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Moorlinse Buch

Die Moorlinse Buch

Moorlinse Buch

Keine Bebauung bis 2025

Wie geht es weiter an der Moorlinse Buch?

Wie geht es weiter an der Moorlinse Buch?

Im Vorentwurf für den Stadtentwicklungsplan Wohnen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wurden auch die Freiflächen um die Moorlinse herum wieder als infrage kommende Wohnbaufläche ausgewiesen. Vor 2025 soll allerdings nicht gebaut werden. Auf die Nutzung der Flächen bis zu diesem Zeitpunkt kann jetzt noch Einfluss genommen werden. mehr Mehr

Großer Feuerfalter in Buch

Neues Kleinod an der Moorlinse Buch entdeckt

Neues Kleinod an der Moorlinse Buch entdeckt

Macht das Feuchtgebiet in Buch bisher durch spektakuläre Vogelbeobachtungen und seine Vielfalt an Amphibienarten von sich reden, wurde dort nun ein besonders schöner Schmetterling entdeckt: der Große Feuerfalter (Lycaena dispar). Die Art gehört zu den in ganz Europa gefährdeten und nach der FFH-Richtlinie besonders geschützten Schmetterlingen. Seinen Vorkommen in Deutschland kommt eine außerordentlich hohe Bedeutung zu. mehr Mehr

Froschklau an der Moorlinse

Rätselhafte und ärgerliche Vorkommnisse am Amphibienzaun

Rätselhafte und ärgerliche Vorkommnisse am Amphibienzaun

Seit dem die Amphibienwanderung von Fröschen und Kröten begonnen hat, ist der Alltag für die Naturschützer vom NABU Berlin nicht mehr das, was er einmal war. Dies hat allerdings nur bedingt mit der zeitlichen Mehrbelastung zu tun, die die tägliche Kontrolle des Amphibienzauns an der Moorlinse in Buch mit sich bringt, sondern es haben sich teilweise seltsame und auch äußerst ärgerliche Dinge ereignet, die ihnen ihr Engagement für die Natur verleiden. mehr Mehr

Die Wanderung beginnt

Amphibienschutzzaun an der Moorlinse Buch rechtzeitig aufgestellt

Amphibienschutzzaun an der Moorlinse Buch rechtzeitig aufgestellt

Wenn die jährliche Wanderung der Kröten, Frösche und Molche einsetzt, ist das ein deutliches Zeichen für den immer näher rückenden Frühling. Auch wenn jetzt noch einmal der Frost eingezogen ist, konnten doch an wärmeren Tagen schon die ersten wandernden Amphibien beobachtet werden. Der NABU Berlin baute deshalb am 14. Februar den Schutzzaun an der Moorlinse Buch auf. mehr Mehr

Safety fence

S.L.Wong berichtet über Krötenzaun an der Moorlinse

"Migrating frogs, often squashed by passing vehicles when crossing roads, get a helping hand ...", so beginnt S.L.Wong ihren Artikel über Christine Zorn und den Pankower Krötenzaun, der jährlich von Berliner NABU-Aktiven aufgestellt und betreut wird. Veröffentlicht hat ihn das Malayische Online-Medium "The star online" am 15. Juni 2010. Aber lesen Sie selbst ....
mehr "Safety fence" von S.L.Wong

Eine Übersetzung des Artikels finden Sie hier

Fortschritte beim Erhalt der Moorlinse

Naturschutzbehörden lassen Biotoppflegemaßnahmen durchführen

Naturschutzbehörden lassen Biotoppflegemaßnahmen durchführen

Am 8. Februar 2010 haben Mitarbeiter einer Pflegefirma im Auftrag der Obersten Naturschutzbehörde (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde (Amt für Umwelt und Natur - Pankow) mit Biotoppflegemaßnahmen an der Moorlinse Berlin-Buch begonnen. Die Landschaftspfleger entnehmen im Uferbereich einige Weiden und schichten mit dem Schnittmaterial Reisighecken am nördlichen Ufer auf. mehr Mehr

