringung der Jungvögel können nun bei eventuellen Wiederfunden deren Wanderungen verfolgt werden.

Heinz Münch u Pfarrerin Graeb

T-Mobile Mitarbeiter H. Münch mit einem jungen Falken, daneben die Pfarrerin der Johanneskirche, Doris Gräb.

Berliner Falken sind so genannte Teilzieher, das heißt, ein Teil bleibt in der Stadt und Umgebung, ein Teil zieht teils weit weg bis nach Südeuropa oder sogar Nordafrika. Aber auch Rückschlüsse über das Ansiedlungsverhalten (gut 40% der Brutvögel in Berlin sind beringt), die Standort- und Partnertreue, das Lebensalter der Brutvögel (im Schnitt etwa drei Jahre) können so ermittelt werden. Der bisher älteste Berliner Ringfund war ein 14-jähriges Weibchen.
Dies sind nur einige Beispiele für Erkenntnisse, die durch die Beringung der Jungvögel ermittelt werden können. Dieses Wissen hilft uns, die Lebensweise der Falken in der Stadt besser zu verstehen und ihr Überleben in der Großstadt zu sichern.
Nach dem Zurücksetzen in den Kasten haben die Falken ihren Schrecken in gewohnter Umgebung schnell wieder vergessen und auch an die Ringe gewöhnen sie sich sehr schnell.

Dienstag, 2. Juni 2009

Falkenjunge vierte Woche

Die jungen Falken werden immer neugieriger.

Die vierte Lebenswoche beginnt

Für unsere sechs Jungfalken beginnt nun bereits die vierte Lebenswoche. Das Federwachstum macht sichtbare Fortschritte. Flügel- und Schwanzfedern und auch das Rückengefieder sind schon gut zu erkennen.

Außerdem werden unsere kleinen Falken immer neugieriger. Sie sitzen jetzt täglich am Kasteneingang und schauen sich die Umgebung des Nistkastens an.

In zwei Tagen steht ihnen ein bedeutendes Ereignis in ihrem jungen Leben bevor. Am Donnerstag werden alle Jungvögel einen Vogelwartenring erhalten, der sie individuell für den Rest ihres Lebens kennzeichnen wird.

Freitag, 29. Mai 2009

29.5. Futter kommt

Das Futter kommt...

Halbzeit

Am Pfingstwochenende haben die meisten unserer sechs Jungvögel die Hälfte der Zeit (die sogenannte Nestlingszeit) bis zu den ersten Ausflügen in die Umgebung erreicht. Denn im Alter von etwa 32 bis 35 Tagen wird der eine oder andere Jungvogel sehr wahrscheinlich schon zu seinen ersten Ausflügen starten. Die Eltern haben jetzt wirklich alle „Schnäbel voll“ zu tun, denn die Jungfalken haben mächtig Appetit. Bis zum 14. Lebenstag steigt die Anzahl der Fütterungen, danach können sie an „Spitzentagen“ bis zu 25 mal am Tag gefüttert werden.

29.5. füttern

...und wird verfüttert.

Gut zwei bis vier Mäuse (je nach Größe) benötigen die Jungvögel jetzt pro Tag. Sie erreichen mit etwa drei Wochen ihr höchstes Gewicht (bis zu 290g, von anfänglich 14-17g) und sind dann oft sogar schwerer als ihre Eltern. Wenn die Jungvögel gut gefüttert wurden, kann man dies auch am sogenannten Kropf, einer Ausbeulung unterhalb des Schnabels erkennen. Hier wird die Nahrung vorverdaut, bevor sie weiter in den Magen gelangt.

