Berlin.NABU.de NABU aktiv Fachgruppen Naturgarten
Fachgruppe Naturgarten
Fachgruppe Naturgarten
Die Fachgruppe Naturgarten stellt sich vor
Naturnahes Gärtnern – Mischkultur aus Wildblumen
In unserer Gruppe haben sich Natur- und Umweltschützer zusammen geschlossen, um sich für eine konsequent naturschonende und nachhaltige Gestaltung von Kolonie- und Privatgärten einzusetzen. Die monatlichen Treffen dienen dem Austausch praktischer Erfahrungen, der Planung gemeinsamer Aktivitäten sowie dem Erwerb und der Weitergabe von theoretischem Wissen als Grundlage. Ergänzend werden Vorträge veranstaltet und bemerkenswerte Gartenanlagen, Ausstellungen oder Pflanzenbörsen besucht.
Die im Verlauf vieler Jahre gesammelten Informationen über naturgemäßen Gartenbau spiegeln in ihrer thematischen Vielseitigkeit die lebendige Vielfalt in unseren Naturgärten wider. Sie stehen in der Bibliothek der NABU-Geschäftsstelle in der Wollankstraße 4 in Berlin-Pankow allen Interessierten zur Verfügung und umfassen folgendes Angebot:
- Infos der NABU-Naturgartengruppe
- Buchbestände der NABU-Bibliothek
- Info-Ordner zum Thema Naturgarten
Arbeitsschwerpunkte:
- Natur- und Umweltschutz im Garten
- naturnahe Gartengestaltung
- Erfahrungsaustausch
- Beratungen
- Besuch von Projekten
- Öffentlichkeitsarbeit
Zeit & Ort:
Die Fachgruppe trifft sich von April bis Oktober jeden ersten Mittwoch im Monat
außerhalb der Geschäftsstelle. Genaue Treffpunkte siehe unter Aktuelles (ggf. erfragen unter Tel. 030-9 86 08 37 13).
Kontakt:
Tel.: 030 - 9 86 08 37 13
Fax.: 030 - 9 86 70 51
E-Mail: kpaliege@nabu-berlin.de
Löwenzahn / Foto: Schiwora
NABU-Naturgarten-Gruppe in Berlin-Staaken gegründet
Bislang pendelten die wenigen Mitstreiter aus Staaken immer nach Berlin-Pankow, bis sich schließlich so viele Interessenten zusammenfanden, um eine eigene Untergruppe mit den gleichen Zielen und Arbeitsschwerpunkten zu gründen.
Die neue Gruppe trifft sich jeden dritten Donnerstag um 18 Uhr in verschiedenen vorher bekannt gegebenen Gärten.
In den Wintermonaten finden die Treffen bei der Gruppenleiterin statt. Weitere Informationen erfragen Sie bitte bei Karla Paliege.
Aktuelles
Termine 2011
Reguläre Treffen
Balkonbepflanzung
Naturnahe Balkonbepflanzung
Referent:
Klaus Brockmann, BA Mahrzahn - Hellersdorf
Treffpunkt:
in der Geschäftsstelle des NABU
Wollankstr. 4, 13187 Berlin
Verkehrsverbindung:
Rathaus Pankow, von dort ca. 3 Minuten Fußweg oder Bus 255, Haltestelle Wilhelm-Kuhr-Str.
Projektgarten der Fachgruppe Naturgarten:
Jeden Montag und Freitag ab 17 Uhr trifft sich die Fachgruppe in ihrem neuen Projektgarten
Nähere Informationen:
Karla Paliege (030) 986 08 37 13
Über 2000 „GARTENrotschwanzOASEN“
Deutschlands Hobbygärtner helfen dem Vogel des Jahres 2011

Duftende Blumenwiesen und üppige Obstbaumblüten, dazu ein buntes Gartenleben voller Schmetterlinge und anderer Insekten – an solch einem Ort lässt es sich entspannen und das Leben genießen. Das findet auch der Gartenrotschwanz. Doch in vielen Gärten wird man heute keinem Gartenrotschwanz mehr begegnen. Der NABU ruft nun auf, dem Vogel des Jahres 2011 möglichst viele GARTENrotschwanzOASEN zu schaffen.
