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Fachgruppe Igelschutz

Die Fachgruppe Igelschutz

Die FG Igelschutz stellt sich vor:

Aktuelle Informarionen zur Arbeit der FG Igelschutz erhalten Sie zurzeit in der Geschäftsstelle des NABU Berlin.

Die Fachgruppe Igelschutz besteht seit mehr als zwei Jahrzehnten und hat sich 1991 dem NABU Berlin angeschlossen.

Hintergrundinformationen:

Igel

Igel (Erinaceus europaeus) zählen wegen ihres bizarren Aussehens zu den markantesten Erscheinungen unserer heimischen Fauna. Sie bewohnen unsere Erde seit rund 20 Millionen Jahren, also erheblich länger als der Mensch. Wenn sie diesen langen Zeitraum überleben konnten, ohne dass bis noch vor einigen Jahrzehnten ihre Populationsdichte abgenommen hätte, so verdanken sie das u. a. einer deutlich ausgeprägten Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen und einer relativen Anspruchslosigkeit an ihren Lebensraum. Erst gegenüber den jüngsten Entwicklungen unserer modernen Zivilisation werden diese Wesensmerkmale tendenziell unwirksam. So können die Verluste, die durch rasant zunehmenden Straßenverkehr, Einsatz von Chemikalien, rapide fortschreitende Verminderung und/oder Verschlechterung des Lebensraumes u.s.w. entstehen, durch die natürliche Reproduktionsrate nicht mehr ausgeglichen werden.

Igelchen

Igelchen / Foto: Scharon

Die Folge davon ist eine langsame, aber kontinuierliche Abnahme der Igelbestände sowohl in der offenen Landschaft als auch im menschlichen Siedlungsbereich. So stehen Igel in einigen Bundesländern bereits auf der sog. Roten Liste. Tierfreunde können einen kleinen, aber verdienstvollen Beitrag zur Erhaltung einer bedrohten Tierart leisten, wenn sie kranke oder verletzte Igel gesund pflegen oder Jungigel, die für eine Überwinterung in der freien Natur zu klein sind, bei sich aufnehmen und bis zum nächsten Frühjahr betreuen.

Arbeitsschwerpunkte

  • Beratung der Bürger zur richtigen Unterbringung, Betreuung und Ernährung hilfsbedürftiger Igel

  • Vermittlung eines Winterquartiers, sofern der Finder keine Unterbringungsmöglichkeit hat

  • Überstellung an einen fachkundigen Veterinär

  • Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit zur Verbreitung des Igelschutzgedankens


Anleitung zur Igelpflege

Wenn Bürger zu Beginn der Frostperiode Igel auffinden, die weniger als 500 Gramm wiegen, im Genick eine sog. Hungerfalte aufweisen und/oder respiratorische Geräusche von sich geben, wird dringend empfohlen, mit dem Tier eine unserer Stationen aufzusuchen. Hier wird der Igel gewogen, wenn nötig entfloht und sein Kot mikroskopisch vor allem auf Lungen- und Darmparasiten untersucht, da diese seine durchschnittlich 3 bis 4 Jahre betragende Lebenserwartung auf nur 2 Jahre reduzieren können.
In einem ca. einstündigen Beratungsgespräch erhalten die Bürger Erläuterungen und eine Überwinterungsanleitung in Form einer informativen Broschüre.

Igelheim

Heim für verletzte Igel

Vermittlung eines Winterquartiers

Sollten sich die Bürger nicht in der Lage sehen, einen ansonsten gesunden Igel bei sich aufzunehmen, vermitteln wir aus einem Kreis entsprechend erfahrener Leute ein Überwinterungsquartier. – Die Auswilderung des Tieres erfolgt in der ersten Maihälfte des Folgejahres, nachdem die Anwohner der betr. Gegend von uns entsprechend informiert wurden.

Überstellung an einen fachkundigen Veterinär

Sollte bei einem verletzten Tier ein chirurgischer Eingriff nötig sein, ziehen wir einen auf diesem Gebiet spezialisierten Tierarzt hinzu.

Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit

Mit Veröffentlichungen in den Medien, Diavorträgen vor interessierten Zuhörer-
kreisen (Gartensparten u. ä.), Infoständen mit Bildmaterial und Informations-
schriften, Führungen von Schulklassen in unseren Stationen versuchen wir kontinuierlich, den Kenntnisstand über Igel in der Bevölkerung zu verbessern.

ACHTUNG! Igelstationen haben Kapazitätsgrenzen. Daher bitten wir um Verständnis, wenn insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten keine Aufnahmekapazitäten für hilfsbedürftige Igel mehr vorhanden sind!


Weitere Stellen, die mit Rat und Hilfe gerne zur Verfügung stehen:

Arbeitskreis Igelschutz Berlin e.V. (030) 404 9251

Igel-Hilfe-Forum: www.forum.igel-hilfe.org

Igelstationen
 
Monika Fabian (Heiligensee) (030) 431 2303
Gabriele Gaede (Hermsdorf) (030) 404 9409
Heidi Grützmann (Britz) (030) 703 6732
Familie Krössin (Konradshöhe) (030) 431 4144

Igelpfleger gesucht

Wenn Sie beim Igelschutz dabei sein möchten

Igelstation02

Untersuchung eines hilfsbedürftigen Igels

Sich für die Natur einzusetzen, schafft ein gutes Gefühl und natürliche Abläufe und Verhaltensweisen aus nächster Nähe beobachten zu können, ist zugleich spannend und interessant. Als Helfer bei der Igelpflege lernt man das pfiffige und allseits beliebte Stacheltier von ganz überraschender Seite kennen.
Künftige Igelpfleger müssen keine Vorkenntnisse mitbringen. Sie werden von den erfahrenen Mitarbeitern fachkundig mit der Tätigkeit an Igelstationen vertraut gemacht und sind dadurch bald in der Lage, einen Igel bei sich zu Hause aufzunehmen. Diese Igel wurden vorher gründlich untersucht, sind frei von Parasiten und garantiert keine komplizierten Pfleglinge. Sie benötigen ca. 2 Quadratmeter Lauffläche, täglich Futter und Wasser sowie eine tägliche Reinigung des Geheges. Diese Aufgaben entfallen, wenn die Igel etwa Mitte Dezember ihren Winterschlaf beginnen. Im März wird der Winterschlaf beendet und in der Regel erfolgt nach kurzer Pflegezeit im April die Wiederauswilderung der Igel.

Bei Interesse an einer Mitarbeit wenden Sie sich bitte direkt an die oben genannten Igelstationen.

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Das Veranstaltungsprogramm aus "Natur in Berlin" Heft 4/2011 zum Download. Mehr

 

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Service@NABU.de
Tel. 030.28 49 84-40 00

 

'NATURSCHUTZ AM HAUS'

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