Dienstag, 26. Mai 2009

25.5. auf Erkundungstour

Auf "Erkundungstour"

Auf „Erkundungstour“

Nun beginnt für unsere sechs kleinen Falken schon die dritte Lebenswoche. Langsam beginnen sie ihre direkte Umgebung, den Nistkasten zu erkunden. Die kleinen Beine sind dabei noch etwas schwach, um ständig auf ihnen stehen zu können. Aber es reicht, um im ganzen Kasten hin und her zu „laufen“ und das „zu Hause“ zu erkunden. Ansonsten sitzen die sechs „Kleinen“ noch auf ihrem „Hinterteil“.

Juv-Federn-11-Tage

Jungvogel mit beginnendem Federwachstum am Flügel

Die Falkenmutter hält sich jetzt meist außerhalb des Nistkastens auf und kommt nur zur Fütterung, oder um eine kurze Pause einzulegen in den Kasten.

Außerdem beginnen nun langsam die Federn zu wachsen. Es bilden sich schon deutlich sichtbar kleine Federansätze/Federkiele an den Flügeln und am Schwanz.

Freitag, 22. Mai 2009

Jungfalken 3-6-Tage

Jungfalken im Alter von 3-6 Tagen/ Foto: Kupko

Die zweite Lebenswoche hat begonnen

Unsere sechs Jungvögel haben die gestrigen Unwetter gut überstanden, sie machen weiterhin einen guten Eindruck und entwickeln sich prächtig. Auch das Nesthäkchen scheint immer seinen Anteil am Futter zu bekommen. Dabei sind die Turmfalken in ihrem Verhalten auch eher sehr sozial und fürsorglich. Wenn das Nahrungsangebot ausreichend ist, wird auch immer der schwächste Jungvogel mit versorgt, sofern er gesund ist.

Jungfalken zweites Dunenkleid

Jungfalken im zweiten Dunenkleid/ Foto: Kupko

Deswegen ist die Chance bei guten Nahrungsbedingungen und Gesundheit der Jungvögel gegeben, dass alle sechs groß werden. Am Gefieder der Jungvögel ist nun bereits deutlich der Wechsel zum zweiten Dunenkleid zu erkennen. Dies ist jetzt wesentlich dichter und in der Färbung eher grau als weiß. Deswegen können die Jungvögel jetzt auch immer häufiger alleine im Nistkasten bleiben, sie wärmen sich ja dann noch gegenseitig.

Dienstag, 19. Mai 2009

19.5. hudern

Hudern



Hudern und „Kuscheln“

Nun ist bereits eine Woche seit dem Schlupf des ersten Jungvogels vergangen und die sechs Jungvögel entwickeln sich gut. Noch werden die Jungvögel von der Falkenmutter fast ständig gewärmt (gehudert), damit sie sich nicht verkühlen.

19.5. allein zu Haus

Allein zu Haus




Und wenn die Jungvögel dann doch schon mal alleine im Kasten zurückbleiben, dann kuscheln sie sich ganz dicht aneinander, bilden so eine Art Wärmepyramide und wärmen sich gegenseitig bis die Falkenmutter wieder da ist.

Sonnabend, 16. Mai 2009

Sechs Jungfalken

Alle sechs haben Hunger!

Die Familie ist komplett!

Im Verlaufe des Tages ist nun auch der sechste und damit letzte Jungvogel aus dem Ei geschlüpft, damit ist die Familie nun komplett! Unsere beiden Falkeneltern haben jetzt alle Schnäbel voll zu tun, um ihre Familie satt zu bekommen. Dabei hilft zum Teil auch das Männchen bei der Fütterung der Jungvögel mit.

Beide Eltern füttern

Teamwork. Männchen und Weibchen füttern.

Dieses Verhalten ist nicht unbedingt alltäglich, denn meist verfüttert das Weibchen die vom Männchen überbrachte Beute an ihre Jungen.
Nach der Fütterung werden die Jungvögel dann sofort wieder „unter die Fittiche“ des Weibchens genommen, damit sie sich auch nicht verkühlen.
Drücken wir nun unseren beiden stolzen Falkeneltern die Daumen, dass sie auch weiterhin ihre Familie "gut über die Runde bekommen“.

