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AG Vogelschutzreservat Flughafensee
Die AG Vogelschutzreservat Flughafensee
Biotoppflegeeinsatz
Seit dem 17. Juni 1983 betreut der NABU durch die Arbeitsgruppe Vogelschutzreservat Flughafensee das Reservat im Rahmen eines Vertrages mit dem Land Berlin.
Leitung: Frank Sieste
Arbeitsschwerpunkte:
Unsere Arbeitsschwerpunkte sind im Winterhalbjahr die Biotoppflege wie z. B. Rodungsarbeiten, Offenhalten von Trockenrasen oder Sandflächen, Pflege des Steilufers als Brutplatz für den Eisvogel, Reperaturarbeiten, Auswerten von Bestandserfassungen.
Im Sommerhalbjahr geht es um die Information der Bevölkerung über den Sinn und Zweck des Vogelschutzreservates. Die meiste Zeit wird jedoch mit Bestandserfassungen innerhalb und außerhalb des Vogelschutzreservates verbracht, wobei Helfer bei allen Arbeitsbereichen herzlich willkommen sind.
Ort & Zeit
Wanderkarte Flughafensee. Karte vergrößern
Zusammenkünfte nach den monatlichen Biotoppflegeeinsätzen in der Horst-Ulrich-Hütte am Eingang zum Reservat.
Infos bitte bei Frank Sieste unter der Rufnummer (030) 49874900 erfragen oder per
E-Mail: Frank.Sieste@web.de
Anfahrt: Bus 133 bis Sterkrader Str. oder U 6 bis Otis- oder Holzhauser Straße.
Von hier 15 min Fußweg entlang der Justizvollzugsanstalt (JVA) Tegel geradeaus in einen Waldweg, bis nach Passieren des Freilandlabors im sog. Steinhaus linker Hand die Horst-Ulrich-Hütte auftaucht.
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie
hier
| Biotoppflegeeinsätze | |
|---|---|
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Samstag, 28.04.2012, ab 10 Uhr Große Aufräumaktion am Flughafensee, Dauer: ca. 4 Stunden |
Treffpunkt: Halle des Bezirksamtes am Nordufer des Flughafensees (Verkehrsverbindung: U6, U-Bhf. Otisstraße, anschl. 15 Min Fußweg oder Bus 133 Haltestelle Attendorner Weg) |
Großreinemachen am und im Flughafensee
Helfende Hände im Einsatz für Mensch und Natur

24.04.2012, Berlin-Reinickendorf. Bereits zum 15. Mal geht es am kommenden Samstag am Flughafensee zum Großreinemachen. Der Sport- und Rettungstauchverein Berlin e.V., die NABU-Arbeitsgemeinschaft Vogelschutzreservat Flughafensee, die DRK-Wasserwacht, Berliner Feuerwehr und Technischer Dienst sowie der ortsansässige Sportfischerverein rufen für den 28.04.2012 zwischen 10 und 14 Uhr wieder zur großen Mitmachaktion auf.
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Fassadensanierung bei Familie Eisvogel
B.Z. schaufelt im Vogelschutzreservat Flughafensee freiwillig viel Sand

Seit Oktober bietet die B.Z. dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement in Berlin Platz in ihrem Blatt. Täglich berichten sie auf einer Doppelseite über diese „Berliner Helden“ und rufen zum Mitmachen auf. Auch die Aktionen und die Aktiven des NABU Berlins fanden schon Platz in der einen oder anderen Ausgabe. - Am Samstag, den 7. November fand nun eine besondere Aktion statt.
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Angewandter Naturschutz im Vogelschutzreservat
Schüler vom Menzel-Gymnasium helfen bei der Biotoppflege

30 Schüler vom Menzel-Gymnasium aus Berlin-Moabit der Klasse 7b waren im Mai 2009 mit ihrem Englischlehrer, Herrn Klaudius, und dem Biolehrer, Herrn Bublys, zu Gast im Vogelschutzreservat Flughafensee Tegel, das seit 1983 der NABU Berlin betreut. Ihr Besuch war nicht nur zum Vergnügen, es wurde stundenlang richtig gearbeitet.
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Hauptgewinn für Ehrenamtliche
Frank Sieste und seine Arbeitsgruppe gewinnen 10.000 Euro!
Frank Sieste im Kreis der Preisträger / Foto: Berliner Kurier
Im Rahmen der Aktion "Helden 2008" vergaben die Initiatoren Berliner Kurier, Radio Berlin Brandenburg und RWE Geldpreise in Höhe von insgesamt 80.000 Euro an ehrenamtlich engagierte Menschen und ihre Projekte. Die Preisträger wurden in drei Kategorien ermittelt: Umweltschutz und Naturschutz, Nachbarschaftshilfe und Jugendarbeit (Freizeit und Sport). Der erste Preis in allen Bereichen: 10.000 Euro. Im Bereich Umweltschutz und Naturschutz erkannte die Prominentenjury diesen Preis der Arbeitsgruppe Vogelschutzreservat Flughafensee und ihrem Leiter Frank Sieste zu. Dieser nahm den Preis im Rahmen der öffentlichen Verleihung am 12. Dezember 2008 entgegen. Herzlichen Glückwunsch! Neben der öffentlichen Anerkennung für jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit ist der Geldpreis sehr willkommen, unter anderem für notwendige Reparaturarbeiten an der Blockhütte. Die Medien nutzen die Gelegenheit ausführlich über die Arbeit des Projektes zu berichten.