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Preisverleihung „Schmetterlingsgarten 2010“
NABU Berlin wirbt für naturnahe Gärten in Berlin

Dr. Hans-Jürgen Stork, Vorstandsmitglied des NABU Berlin, verlieh auf dem Berliner Staudenmarkt im Botanischen Garten am 4. September 2010 die Preise für den Wettbewerb „Schmetterlingsgarten 2010“ an die besten naturnahen Gartenbesitzer. Alle Preise gingen an Berliner Kleingärtner, die ihren Garten im Einklang mit der Natur bewirtschaften.
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Einige Grundsätze des naturnahen Gärtnerns
Nackte Böden sollten im Winter wie im Sommer vermieden werden. Mit Mulchen oder Gründdüngungssaaten können abgeerntete Beete bedeckt werden. Die Bodenlebewesen danken es Ihnen und sorgen für gute Bodenfruchtbarkeit.
Nur stark verdichtete oder verwilderte Böden umgraben. Durch das Umgraben wird die Ordnung der Bodenlebewesen zerstört und sie brauchen dann geraume Zeit, sich wieder zu ordnen und tätig zu werden.
Eine Pflanzenvielfalt ist die Voraussetzung für einen gesunden Garten. Dazu gehört auch die Duldung von einheimischen Wildkräutern, die oft von nützlichen Insekten als Lebensraum benötigt werden. Auch Reisig- oder Laubhaufen in einer stillen Ecke werden von Insekten und Vögeln gern als Nahrungsquelle oder Rückzugsgebiet angenommen.
Im Garten gibt es keine Abfälle. Alle Abfälle, natürlich ausgenommen Industrieabfälle und gekochte Lebensmittel, können kompostiert und dem Kreislauf wieder zugeführt werden. Mineralische Dünger sollten nur wenn nötig zum Einsatz kommen.
Dasselbe gilt auch für Pflanzenschutzmittel. Nicht vorsorglich Pflanzenschutzmittel einsetzen und nur wenn es wirklich nicht anders geht. Denn oft werden auch die "Nützlinge" mit vernichtet. In der Natur gibt es eigentlich keine "Nützlinge" und "Schädlinge". Dies ist eine Einteilung des Menschen.
Wichtig für einen gesunden Boden sind der regelmäßige Fruchtwechsel und die Planung einer ausgewogenen Mischkultur. Wichtig ist ferner das Beachten von Pflanzenverträglichkeiten.
Natur erleben auf dem Balkon
Naturnah gestaltete Balkone bieten vielen Tieren Lebensraum
Balkonbepflanzung / Fotos: Wegner
Allmählich scheint der Winter doch zu weichen, der Frühling sich zu nahen, und schon längst erwacht ist unsere Sehnsucht nach Blumen und Leben, natürlich auch, sofern vorhanden, auf dem heimischen Balkon. Schön bunt soll er aussehen und wenn sich dort Schmetterlinge tummeln oder gar eine Amsel brütet, dann haben wir etwas richtig gemacht.
Die Bepflanzung der Balkonkästen ist dabei entscheidend. Sie sollten in erster Linie einheimische Blühpflanzen oder Kräuter mit ungefüllten Blüten wählen und auch keine Monokultur betreiben. Eine Blumenwiesenmischung mit einheimischen Kräutern und Gräsern kann auf dem Balkon sehr bunt und interessant werden. Die Samenmischung setzt sich oft nur aus einjährigen Arten (Klatschmohn, Kornrade, Kornblume u.v.m.) zusammen, so dass man jedes Jahr neu aussäen muss. Es gibt viele Küchenkräuter (Ysop, Fenchel, Bohnenkraut oder Thymian), die gut mit dem Platz im Balkonkasten zurecht kommen, und außerdem kann man sie in der Küche verwerten.
Doldengewächse werden besonders gern von Insekten und Schmetterlingen angenommen. Es gibt viele zwei- und mehrjährige Wildkräuter (Doldiges Habichtskraut, Wiesen-Flockenblume), die Sie ebenfalls auf dem Balkon ansiedeln können. Beliebte Nektarquellen sind z. B. Glockenblumen, Ziest- und Fetthennenarten oder Färberkamille. Wenn genügend Platz vorhanden ist, können Sie auch einen Schmetterlingsstrauch (Pfauenauge und Admiral lieben diesen Strauch) in einem Kübel ziehen. Blaukissen wiederum ist eine Futterpflanze für die Raupen des Aurorafalters.