Naturschutzrecht sinnvoll umgesetzt

Die lange geplante Sohlgleite an der Moorlinse wurde im April fertiggestellt

Die lange geplante Sohlgleite an der Moorlinse wurde im April fertiggestellt

Im April 2009 wurde am Abfluss der Moorlinse eine Staustufe fertiggestellt. Sie soll künftig den Wasserstand regulieren, so dass die wertvolle Flora und Fauna des Gewässers in Trockenphasen keinen Schaden nimmt, in niederschlagsreichen Perioden dagegen Überschwemmungen auf der angrenzenden Straße vermieden werden. Die Sohlgleite ist ein Beispiel für eine gelungene Maßnahme zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft wie sie das Naturschutzrecht vorschreibt. mehr Mehr

Moorlinse Buch: Feuchtbiotop muss langfristig erhalten werden

NABU setzt sich für Änderung der Flächennutzungsplanung ein

Moorfrösche

Moorfrösche / Foto: Strukow-Hamel (bitte aufs Bild klicken)

Die Moorlinse Buch, nahe des S-Bahnhofes im Nordosten der Stadt gelegen, ist ein außerordentlich wertvolles Refugium für Amphibien, Reptilien und Vögel. Rohrweihe und Rothalstaucher brüten hier, den Seeadler kann man auf Nahrungssuche kreisen sehen und auch bei durchziehenden Vögeln ist das Feuchtgebiet beliebt; an manchen Herbsttagen versammeln sich Wildgänse zu Hunderten dort.

Der NABU Vorsitzende Torsten Hauschild appellierte nun in einem Brief an Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer durch eine Änderung der Bebauungspläne nach Möglichkeiten für einen besseren und dauerhaften Schutz des Gebietes zu suchen.

In Erwartung einer stetigen stark ansteigenden Berliner Bevölkerung wurde fast die gesamte Fläche um die Moorlinse im Flächennutzungsplan (FNP) für Gewerbe und insbesondere Wohnbebauung vorgesehen und teilweise an die SEG Buch (GSW) verkauft. Zurzeit ruhen die Bebauungspläne, vermutlich mangels Vermarktungschancen. Aber wie lange noch? Noch ist es Zeit für die Stadtplaner, die ausgewiesene Nutzungen zu ändern.

Moorlinse Karte FNP

Karte des Flächennutzungsplanes vergrößern

Durch eine deutliche Beschränkung der für Wohn- und Mischbebauung vorgesehenen Flächen könnten größere Bereiche, die bisher landwirtschaftlich (zwischen)genutzt werden, als Freiflächen erhalten bleiben. So entstünde eine Pufferzone zum Gewässer mit seinem umfangreichen Röhrichtgürtel und Auengehölzen. Die Moorlinse, die bisher nur Bestandteil eines Landschaftsschutzgebietes (LSG) ist, könnte im Rahmen eines Unterschutzstellungsverfahrens als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen werden.

Mit dem Projekt "Wiedervernässung der ehemaligen Rieselfelder um Hobrechtsfelde" wurden bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, den Wasserhaushalt im wasserarmen Norden Berlins zu stabilisieren. Mehrere Feuchtgebiete, wie die Lietzengrabenniederung, die Bogenseekette, Bruchwaldbereiche im Bucher Forst und die Karower Teiche - alles Bestandteile von bereits ausgewiesenen NSG - profitieren davon. Die Moorlinse - ein zur Pankeniederung gehörendes Niedermoor - hat sich durch hydrologische Veränderungen (Abflussverzögerungen, Einstellung der Trinkwasserförderung in Buch) zu einer offenen Wasserfläche entwickelt und besticht mit einer besonders imposanten Artenvielfalt und recht komfortablen Beobachtungsmöglichkeiten für Vogelfreunde. Sie könnte langfristig als Teil dieses Feuchtgebietssystems gesichert werden.

Hauschild erinnerte in dem Schreiben an die Stadtentwicklungssenatorin an den Beitritt der Stadt Berlin zur Kampagne "CountDown 2010" im Mai 2008. Mithilfe dieses internationalen Aktionsbündnisses sollen die Ziele der Biodiversitätskonvention der Vereinten Nationen umgesetzt und das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten bis 2010 gestoppt werden.
In Berlin Buch könne ein "praktischer und außerordentlich wertvoller Beitrag zu dieser Kampagne geleistet werden" heißt es in dem Brief.