Freitag, 15. Mai 2009

fünf Falkenjunge

Die Falkenmutter füttert ihre fünf Falkenkinder.

Jungvogel Nr. 5 ist geschlüpft

Heute ist am frühen Morgen der fünfte Jungvogel geschlüpft. Auch er scheint gesund und kräftig zu sein und wird mit seinen vier Geschwistern von der Falkenmutter gefüttert. In den Kastenecken sind viele Nahrungsreste zu erkennen (Depotplätze), es scheint also kein Futtermangel zu herrschen.

Donnerstag, 14. Mai 2009

13.5. vier gierige Schnäbel

Vier gierige Schnäbel

Jungvögel Nr. 2, 3 und 4 sind geschlüpft

Im Verlauf des gestrigen Tages (Mittwoch, 13.5.09) sind noch drei weitere Jungvögel geschlüpft. Die Küken schlüpfen - im Gegensatz zur Eiablage – relativ rasch hintereinander oder sogar am gleichen Tag. Die Natur hat dies so eingerichtet, damit der Altersunterschied zwischen den Jungvögeln nicht zu groß ist und sie dadurch annähernd gleiche Überlebenschancen beim „Kampf“ ums Futter haben. Deswegen beginnt das Falkenweibchen auch erst ab dem zweiten, dritten Ei mit der festen Brut. Insgesamt sind es nun vier hungrige Schnäbel, die ständig gefüttert werden müssen. Sie brauchen zwar noch nicht soviel Futter, da sie ja noch klein sind, trotzdem muss das Männchen fleißig auf die Jagd gehen, damit er seine Familie satt bekommt. Da die Jungvögel in der ersten Woche noch ihr helles, fast weißes, erstes Dunenkleid haben, was noch nicht so dicht und warm ist, muss das Weibchen wie beim Brüten seine Jungen und die restlichen beiden Eier weiter warm halten, damit sie nicht auskühlen.

13.5. verstecken

Verstecken

Dieses Wärmen der Jungvögel wird „hudern“ genannt. Deswegen ist die kleine Familie auch weiter auf die Nahrungsversorgung durch das Männchen angewiesen. Erst ab der zweiten Lebenswoche bekommen die kleinen Falken dann ihr zweites, graues und dichteres Dunenkleid. Dann kann sich auch das Weibchen nach und nach an der Jagd beteiligen.

Im übrigen kann man jetzt häufig in den Ecken des Nistkastens Nahrungsreste beobachten, sogenannte Depotplätze. Die Nahrungsreste werden dort vom Weibchen nach der Fütterung der Jungvögel abgelegt, um diese dann bei Bedarf jederzeit wieder für die weitere Fütterung der Jungvögel zu holen.

Dienstag, 12. Mai 2009

Das erste Junge 12.5.

Das erste Junge

Das erste Falkenküken ist geschlüpft!

34 Tage nach der Ablage des ersten Eies, ist heute Nachmittag nun endlich das erste Falkenküken geschlüpft. Schon vor dem Schlupf hatte es durch lautes Piepen auf sich aufmerksam gemacht. Nachdem es dann mit dem Eizahn (Verdickung auf der Schnabelspitze) die Eischale durchbrochen hatte, nahm das Falkenweibchen es sofort unter das wärmende Gefieder.

Das erste Junge2 12.5.

Das Falkenweibchen füttert den Jungvogel vorsichtig mit winzigen Fleischstücken



Jungvögel wiegen beim Schlupf 12 bis 15 Gramm, haben ein schneeweißes Dunenkleid und haben schon kurz nach dem Schlupf die Augen geöffnet. Unser Jungfalke macht einen gesunden Eindruck, er wurde schon kurze Zeit später von seiner Mutter vorsichtig mit winzigen Fleischstücken gefüttert. Nun erwarten wir in den nächsten Tagen den Schlupf der anderen Falkengeschwister.