Mauerseglernistkästen
Zwischen den Balkonkästen können Sie auch Nistkästen für Vögel aufstellen. Je nach Voraussetzung können sich z. B. Singvögel wie Blau- und Kohlmeise, Sperling und Hausrotschwanz einstellen oder auch Fledermäuse. Aber man braucht auch etwas Geduld, bis die Möglichkeiten entdeckt und die Angebote als vertrauenswürdig angenommen werden. Dabei spielen verschiedene Faktoren wie Nahrungsangebot und Sichtschutz vor natürlichen Feinden (Katzen, Elstern) eine Rolle. Der Nistkastenkauf ist oft schwierig, da die Maße mit den Blumenkästen in der Regel nicht übereinstimmen. Ob selbst gebaute Nistkästen oder passende über den Handel: Sie sollten immer darauf achten, dass das Holz unbehandelt ist, d. h. frei von Giftstoffen. Anleitungen zum Nistkastenbau und Anbringungsmöglichkeiten sind in NABU-Geschäftstelle erhältlich.
Viele BalkonbesitzerInnen konnten schon beobachten, wie es sich z. B. Amseln oder Grünfinken in einer ruhigen Ecke gemütlich einrichteten und ihre Jungen aufzogen. In dem Falle sollte man dafür sorgen, dass die Ecke während des Brutgeschäfts möglichst wenig gestört wird. Brutpflege und Aufziehen der Jungen zu beobachten, wird zum unvergesslichen Erlebnis!
Auch Insekten kann man Nisthilfen anbieten. Z. B. gebündelte Schilfhalme oder Holundertriebe nutzen verschiedene Wildbienenarten, um sie als Legeröhren für die Eiablage zu nutzen.
Blumenerde stellt ein echtes Problem dar, da man nur Torferde zu kaufen bekommt. Mit dem Torferdenabbau werden unwiederbringlich Moorlandschaften und der Lebensraum von Tieren, die auf diesen Landschaftstyp angewiesen sind, zerstört. Einige Gärtnereien stellen noch aus Kompost Muttererde her oder vielleicht fragen Sie Bekannte, die einen Garten besitzen.
Es gibt natürlich noch viele weitere Möglichkeiten, einen Balkon lebendig und erlebnisreich zu gestalten. Am besten Sie probieren eigene Ideen einfach mal aus. Wenn Sie Fragen haben, können Sie uns gerne unter 986 08 37 13 anrufen oder in unserer Landesgeschäftsstelle besuchen.
Der insektenfreundliche Garten
Nisthilfe für Erdhummeln
Gartenhummel / Foto: Strukow-Hamel
Weltweit gibt es etwa 400 Hummelarten, davon ca. 25 in Deutschland. Sieben Hummelarten kann man im Berliner Raum finden. Hummeln sind neben den Bienen die wichtigsten Blütenbestäuber. Sie fliegen schon bei relativ kühlen Temperaturen aus.
Im April/Mai kommt die Erdhummelkönigin aus ihrem Winterquartier und sucht nach einem geeigneten Nistplatz. In verlassenen Mauselöchern oder in Mulden unter trockenem Moos, Laub oder Gras findet sie geeignete Bedingungen für ihren Nestbau. Die Königin baut aus Wachs je einen Behälter für Nektar und Pollen, die sie anschließend füllt. In einem ebenfalls aus Wachs gefertigten Eibecher legt sie zunächst 6 bis 15 Eier. Die erste Brut muss die Königin selbst versorgen. Mit den aus dieser Brut sich entwickelnden Arbeiterinnen gründet die Königin einen Staat, der im Herbst wieder abstirbt. Nur die neuen Königinnen werden überwintern und im folgendem Jahr wieder ein neues Volk gründen.