18. Dezember 2008
25 Jahre AG Vogelschutzreservat Flughafensee
Ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Naturschutz durch ehrenamtliche Arbeit
Juli 1983: Dieses Zelt diente als erste Anlaufstelle zur Information über die Besetzung des späteren Vogelschutzreservates.
Es war eine spektakuläre Aktion, mit der es 1982 am Flughafensee Tegel gelang, ein bis heute weitgehend friedliches Nebeneinander von ungestörter Natur und intensiver Erholungsnutzung zu schaffen: Zu Pfingsten des Jahres wurde das Gebiet des heutigen Vogelschutzreservats von Mitgliedern des Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV), der später im NABU aufging, und anderen Berliner Naturschützern besetzt!
Badebetrieb am Flughafensee im Sommer 1986.
Nachdem Presseberichte über die gute Wasserqualität und zwei besonders heiße Sommer einen derartigen Ansturm badelustiger Westberliner Bürger auf die ehemalige Kiesgrube hervorriefen, dass die noch junge Natur am Flughafensee unwiederbringlich verloren zu gehen drohte, ließ man sich von der politischen Stimmung dieser Tage in Berlin inspirieren, erklärte den Uferstreifen mit den angrenzenden wertvollen Biotopen am westlichen Seeufer kurzerhand für besetzt, reparierte den Zaun, welcher die Bevölkerung von der ungesicherten aufgelassenen Grube fernhalten sollte und stellte über Nacht Verbotsschilder auf ! Spaziergänger und Badegäste wurden über ökologische Zusammenhänge informiert und gebeten, die Grenzen zu respektieren.
Rüdiger Zech, BA Reinickendorf, am 24. September 08 mit dem Originalvertrag zwischen NABU und dem Land Berlin.
In den Verhandlungen mit Senat und Bezirk konnte sich schließlich das Konzept des Vogelschutzreservates gegen andere Vorschläge durchsetzen, zu denen derart ausgefallene Projekte wie ein Unterwasserrestaurant gehörten. Im Juni 1983 wurde das Vogelschutzreservat Flughafensee eingeweiht, das seitdem von der AG Flughafensee ebenso kontinuierlich wie erfolgreich geschützt und gepflegt wird. Entwicklungen im Reservat werden dokumentiert und aufgezeigt.
Ausstellungstafeln und eine Broschüre informieren über das Reservat 1985 und die Möglichkeit die vielfältige Natur zu erleben. 1985 entstand die heutige Horst-Ulrich-Hütte als Informations- und Treffpunkt.
Am 24. September 2008 trafen sich nun Mitglieder der AG Vogelschutzreservat Flughafensee, Berliner NABU-Prominenz, Vertreter der Naturschutzbehörden von Senat und Bezirk und der Reinickendorfer Politik sowie interessierte Bürger, um das 25-jährigen Jubiläum der Arbeitsgruppe mit einer informativen Führung durch das sonst nicht zugängliche Reservat – im wahrsten Sinne des Wortes - zu „begehen“.
Viele interessierte Bürger nahmen an der Führung durch das Reservat anlässlich des 25-jährigen Jubiläums teil.
Übrigens – ein Danke Schön der Natur? – bei strahlend blauem Spätsommerhimmel!
Zu Beginn stellte der NABU-Vorsitzende Torsten Hauschild eine eindrucksvolle Rechnung auf: Ausgehend von der (realistischen) Annahme, dass sich regelmäßig über die 25 Jahre seit Bestehen der Gruppe alle 14 Tage sieben Personen zu einem fünfstündigen Arbeitseinsatz getroffen haben, ergäbe sich summa summarum die beeindrucken- de Zahl von 21.000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunde. Würde man dies auf einen normalen Arbeitstag von 8 Stunden umrechnen wären es 2625 Tage.
Rohrweihe
Die Vielfalt seltener Tier- und Pflanzenarten und Habitate im Reservat bezeugen den Erfolg der Naturschutzarbeit am Flughafensee: Hier wurden bis heute 204 Vogelarten nachgewiesen; das 12 Hektar große Areal ist ein Hort bedrohter Spezies in Berlin geworden, zu denen etwa Eisvogel und Zwergdommel, Rohrweihe und Bartmeise gehören. Übrigens legte der Jahresvogel 2009, der Eisvogel, seine Bruthöhle in diesem Jahr wieder im 2006 wieder hergestellten Steilhang im Reservat an, eines von wenigen Brutvorkommen in der Stadt (2007 wurden neuen Brutpaare gezählt).