Montag, 11. Mai 2009

11.5.09

Das Turmfalkenweibchen bereitet das Schlüpfen der Jungen vor.

Die Kinderstube wird gepolstert

Noch sind keine Jungvögel geschlüpft, die Spannung steigt von Tag zu Tag! Auf dem aktuellen Foto der Webcam kann man gut erkennen, dass sich im „Nest“ eine richtig schöne Polsterung gebildet hat. Dieses graue Material, das man um die Eier herum erkennen kann, besteht teilweise aus kleinen Federresten, aber zum größten Teil sind es Reste von sogenannten „Gewöllen“. Gewölle sind Speiballen, bestehend aus unverdaulichen Nahrungsresten wie zum Beispiel Mäusehaaren oder Vogelfedern. Die Falken fressen ihre Beute zunächst mit „Haut und Haaren“, die unverdaulichen Nahrungsreste werden dann im Verdauungsprozess aussortiert, gesammelt, und danach ein bis zweimal am Tag als sogenanntes Gewölle (Speiballen) ausgewürgt. Sammelt man diese Gewölle, kann man die Nahrung der Falken ermitteln. Die Gewölle im Nistkasten sind teilweise vom Weibchen während des Brütens zerkleinert worden und bilden nun den weichen Untergrund der Nistmulde.

Dienstag, 5. Mai 2009

Turmfalkendame mit Eiern

Die Turmfalkendame scheint sich zu fragen, wann denn wohl die Jungvögel jetzt schlüpfen.

Der "Countdown" läuft

Nun sind bereits vier Wochen seit Ablage des ersten Eies bei unseren Turmfalken vergangen, die Brutphase geht nun langsam in die entscheidende Phase. Wenn alles weiter planmäßig verläuft, könnten vielleicht schon am Wochenende, spätestens aber in der nächsten Woche die ersten Jungvögel geschlüpft sein. Drücken wir die Daumen, dass alles klappt und wir schon bald unsere Falken als stolze Falkeneltern sehen werden.

Donnerstag, 30. April 2009

Falkendame brütet

Falkendame bei der Brut. Foto: NABU/Kupko

Warten auf Futter und Gefahren im Großstadtalltag

Das Falkenweibchen macht trotz des anstrengenden und „langweiligen“ Brutgeschäftes einen recht entspannten und ruhigen Eindruck. Eigentlich kann sie auch beruhigt sein, denn sie wird bisher in regelmäßigen Abständen gut mit Nahrung vom jagenden Männchen versorgt.

Doch die Ruhe kann auch trügerisch sein, denn neben den vielen Vorteilen der Großstadt (z.B. Brutplatzangebot), lauern doch auch viele Gefahren im Alltag. Zwar ist die Anzahl potentieller Feinde, wie des Habichts, hier nicht so groß, dafür können aber Fensterscheiben, der Straßenverkehr, der Flugverkehr, Stromleitungen usw. für den Turmfalken gefährlich werden. Es verunglücken immer wieder Altvögel, teils tödlich, oder sie haben Frakturen, zum Beispiel der Flügel und andere Verletzungen. Wollen wir also hoffen, dass unsere Falkendame auch weiterhin so entspannt brüten kann.

Montag, 27. April 2009

Luxuskasten

Luxuskasten

Luxuswohnung im Kirchturm
Der Nistkasten in der Frohnauer Johanneskirche ist einer von über 320 in Berlin für Turmfalken installierten Nistkästen und auch einer der am nördlichsten im Stadtgebiet gelegenen. Seit gut 25 Jahren werden die Kästen im Rahmen eines Artenhilfsprogramms für Turmfalken in Berlin von Mitgliedern der AG Greifvogelschutz (u.a. auch an mehr als 70 Kirchen in Berlin) angebracht.