Auch Hummeln haben Schwierigkeiten, in unserer Landschaft geeignete Nistplätze zu finden. Mit einem leicht zu bauenden Hummelnistkasten aus Holz oder einem Tonblumentopf können wir ihnen Nistmöglichkeiten anbieten. Ein etwas größerer Blumentopf, ausgefüllt mit weichem , lockerem Material wie Moos oder Holzwolle, wird umgekehrt mit der Öffnung nach unten in die Erde eingegraben, wobei der Bodenrand einige Zentimeter herausragen sollte. Das Abflussloch des Blumentopfes dient als Einflugsloch und sollte mindestens 1,5 cm Durchmesser haben. Als Standort eignen sich Randbereiche, die warm und trocken sein sollten. Nach ähnlichen Prinzip kann auch ein Holzkasten angefertigt werden. Das Einflugloch kann auch schräg in den Nistkasten gebohrt werden.
Weitere Informationen über Hummeln und Nisthilfen können Sie hier erhalten.
Langes Blumenleben in der Vase
Zwölf nützliche Tipps
alle Blumen welken.
Nur die eine nicht,
Die da heißt
Vergissmeinnicht!
Blumen in der Vase mögen fast alle. Doch wie nur die Farbenpracht möglichst lange frisch erhalten? Zwei Hauptursachen lassen unsere Blumensträuße welken: der natürliche Alterungsprozess und die Fäulnisbakterien. Was also können wir tun, damit Schnittblumen nicht schon bald ihre Köpfe hängen und die Blütenblätter fallen lassen, sondern uns mit ihrer Schönheit recht lange erfreuen?
Zunächst sollte man Blumen frisch kaufen: Aus einheimischen Gärtnereien schaffen sie es in einem Tag in den Blumenladen; holländische sind zwar im allgemeinen billiger, jedoch im Kühlwagen und ohne Wasser meist zwei Tage unterwegs.
Nach dem Kauf aber gilt es, folgende Tipps zu beachten:
- Unmittelbar bevor Sie die Blumen in eine saubere Vase mit lauwarmem Wasser (etwa 35°C) stellen, zur Offenhaltung der Leitungsgefäße weiche Stiele noch einmal gerade, harte schräg anschneiden; hölzerne dazu noch längs einschneiden;
- Stiele, die im Wasser stehen, sollten blätterfrei sein, um das Bakterienwachstum zu vermindern, doch oberhalb des Vasenrandes Blätter bitte am Stiel belassen;
- das Blumenwasser alle ein bis zwei Tage wechseln und die Stiele öfter nachschneiden;
- Stiele von Milchsaftgewächsen vorher einige Sekunden in heißes Wasser halten;
- schon �traurige� Sonnenblumen einfach in ca. 70°C heißes Wasser stellen, sie sehen anschließend wie frisch geschnitten aus;
- Traubenzuckerzusatz verhindert den vorzeitigen Verbrauch von Energiereserven der Pflanze, während zuviel davon allerdings das Bakterienwachstum begünstigt.
- Blumenfrischhaltemittel enthalten Fungizide und Bakterizide, die das Leben der Blumen in der Vase verlängern, und man braucht auch nicht so oft das Wasser zu wechseln. Da diese Zusätze jedoch Schwermetalle enthalten, belasten sie die Umwelt;
- den Strauß ins Helle, aber nicht direkt in die Sonne stellen und im Winter nicht neben die Heizung;
- Nelken machen bis zu 10 Tagen länger Freude, wenn sie statt in Wasser in Zitronenlimonade stehen!
- Kein reifes Obst in die Nähe stellen, denn das Reifehormon Ethylen beschleunigt das Verblühen;
- ein Stück Holzkohle und ein kupferhaltiges Geldstück (z. B. 5 Cent) ins Blumenwasser gelegt, verzögern Geruchsbildung sowie das Abblühen, da Kupfer die Algenbildung verhindert;
- im Winter gekaufte Blumen sollten etwa eine Stunde lang eingepackt bleiben, damit ihnen die Akklimatisierung leichter fällt; anschließend wie oben beschrieben vorgehen.
Monatsübergreifende Beiträge
Gründüngungen
Bienenweide / Foto: Paliege
Sollten aus irgendwelchen Gründen Flächen nicht bestellt werden, dann immer Gründüngungsgpflanzen säen, denn der Boden sollte nicht brach liegend der Witterung ausgesetzt werden! Dies schadet seiner Krümelstruktur und dem Wohlbefinden der Bodenlebewesen.