Faszinierende Artenvielfalt

Amphibien und Reptilien
Herpetologen des NABU, unterstützt durch Praktikanten, Studenten der FH Eberswalde sowie freiwillige Helfer der Pankower Bezirksgruppe, ermittelten bereits ab 2003 das Artenspektrum der Amphibien in der Moorlinse: Teichmolche, Knoblauchkröten, Erdkröten, Moor-, Teich- und Grasfrösche wurden nachgewiesen. Hinzu kamen Reptilien wie Zauneidechsen und Ringelnattern.

Moorlinse parkende Autos

Parkende Autos an der Moorlinse

Entlang der Wiltbergstraße, parallel zum Bahndamm, werden seit 2005 alljährlich Fangzäune aufgestellt, weil viele der am Bahndamm überwinternden Tiere auf dem Weg zum Laichgewässer die Straße kaum noch lebend überqueren können.
In diesem Jahr wurden 2351 Tiere - darunter 108 Individuen der europaweit geschützten Knoblauchkröte - den Fangeimern entnommen und über die Straße getragen.
An diesem Fangzaun wird nur ein Teil der Gesamtpopulation gefangen und man kann davon ausgehen, dass eine beträchtliche Anzahl der Tiere aus dem südlichen, westlichen und nördlichen Umkreis einwandert. Damit ist die Moorlinse, neben den Bucher Bogenseen und den Karower Teichen, eines der bedeutenden Laichgewässer für gefährdete Amphibien im Berliner Norden.

Avifauna
Weniger unscheinbar als die Amphibien präsentieren sich die verschiedenen Vogelarten. Für Ornithologen ist die Moorlinse längst eine bekannte Adresse, um insbesondere Wasservögel und Limikolen (Watvögel) zu beobachten. Teichhühner, Blessrallen, Zwerg- und Rothalstaucher, Schnatter- und Stockenten, Höckerschwäne und Graugänse ziehen hier ihre Jungen auf. Hinzu kommen Vögel der Schilfzone wie z.B. Sumpf- und Drosselrohrsänger oder Rohrammern.

Rothalstaucher

Rothalstaucher / Foto: Wolfgang Stürzbecher (Bitte aufs Bild klicken)

Jetzt, im Spätsommer, ist die Brutzeit abgeschlossen. Die ersten Rast- und Zugvögel, wie z.B. Pfeifenten und Löffelenten mausern hier ihr Gefieder oder nutzen wie Wald- und Bruchwasserläufer sowie Bekassine das reichliche Nahrungsangebot der Schlamm- und Flachwasserbereiche. Tausende Stare sammeln sich auf der nahen Hochspannungsleitung und fliegen in großen Wolken zur Moorlinse um dort im Schilf zu übernachten.

Lieber Landwirtschaft als Gewerbe und Wohnhäuser

Die Aufregung war groß, als durch Landwirte vom Stadtgut Berlin Nord KG (ehemaliges Stadtgut Schönerlinde), welche die Flächen um die Moorlinse bereits seit mehreren Jahren extensiv bewirtschaftet hatten, im Mai erst Gülle, dann ein Herbizid aufgebracht wurde (auf unsrer Nachfrage war es ein zugelassenes Mittel ohne den Wirkstoff Tallowamin, der Amphibien schädigt), welches binnen eines Tages alles Gras verwelken ließ. Kurz darauf wurde umgepflügt und Mais gesät. Die bisherige Stilllegungsfläche ist nach den neu in Kraft tretenden EU-Richtlinien, wonach es Flächenprämien gibt, wieder unter den Pflug genommen worden.

Schafstelze

Schafstelze / Foto: Katrin Koch (Bitte aufs Bild klicken)

Ein vorheriges Schreiben des NABU an den Eigentümer, betreffs einer Beweidung der Fläche, war unbeantwortet geblieben. Das Stadtgut bewirtschaftet sie nun auf konventionelle Art. Zwar sind für Vogelarten des Randbereiches der Moorlinse Lebensräume verloren gegangen, so z.B. für die Schafstelzen, die in großer Zahl dort zu beobachten waren. Andererseits kommt es zu deutlich geringeren Störungen der Brut- und Rastvögel durch frei laufende Hunde.
Und eine landwirtschaftliche Nutzung ist allemal besser als die Bebauung der Flächen und sollte auf Dauer, abzüglich einer Pufferzone um das Gewässer beibehalten werden.

Katastrophe für Wasservogel-Nachwuchs abgewendet!