Die Nistkästen haben meist eine Kantenlänge von 50 x 50 x 50 cm, so dass bequem bis zu sieben Jungvögel darin Platz finden können. Zudem sind sie vor Witterungseinflüssen und Feinden, z.B. dem Marder oder Habicht, gut geschützt, da die Kästen überwiegend nach innen ins Gebäude eingebaut werden. Dies ermöglicht gleichzeitig eine störungsfreie Kontrolle.

Einflugöffnung

Die Einflugöffnung



Damit die Eier eine gute Nistunterlage haben, wird in die Kästen eine rund fünf Zentimeter hohe Sand-/Erdeschicht eingefüllt. Darin können die Falken dann bequem ihre Nistmulde anlegen. Eine große Einflugöffnung verschafft einen guten Überblick über die Umgebung und zusätzlich wird ein breites Anflugbrett für spätere Flugübungen nach außen hin angebracht. Gleichzeitig wird damit auch eine Verschmutzung der Fassade reduziert. Einmal jährlich werden die Kästen gereinigt, um den Parasitenbefall zu reduzieren.

Standort webcam

Standort des Frohnauer Nistkastens



Der Kasten in Frohnau wurde im Jahr 1999 vom Tagebuchautor installiert, er war damals bereits wenige Tage später mit Turmfalken besetzt. Zwei Wochen später lag bereits das erste Ei. Der Nistkasten zählt mit zu den frühesten und erfolgreichsten Brutstandorten in Berlin. Die Anzahl der hier erfolgreich flügge gewordenen Jungfalken liegt mit 5,7 deutlich über dem Berliner Durchschnitt für Kastenbruten von 4,4. In 10 Jahren flogen aus 59 gelegten Eiern 57 Jungfalken aus. Dies ergibt eine Erfolgsquote von 97%! (Durchschnittliche Berliner Quote: 82%).

Freitag, 24. April 2009

Gelege

Turmfalkengelege

Von der Eiablage bis zum Schlupf
Das erste Stück Schwerstarbeit ist geschafft: seit dem 18. April ist das Gelege mit sechs Eiern komplett. Jedes Ei wiegt etwa 21 bis 24 Gramm, zusammen wiegen alle Eier über die Hälfte des Körpergewichtes des Falkenweibchens.

Nun müssen die Eier von den Falken gut umsorgt werden. Die Brutzeit beträgt normalerweise 28 bis 32 Tage. Damit die Eier nicht auskühlen, werden sie jetzt kaum noch unbebrütet gelassen. Bei der Brut wechselt der Falke meist mehrmals stündlich seine Position im Nest, dabei dreht und wendet er die Eier. Damit ist sichergestellt, dass die Eier gleichmäßig bebrütet werden und nicht auskühlen.

Schon wenige Tage nach der Eiablage entwickelt sich der Keimling. Nach und nach bilden sich Beine, Flügel und Kopf aus. Mit dem Wachstum des Fötus zum schlupfreifen Vogel werden das Eiweiß und der Eidotter abgebaut. Im Ei wird Platz geschaffen, damit der Jungvogel sich bewegen kann. Der sogenannte Eizahn entsteht auf der Spitze des Oberschnabels, das Werkzeug, mit dem der Jungvogel aus der schützenden Eischale schlüpft.

Mindestens 24 Stunden vor dem Schlupf setzt bei den Turmfalkenküken die Atmung ein, außerdem nehmen sie durch leises Piepen Kontakt zu ihren Eltern auf. Das Schlüpfen bedeutet ein hartes Stück Arbeit. Mit dem Eizahn pickt der kleine Falke am stumpfen Pol gegen die Eischale. Zusammen mit Drehbewegungen, strampelnden Beinbewegungen und Nackenstößen durchbricht er schließlich die Kalkhülle. Die Eltern leisten dabei keine Hilfe. Nach dem Schlüpfen bringen die jungen Turmfalken gerade mal 12 bis 16 Gramm auf die Waage. Bis dahin werden wir aber noch über zwei Wochen warten müssen.