Gründünger(pflanzen) sollten Sie so oft wie möglich aussäen und dafür schnellwüchsige Pflanzen verwenden, die den Boden gut durchwurzeln und viel Blattmasse bilden. Gründüngungpflanzen werden auf mageren Böden als Vor-, Zwischen- oder Nachkultur oder auf freie Flächen gesät, weshalb sie auch gut als Startpflanzen für neu angelegte Gärten oder für stark verdichteten Böden geeignet sind.
Empfehlenswert für die Gründüngung sind Schmetterlingsblütler (Leguminosen); Kreuzblütler, Winterroggen oder Bienenweide (Phacelia).
Zu den Schmetterlingsblütlern gehören Bohnen, Erbsen, Klee oder Lupine. Sie sind in der Lage, in ihren Wurzelknöllchen Stickstoff aus der Luft in eine pflanzenverfügbare Form umzuwandeln. Auch bilden sie viel organische Masse und sind besonders für die Sommermonate geeignet.
Phacelia stammt aus einer anderen Pflanzenfamilie, bildet viel Grünmasse und dient, wie schon ihr deutscher Name sagt, als Bienenweide.
Kreuzblütler wie Gelbsenf, Winterraps, Ölrettich, die sehr kräftig und tief den Boden durchwurzeln, sind für mittlere und schwere Böden vorteilhaft. Gelbsenf eignet sich besonders gut als Zwischenkultur im Sommer, wenn der Boden sonst eine Zeit frei bleiben würde. Schon im Keimblattstadium bedeckt und durchwurzelt er den Boden schnell.
Doch Vorsicht beim Kohlanbau: Da auch alle Kohlarten Kreuzblütler sind, kann dadurch die Kohlhernie begünstigt werden.
Winterroggen ist günstig für die Wintermonate und unterbricht die oft eintönige Fruchtfolge, da er mit den üblichen Gemüsearten nicht verwandt ist. Für die Wintergründüngung eignen sich auch Inkarnatklee oder Winterraps.
Der Gartenteich
Gartenteich / Foto: Dorbert
Gartenteiche sind schöne Biotope, wo sich Tiere und Pflanzen in ihrem natürlichen Habitat gut beobachten lassen. In einem Gartenteich passiert immer etwas.
Bei seiner Anlage müssen aber bestimmte Regeln beachtet werden: Die beste Zeit zum Anlegen eines Teiches ist das Frühjahr oder der Herbst. Anfang April ist die günstigste Zeit zum Anpflanzen von Wasser- und Sumpfpflanzen. Der Teich sollte von der Sonne mindestens 4 bis 6 Stunden beschienen werden. Ungünstig ist eine Lage unter Laubbäumen, denn das hereinfallende Laub würde zu einer unerwünschten Nährstoffanreicherung beitragen. Die Wasserfläche sollte mindestens 8 qm betragen und 80 cm tief sein. Als Ausstiegshilfe für hereingefallene Tiere wie etwa Igel dient eine Flachwasserzone.
In Teichen mit Fischen, insbesondere Goldfischen, können sich keine anderen Teichbewohner ansiedeln. Der Laich und die Larven von Amphibien oder Libellen werden von den Fischen vertilgt. Nähere Informationen zur Gestaltung von naturnahen Gartenteichen können Sie in unserer Geschäftstelle erhalten.
Wer sich einen Gartenteich anlegt, muss damit rechnen, dass sich Frösche einfinden und in den Abendstunden kostenlose Konzerte geben. Manch einer fühlt sich dadurch gestört und beschwert sich, zieht aber vor Gericht, wie kürzlich den Medien zu entnehmen war, den Kürzeren...
Insektenfalle Planschbecken
Während der Schulferien betreute ich den Garten meiner Nachbarn. In dieser Zeit machte ich eine traurige Entdeckung: Ein sorglos aufgestelltes, mit Wasser gefülltes Kinderplanschbecken aus PVC wurde zur Todesfalle für viele Insekten. Innerhalb von zwei Tagen waren mehr als 50 verschiedene Insekten darin ertrunken. Es waren überwiegend Hummeln, doch auch Bienen, Wespen, Hornissen und Käfer waren dabei. Alle diese Insekten haben ein großes Trinkbedürfnis bei den Temperaturen, die wir hatten. Auch für die Brutpflege wird Wasser benötigt. Das Planschbecken wurde ihnen jedoch zum Verhängnis. Die große, in der Sonne glitzernde Wasserfläche zeigte zwar an "hier kann ich trinken", aber die glatten Ränder ermöglichten kein Herauskrabbeln. Es gab auch keine rettende Insel, von der aus sie wieder hätten abfliegen können (Hölzer, ein Bündel Strohhalme oder ähnliches). Ich habe das Becken mit einer großen Luftpolsterfolie abgedeckt und die Enden mit Stäben am Boden befestigt. Seitdem ist dort kein Insekt mehr ertrunken!