Neues von der Moorlinse

Zick-Zack-Graben

Der Zick-Zack-Graben

Wie abzusehen war, mussten die Bagger nochmals anrücken, um nachgerutschtes Erdreich vor den Durchlässen des Zick- Zack- Grabens zu entfernen. Und nun lief das Wasser ab, ohne dass die Durchlässe eigens hätten gespült werden müssen; die Entnahme wenigen Erdreichs reichte aus, die Rohre frei zu bekommen.

Auf den ersten Blick freilich schien es, als würde nun das befürchtete Szenario Realität: Bereits Donnerstag früh (2.8.) war der Wasserstand soweit abgesunken, dass die Straße wieder trockenen Fußes zu passieren war, doch jetzt drohte die gesamte Moorlinse trocken zu fallen – mit fatalen Konsequenzen vor allem für den Wasservogel-Nachwuchs.

Doch unsere Sorge erwies sich glücklicherweise als unbegründet! Wasser- wie Naturschutzbehörde kontrollieren vor Ort die Wasserstände, um bei Bedarf den Abfluss wieder anzustauen, damit der Wasserstand in der Moorlinse möglichst hoch bleibt. – Nun warten wir auf die Genehmigungen für den Einbau eines regulierbaren Abflusses, der künftig erleichtern soll, drohende Überflutungen zu vermeiden bzw. in niederschlagsarmen Jahren – womit wohl eher zu rechnen ist – das Wasser in der Moorlinse zu halten.

06.08.07

Auch kleine Wasserbaumaßnahmen benötigen Sorgfalt!

NABU sorgt sich um die Moorlinse Buch

Moorlinse

Die Moorlinse

Seit fast zehn Jahren gibt es die Moorlinse Buch am gleichnamigen S-Bahnhof im Norden Berlins. Grund dafür, dass aus einer völlig trockenen und degradierten Moorlinse inmitten von Rieselfeldern und später Ackerflächen ein attraktives Feuchtgebiet wurde, war das Zusetzen des Abflusses. So verblieb das Wasser in der vorhandenen Senke, und über die Jahre wuchsen ein deckungsreicher Röhrichtgürtel und Weiden auf.

Rothalstaucher-Fam.

Rothalstaucher-Familie

Mitte der 1990er Jahre entstand erstmals eine Binnenkolonie von Lachmöwen – aufgrund schnell sinkender Wasserstände damals noch ohne Bruterfolg. Es folgten Rothals- und Zwergtaucher, Graugänse, verschiedenste Entenarten, Wasser-, Teich- und Bleßralle. Im Schilf brüten nunmehr die Rohrweihe und viele Singvogelarten. Während des Frühjahrszuges stellen sich fast alle Wasservögel, die die Berliner Artenliste hergibt, auf dem neu entstandenen Gewässer ein. Kein Wunder, dass die Moorlinse für Berliner Ornithologen inzwischen weit oben auf der Liste der attraktivsten Beobachtungsgebiete rangiert.

Teichralle + Juv.

Teichralle mit Jungem

Auch sechs Amphibienarten sowie Ringelnattern haben das Gebiet in den letzten Jahren besiedelt und pflanzen sich hier fort. Die Molche, Kröten und Frösche und auch das Amphib des Jahres, die Knoblauchkröte, haben so hohe Bestände aufgebaut, dass immer mehr Tiere die im Osten vorbeiführende Straße überquerten. Aus diesem Grund betreibt der NABU seit drei Jahren während der Zeit der Wanderung zum Laichgewässer einen Amphibienschutzzaun und hat auf diese Weise allein in diesem Jahr 2400 Tiere vor dem Verkehrstod bewahrt. Attraktiv wird dieser Wanderweg durch den angrenzenden Bahndamm. Gerade Bahndämme mit ihren zahlreichen Hohlräumen im Schotterunterbau, ob als Kabelschächte oder durch Kleinsäuger angelegt, dienen Lurchen und Kriechtieren bevorzugt als Winterquartier.