Dienstag, 21. April 2009

19.4. Eier und Federn

Eier und Federn

Die Mauser hat begonnen
Neben den Eiern im Kasten sieht man jetzt auch große und kleine Federn herumliegen. Dies bedeutet, dass die Falken mit der Mauser begonnen haben. Einmal im Jahr wird dabei das komplette Federkleid der Falken nach und nach über mehrere Monate ausgewechselt. Wegen der ständigen Abnutzung der Federn im „Alltag“ ist dies lebensnotwendig, damit die Falken immer voll flugfähig bleiben und jagen können.

19.4. Gefiederpflege

Gefiederpflege

Das komplette Federkleid wiegt mit 20 bis 25 Gramm, nur wenig mehr als ein einfacher Brief. Es werden immer nur so viele Federn abgeworfen, dass der Falke auch weiterhin gut fliegen kann. Meist beginnt die Mauser mit den großen Flügelfedern.

Neben der Mauser ist die tägliche Gefiederpflege ebenfalls sehr wichtig. Dabei putzt und ordnet der Falke sein Federkleid mit dem Schnabel und löst überflüssige Hornteile oder Schmutz aus dem Gefieder. Gleichzeitig „fettet“ er seine Federn mit einer Substanz aus der sogenannten Bürzeldrüse, damit die Federn wasserabweisend bleiben.

Montag, 20. April 2009

Das 6. Ei

Das 6. Ei ist da!



Nun sind es schon sechs Eier
Seit Sonnabend (18. April 2009) liegt nun das sechste Ei im Nistkasten, ist damit das Gelege nun vollständig?

Weibchen schläft 19.4.

Das Weibchen schläft


Die Eier werden jetzt fast ohne Unterbrechung bebrütet und das kann auf Dauer ganz schön langweilig und ermüdend sein. Auf dem Foto sieht man, wie das Falkenweibchen auf ihren Eiern schläft. Dabei wendet sie meist ihren Kopf nach hinten und steckt ihn unter die Flügel.

Freitag, 17. April 2009

Das 5. Ei ist da!
Gestern (16.04.09) hat das Falkenweibchen wie erwartet nun schon das fünfte Ei gelegt. Damit liegt sie jetzt in etwa beim langjährigen Durchschnitt der Berliner Falken (5,1 Eier pro Brut). Da es sich aber um eine recht frühe Brut handelt, können wir in diesem Fall hoffen, dass unsere Falkendame noch mindestens ein weiteres Ei legen wird. Mit etwas Glück können es in seltenen Fällen sieben Eier werden. Im Jahr 2005 gab es hier bereits schon mal sieben Falkenjunge. Die Spannung steigt, wir werden sehen, was uns in den weiteren Tagen präsentiert werden wird.

Donnerstag, 16. April 2009

Unser Turmfalkenmännchen

Unser Turmfalkenmännchen

Unser Falkenpaar, ein Portrait
Bei unserem Falkenpaar handelt es sich ganz offensichtlich um ein eingespieltes Team. Beide harmonieren vorzüglich, es könnten daher durchaus die gleichen Falken wie im Vorjahr und im Jahr 2007 sein. Denn schon den ganzen Winter und im zeitigen Frühjahr war immer wieder am Kirchturm ein Falkenpaar zu beobachten, dass zeigt deren vermutliche Standorttreue, denn die meisten Falken verlassen im Winter die Stadt. Leider tragen beide Falken keine Vogelwartenringe, dadurch lässt sich deren Herkunft leider nicht klären, und ebenso, ob es sich dabei um die selben Brutvögel handelt wie zuvor.

Unser Turmfalkenweibchen

Unser Turmfalkenweibchen

Aber auch im letzten Jahr und 2007 trugen beide Falken keine Ringe an ihren Beinen, somit wurden sie zumindest nicht durch einen neuen, beringten Falken ersetzt.