Pflanzenschutz
Beinwell & Flockenblume / Foto: Wegner
Pflanzenschutz beginnt schon bei der Pflanzenauswahl. Die angebotenen farbenprächtigen Blütenpflanzen haben nämlich auch ihre Tücken. Sie sind in Zuchtanlagen unter günstigsten Bedingungen angezogen worden. Oft sind es Exoten mit speziellen Standort- und Nährstoffansprüchen. Diese Bedingungen sind im Kleingarten nur mit einem hohen Pflegeaufwand zu schaffen.
Deshalb sollten Sie beim Kauf auf Standortbedingungen und Nährstoffansprüche achten und möglichst einheimische Pflanzen wählen. Sie sind pflegeleichter, weniger krankheitsanfällig und letztlich preiswerter, weil kaum Geld für Dünger und Pflanzenschutzmittel gebraucht wird. Auch der Wasserverbrauch wird geringer, da hiesige Pflanzen mit den klimatischen Bedingungen besser zurechtkommen. Auch der Natur ist damit gedient, denn unsere Tierwelt ist auf einheimische Arten als Nahrungsquelle angewiesen.
Versuchen Sie möglichst vielen Nützlingen Nahrungs- und Nistmöglichkeiten anzubieten. Schwebfliegen werden z. B. von den Blüten des Dills, Teefenchels oder der wilden Möhre angelockt. Auf dem Speiseplan der Schwebfliegenlarven aber stehen z. B. Blattläuse.
Weiterhin kann man die Gesundheit der Pflanzen mit Pflanzenstärkungsmitteln aus selbst hergestellten Brühen oder Jauchen stabilisieren. Pflanzenjauche ist flüssiger Dünger. Der Ansatz wird in einem kleinen Holz- oder Kunststoffbehälter vergoren. Ein 10-Liter-Eimer reicht aus. Abgestandenes Wasser ist günstiger. Wenn der Ansatz an einem warmen, sonnigen Ort steht, wird der Gärungsprozess beschleunigt, benötigt aber gleichwohl zwei bis drei Wochen. Tägliches Umrühren sorgt für die Sauerstoffversorgung, die der Gärungsprozess benötigt. Einige Tropfen Baldrian-Blüten-Extrakt oder ein paar Hände voll Steinmehl können unangenehme Geruchsentwicklungen verhindern.
Hier einige Rezepte
Beinwell(Jauche): 1 kg. frische Blätter oder 150 g getrocknetes Kraut vermischt mit Brennnesseln in 10 l Wasser wird als Flüssigdünger während der Vegetationsperiode in einem Verdünnungsverhältnis 1:10 verwendet. Es stärkt allgemein die Pflanzen, kalireich und besonders gut für Tomaten geeignet.
Knoblauch (Jauche): 500 g vermischt mit Zwiebeln im Verhältnis 1:1 und einigen Blättern der Schwarzen Johannisbeere in 10 l Wasser wird in einer Verdünnung 1:10 auf Beete oder Baumscheiben gegossen werden. Diese Jauche stärkt die Abwehrkräfte gegen Pilzerkrankungen vor allem bei Kartoffeln und Erdbeeren.
Tomate (Auszug): 2 Handvoll Blätter und Geiztriebe auf 2-3 l Wasser. Zerdrückte Pflanzenteile 3 Stunden ziehen lassen und zur Flugzeit der Kohlweißlinge alle 2 Tage über die Kohlpflanzen unverdünnt gießen.
Siehe auch die Pflanzenschutz-Tipps unter www.stadtentwicklung.berlin.de. Weiterhin kann der telefonische oder persönliche Beratungsdienst des Pflanzenschutzamtes in Anspruch genommen werden oder rbbtext 763, 764, 765; hier bitte beachten, dass Brandenburg andere Bestimmungen hat als Berlin.