Geflutet

Geflutet

Gab es in der Vergangenheit eher die Sorge, dass heiße, niederschlagsarme Sommer zum Austrocknen vieler Kleingewässer führen, bevor noch der Wasservogelnachwuchs flügge geworden und die Metamorphose der Kaulquappen vollendet ist, führten die reichlichen Niederschläge in diesem Frühjahr und Sommer zu einer gänzlich anderen Situation. Durchgehend seit Anfang Mai war nicht nur die Moorlinse derart gut mit Wasser gefüllt, dass zeitweise die schon erwähnte östlich vorbeiführende Straße in Abschnitten gänzlich überflutet war und von PassantInnen nicht mehr trockenen Fußes begangen werden konnte.

Radlerin

Aquaplaning?

Eine Möglichkeit zum Ausweichen oder Umgehen der Lachen und Pfützen aber gibt es nicht, weshalb jetzt FußgängerInnen und Anlieger wie das THW eine Absenkung des Wasserspiegels fordern.
      Am 26. Juli nun kam es mit VertreterInnen der zuständigen Wasserbehörde, des Bezirksamtes und des NABU Berlin zu einem Vorort-Termin. Der NABU favorisiert ein Vorgehen, das den Wasserspiegel nur soweit absenkt, dass die Straße wieder trocken wird, den Wasserstand der Moorlinse aber nur wenig verringert, denn es bestanden Befürchtungen, wonach die Behörde Natur- und Artenschutzaspekte unzureichend berücksichtigt und durch rigide Maßnahmen eine völlige Trockenlegung der Moorlinse herbeiführt.

Graben Moorlinse

Der Zick-Zack-Graben

Als Ergebnis des Gesprächs wurde jedoch ein behutsames Vorgehen vereinbart, um einen hohen Wasserstand in der Moorlinse zu gewährleisten, welches Resultat übrigens erstaunlicherweise eine sonntägliche Besichtigung des Geländes zeitigte. Die Straße war zwar noch immer überflutet; Bagger hatten jedoch hinter dem zweiten Durchlass des aus der Moorlinse führenden Abflusses, dem sog. Zick-Zack-Graben, Erdreich entfernt, so dass der Wasserstand im Graben deutlich abgesunken, nördlich des Abflusses jedoch noch immer sehr hoch war. Der erhoffte Effekt, dass das Wasser nun langsam durchsickern würde, stellte sich leider nicht ein, wogegen jedoch nunmehr die Uferböschung nachrutschte und das Substrat erneut das Abflussrohr blockierte.

Da nicht erreicht wurde, die Straße zu entwässern, wird wohl der Bagger nochmals anrollen. Deshalb befürchtet der NABU, dass nach einer zweiten derartigen Aktion der Damm seine stauende Wirkung vollends einbüßt und die Gefahr steigt, dass die Moorlinse einen Großteil ihres Wassers verliert mit all den oben beschriebenen negativen Konsequenzen für die lokale Tierwelt.

Projektantrag des NABU Berlin für eine aus Ausgleichsmitteln zu finanzierende Naturschutzmaßnahme

Rohrweihen

Rohrweihen / Fotos: Koch, Scharon

Um den Wasserstand im Feuchtgebiet durch den Bau einer Sohlschwelle im Auslauf der Moorlinse in Berlin Buch zu sichern, beantragte der NABU 2006 die Bereitstellung von Mitteln aus dem Ausgleichsmittel-Fond der Stiftung Naturschutz Berlin (SNB). Nach der Einschätzung der topographischen Verhältnisse, der Vermessung des umliegenden Geländes, der Untersuchung der Zuläufe aus dem Klinikum Buch (Kanal DN 700) sowie der Ermittlung des Oberflächenabflusses des Einzugsgebietes, der anfallenden Niederschlagsmengen und deren Auswirkungen auf die Wasserspiegellage (nach denen sich die Parameter der Anlage richten müssen) soll der Einbau eines regulierbaren Abflusses noch in diesem Jahr erfolgen.

Noch kreist ein Rohrweihen-Paar mit seinen drei diesjährigen Jungen über der Moorlinse und lässt sich bei Flugspielen und spektakulären Beuteübergaben beobachten; noch führen Zwergtaucher und Teichrallen ihre wenige Tage alten Küken und Stockenten und Bleßrallen ihre bereits ältere Jungschar übers Wasser. Hoffen wir, dass wir solches Treiben auch künftig an der Moorlinse noch beobachten können!

31.07.07

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Katrin Koch

Tel.: 030 - 986 08 37 - 28
e-mail: kkoch@nabu-berlin.de

 

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