Das Falkenweibchen ist am durchgehend braunen Gefieder zu erkennen. Das Falkenmännchen am grauen Kopf, dem grauen Schwanz mit schwarzer Endbinde und dem rostroten Rückengefieder mit dunklen Punkten (junge Männchen aus dem Vorjahr haben noch ein ähnliches Federkleid wie das Weibchen).

Mittwoch, 15. April 2009

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Das Männchen nähert sich vorsichtig seiner Brut

Das 4. Ei liegt
Wie bereits erwartet, hat das Falkenweibchen am Dienstag (14.4.09) nach zwei Tagen Pause, das vierte Ei gelegt. Das vierte Ei ist in seiner Färbung noch heller und weißer als die beiden Eier zuvor. Seit dem dritten Ei wird jetzt auch regelmäßig gebrütet.

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Das Weibchen brütet

Beide Elterntiere teilen sich das Brutgeschäft
Dabei zeigt sich, dass unser Falkenpaar ein gut eingespieltes Team ist. Ca. 80-90 Prozent der Zeit bebrütet das Weibchen die Eier. Wenn es seine Eier verlässt um sich auszuruhen oder zu fressen, wird es meist kurze Zeit später vom Männchen beim Brüten abgelöst. Sobald das Weibchen wieder zum Kasten zurückkehrt, überlässt das Männchen seinem Weibchen wieder das Brutgeschäft.

Dienstag 14. April 2009

Das zweite Ei

Das zweite Ei

Das 2. und 3. Ei wurden gelegt
Auch über die Osterfeiertage hat das Falkenweibchen pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk alle zwei Tage (am 10.4. und 12.4.09) ein Ei gelegt. Am heutigen Tage könnte dann das vierte Ei folgen. Die beiden letzten Eier sind von der Färbung her weiß mit rotbrauner Sprenkelung.

Das dritte Ei

Das dritte Ei

Zur Eibildung:
Vor der Eiablage nimmt der Kalkgehalt im Blut des Vogelweibchens stark zu, das Ei wird dann im Uterus mit einer festen Kalkschale ausgestattet. Durch Drüsen, die Gallenfarbstoffe und Blutfarbstoffe abgeben, wird das Ei eingefärbt. Die Schale des Eies besteht aus winzigen Kalksäulen, durchsetzt mit zahlreichen Poren, die den Gasaustausch ermöglichen. Also eine Sauerstoffaufnahme und eine Kohlendioxidabgabe.

mehr Die Turmfalken im Fernsehen

Mittwoch, 8. April 2009

8. April das erste Ei

Das erste Ei morgens um 8.00 Uhr

Das erste Ei wurde gelegt.
Pünktlich zum Start der Webcam hat das Weibchen heute früh das erste Ei gelegt. Damit zählt unser Falkenpaar in Berlin mit zu den ersten, die mit der Eiablage begonnen haben. Das Ei ist rotbraun gesprenkelt, dies ist auch die häufigste Färbung bei Turmfalkeneiern. Zu Beginn der Brut werden das erste und zum Teil auch das zweite Ei meistens noch nicht so regelmäßig bebrütet. Dies geschieht dann häufig erst nach der Ablage von dem zweiten, spätestens ab dem dritten Ei.

Das erste Ei

Brutversuch um 10.15 Uhr

Die Eiablage erfolgt in der Regel circa alle zwei Tage, insgesamt werden meist 5 bis 6 Eier gelegt, zum Teil aber auch schon mal 7 Eier (der Durchschnitt aller Gelege liegt in Berlin bei 5,1 Eiern). Bebrütet werden die Eier überwiegend vom Weibchen mit dem Bauchgefieder, dort gibt es einen federarmen Bereich, den sogenannten Brutfleck. Dieser Bereich ermöglicht den Direktkontakt mit der Haut des Weibchens und sorgt somit für eine regelmäßige Wärmeversorgung der Eier.

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