Gärtnern mit dem Mond
Viele Biogärtner, gärtnern nach den Empfehlungen eines Mondkalenders, der überall im Handel erhältlich ist. Pflanzen die nach den Empfehlungen ausgesät bzw. gepflanzt werden, sollen wüchsiger und gesünder sein. Grundlage für den Mondkalender sind kosmische Einflüsse. Astronomische Institute berechnen anhand kosmischer Daten für jedes Jahr die günstigsten Aussaattage. Da in den astronomischen Instituten die Grenzen zwischen zwei Sternzeichen unterschiedlich gezogen werden, ziehen die Autoren unterschiedliche Schlüsse, so dass die Aussaattage um einige Tage differieren können.
Insbesondere dem Mond wird ein Einfluss auf das Pflanzenwachstum zugeschrieben. Eine Bedeutung spielt die Konstellation der Tierkreiszeichen, des Mondes und der Erdezueinander. Jedes der Tierkreiszeichen lässt sich einem der vier Urelementen Erde, Wasser, Luft, Feuer zuordnen. Diese Elemente lassen sich wiederum mit vier pflanzlichen Wuchstypen in Verbindung bringen Wurzelpflanzen, Blattpflanzen, Blütenpflanzen, Fruchtpflanzen. Auch
die Tageszeit spielt dabei eine Rolle. Für Berufstätige könnte es da schwierig werden...
Adressen von biologischen Saatgutlieferanten (Auswahl)
Gemulchter Baum
- Dreschflegel-Saatgut-Versand
Postfach 1213
37202 Witzenhausen
Internet: www.dreschflegel-saatgut.de - VERN e.V. (Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V.)
Burgstraße 20
16278 Greifenberg/ Uckermark
Tel.: 033334-70232
Internet: www.vern.de
Quellen:
KLOTZ, Brigitte (1987): Das Öko-Gartenbuch - Rohwohlt, Hamburg
KREUTER, Marie-Luise (1993): Der Bio-Garten im Jahreslauf. Die wichtigsten Arbeiten Monat für Monat BLV, München-Wien-Zürich
KREUTER, Marie-Luise (2001): Biologischer Pflanzenschutz BLV, München-Wien-Zürich
Hrsg. WOLFF, Jürgen (1999): Mein schöner Bio-Garten Kosmos, Stuttgart
MAROWSKI, Eduard (2003): Bauplansammlung von Nistkästen und Wohnhöhlen für Vögel, Insekten und Kleinsäuger, NABU Ostfriesland, Wiegboldsbur
Weiterführende Literatur
ABTEI FULDA (72002): Pflanzensaft gibt Pflanzen Kraft. Eigenverlag, Fulda
DAHL, Jürgen (32002): Nachrichten aus dem Garten. Manuscriptum, Waltrop-Leipzig
KREUTER, Marie-Luise (1993): Der Bio-Garten im Jahreslauf. Die wichtigsten Arbeiten Monat für Monat. BLV, München-Wien-Zürich
dies. (1989) So entsteht ein Bio-Garten. Für alle, die anfangen und es richtig machen wollen. BLV, München-Wien-Zürich
dies. (101988): Der Bio-Garten. BLV, München-Wien-Zürich
SEYMOUR, John (2003): Das neue Buch vom Leben auf dem Lande. Ein praktisches Handbuch für Realisten und Träumer. Urania, Stuttgart
SEYMOUR, John (22002): Selbstversorgung aus dem Garten. Wie man sich seinen Garten natürlich bestellt und gesunde Nahrung erntet. Urania, Berlin

Ihre Ansprechpartnerin:
Karla Paliege
Tel.: 030 - 986 08 37 - 13
e-mail: kpaliege@nabu-berlin.de
Naturschutzjugend Berlin
Die NAJU hat super Angebote für junge Menschen, wie die AG Umweltpolitik, eine Jugendgruppe, Kindergruppen oder einen Naturerlebnisgarten. Mehr
Veranstaltungen März bis Mai
Das Veranstaltungsprogramm aus "Natur in Berlin" Heft 1/2012 zum Download Mehr
Veranstaltungen Dezember bis Februar
Das Veranstaltungsprogramm aus "Natur in Berlin" Heft 4/2011 zum Download. Mehr
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