Am Mittelbecken
Auch andere Artengruppen profitieren von der Arbeit der ehrenamtlichen Naturschützer: gefährdete Libellenarten wie die Große Moosjungfer oder die Gemeine Keiljungfer, Raritäten wie Silbergras und Besenheide, wilde Orchideen und der in Berlin vom Aussterben bedrohte Färberginster blühen hier. Auch ein Dachs hat im Schutzgebiet sein Revier. Die Artenvielfalt im Reservat entspricht der Vielzahl verschiedener Biotoptypen, die das Areal prägen: sie reichen vom Trockenrasen über intakte ungestörte Schilfgürtel, Wald und Heide bis zur offenen Wasserfläche.
Durch die Arbeit der AG gelang es, die wertvollen Biotope über nunmehr 25 Jahre zu erhalten, ihren Zustand teilweise zu verbessern oder auch neue Habitate zu schaffen.
Frank Sieste, Leiter der AG
Wichtige Stationen in der Entwicklung der Aktivitäten am Flughafensee waren etwa der Aufbau des Freilandlabors Flughafensee – übrigens das erste seiner Art in Berlin – wenige Jahre nach der Ausweisung des Reservates oder die umfangreichen Landschaftsentwicklungsmaßnahmen im Jahr 1990, als das trocken gefallene Nordbecken im Innern des Reservates teilweise bis in das Grundwasser ausgebaggert wurde und dadurch ein Feuchtbiotop erhalten werden konnte. Auch der erste Beschäftigungsplatz für einen Zivildienstleistenden beim NABU Berlin wurde am Flughafensee für die Biotoppflege und Umweltbildung eingerichtet. Umfangreiche landschafts-pflegerische Maßnahmen dienten 2006 der Wiederherstellung von Biotopen. Dies waren die ersten Maßnahmen zur qualitativen Verbesserung von Kompensations- maßnahmen nach Berliner Naturschutzgesetz.
Die Arbeit der ehrenamtlichen NABU-Betreuer wird mittlerweile durch Landschaftspfleger im Auftrag der Oberen Naturschutzbehörde ergänzt. Doch ohne Ehrenamt ginge es nicht! Denn auch eines wurde beim Treffen anlässlich des 25-jährigen Jubiläums festgestellt: In der langen Geschichte des Reservats hat sich die Rolle ehrenamtlicher Naturschützer verändert. Heute sind Bürger im Naturschutz eine Selbstverständlichkeit, während man zu Zeiten der Reservatsentstehung auf Seiten der Berliner Behörde „das Heft nicht aus der Hand geben“ wollte. Das gut funktionierende Zusammenspiel von ehrenamtlichem und behördlichem Naturschutz am Flughafensee mag zu diesem „Stimmungswandel“ beigetragen haben.
Der Eingang zum Reservat
Natürlich durfte auch der Blick in die Zukunft beim Treffen am 24. September nicht fehlen: Mit der Schließung des Flughafens Tegel voraussichtlich im Jahr 2012 werden sich die Außeneinflüsse auf das Gebiet wandeln. Ließen sich die Vögel von dem regelmäßigen Flugverkehr kaum stören, könnten sich verstärkte Störungen durch Menschen künftig negativ auswirken. Daher soll das Bemühen um die Ausweisung des Gebietes als Naturschutzgebiet verstärkt werden. Seitens des Bezirkes äußerte man sich am 24. September bereits zuversichtlich, dass dies in naher Zukunft gelingt.
Naturschutzarbeit im Reservat
Fotografische Eindrücke
Der Flussregenpfeifer/ Foto M. Semisch
Martin Semisch, Fotograf und Mitglied der AG Vogelschutzreservat, hat über viele Jahre Entwicklungen im Reservat fotografisch dokumentiert. Mit einer Bildergalerie wollen wir Sie an der Arbeit im Reservat teilhaben lassen:
Am Rande einer großen, mit Schilf bestandenen Flachwasserzone lag Anfang der 1980er Jahre eine offene Landzunge. Ein geeignetes Bruthabitat für Limikolen! Kennzeichnend für diese, auch Watvögel genannten Vogelarten sind die langen Beine und Schnäbel, die dazu dienen, im flachen Wasser nach Nahrung zu suchen. Ihre natürlichen Lebensräume, unverbaute und ungestörte Ufer von Flüssen und Seen, werden immer seltener und mit ihnen die betroffenen Arten wie Flussregenpfeifer, Bekassine oder Seeschwalbe. Die Bemühungen der AG Vogelschutzreservat, des Bezirkes Reinickendorf und des Landes Berlin einen Limikolenrastplatz im Reservat zu erhalten bzw. neu anzulegen, dokumentiert die folgende Bildergalerie.
Bildergalerie
Baggern für die Natur
Beiträge zu den umfangreichen landschaftspflegerischen Maßnahmen im Vogelschutzreservat als Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft nach Berliner Naturschutzgesetz im Herbst 2006 finden Sie
hier

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