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Tierschutz beginnt beim Eiereinkauf
Tierschutz beginnt beim Eiereinkauf
Die neue Legehennenhaltungsverordnung und der Eiercode
Legebatterie / Foto: Dt.Tierschutzbüro
Die Haltungsform von Legehennen soll künftig beim Einkauf leichter zu erkennen sein. Bereits seit dem 1. Januar 2002 gibt es nicht mehr fünf Haltungskategorien, sondern nur noch drei: Käfig-, Boden- und Freilandhaltung. Aber erst seit dem
1. Januar 2004 muss die Haltungsform auf jeder Packung angegeben werden, z. B. "Eier aus Käfighaltung". Zusätzlich muss jedes Ei mit einem Erzeugercode versehen werden, auf dem die Haltungsform, das Herkunftsland und die Nummer des Erzeugerbetriebes verzeichnet sind. Die Voraussetzungen, unter denen ein Huhn in "Bodenhaltung" oder in "Freilandhaltung" lebt, sind gesetzlich definiert.
Die Anforderungen der EU-Vermarktungsnormen lauten bei Bodenhaltung:
7 Hühner pro m2 im Stall und bei Freilandhaltung: 1 Huhn pro 10 m2 im Auslauf.
Weder "Bodenhaltung" noch "Freilandhaltung" garantieren allerdings bereits für ökologische Haltung und Fütterung. Öko-Legehennen müssen nach weit strengeren Vorgaben gehalten werden. Bei den Vorschriften zu Ausläufen, zur Geflügelhaltung und zu Mindeststall- und Auslaufflächen können Ausnahmen für einen Übergangszeitraum, der am 31. Dezember 2010 abläuft, zugelassen werden.
Bei Freilandhaltung ideal (nach Kriterien des Hühner-Freiland-Hofs, Bad Waldsee):
- 10 m2 Freiland pro Henne
- keine Antibiotika- oder sonstige Medikamenteneinmischung ins Futter
- 8- bis 12-stündige Ruhephasen
- ein natürlicher Schutz vor Greifvögel durch Buschwerk und niedrige Bäume (bei 70.00 m2 Freiland mindestens 2000 Büsche u. Sträucher)
- Stabilisierung der Rangordnung in größeren Gruppen durch Hähne
- 4 Untersuchungen durch den Geflügelgesundheitsdients pro Jahr
- das Futter sollte kein Fischmehl und tierische Knochen enthalten
Die 0 steht für ökologische Erzeugung
Oftmals bleibt unberücksichtigt:
Die Aufzucht der Junghennen - auch für "alternative" Haltungen - erfolgt noch regelmäßig in Käfigen, statt in "artgerechter" Haltung mit guter Einstreu. Die Tiere lernen in den Käfigen nicht, mit Einstreu sowie Umwelt, Boden, Luft und Sonne gesund umzugehen. Verhaltensstörungen wie Federpicken und Kannibalismus sind die Folgen, die auch nach dem Wechsel in bessere Haltungen nicht abgelegt werden. In der Schweiz wird deshalb die Hennenaufzucht in Käfigen zum Nutzen der Tiere und der Betriebe nicht mehr zugelassen.
Bei Öko-Eiern muss zusätzlich die Öko-Kontrollstelle angegeben werden! Somit ist schon auf der Verpackung erkennbar, ob die Eier aus Käfighaltung oder aus einer alternativen Haltungsfom stammen.
Die 3 steht für Tierquälerei
So lautete seinerzeit das Motto einer Kampagne von Deutschem Tierschutzbund und den ihm angeschlossenen Tierschutzvereinen gegen die sog. Legebatterien.
Eine derartige, in der Regel von angelerntem Hilfspersonal verübte Tierfolter, die jetzt unter Euphemismen wie "ausgestaltete" Käfige wieder salonfähig gemacht werden soll, spricht jedenfalls jedweder Form von Tierschutzgedanken Hohn!
Dazu ein Link zur Pressemitteilung Verhandlungen für eine tiergerechte Legehennenhaltung gescheitert des Deutschen Tierschutzbundes vom 13.09.04 über die ergebnislos verlaufene Sitzung der vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) eingerichteten Arbeitsgruppe, die nach einem Kompromiss zwischen der von der Industrie favorisierten 'Kleinvoliere' und einer artgerechten Voliere suchen soll.
Für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen
Gemeinsame Online-Aktion von Bio-, Verbraucher-, Bauern-, Entwicklungs- und Umweltinitiativen
Beispiel Massentierhaltung
Das Online-Kampagnennetzwerk Campact ruft Bürger/innen auf, mit einer E-Card Wirtschaftsminister Glos und Landwirtschaftsminister Seehofer unter www.transparenz-muss-her.de aufzufordern, für mehr Transparenz bei EU-Agrarsubventionen zu sorgen. Die Aktion wird von einem Bündnis von 33 Verbraucher-, Bauern-, Entwicklungs-, Tierschutz- und Umweltinitiativen unterstützt, die sich zu einer "Transparenzinitiative" zusammen geschlossen haben. Diese erwartet von den Ministern, dass sie einen von der EU-Kommission eingebrachten Vorschlag für eine Transparenzpflicht unterstützen und sich darüber hinaus für die Veröffentlichung weiterer Angaben einsetzen.

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