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Stop the Tar Sands!

Stop the Tar Sands!

Demonstration für die Beendigung der Ölsandförderung in Kanada

Ölsand-Demo WWF

Ölsand-Demo des WWF in Kanada
Foto: flickr CC / hidden side

Am 17. Juli war es endlich soweit. Am Internationalen "Stop the Tar Sands"-Tag haben zahlreiche Umweltorganisation und -aktivisten auf die Gefährlichkeit der Öl-Sand-Förderung in Kanada für Mensch und Natur hingewiesen. Mit diesen amüsanten und kreativen Aktionen war unsere Demonstration vor der kanadischen Botschaft ein voller Erfolg:

  • eine Händeabdruckpetition: TeilnehmerInnen haben mit schwarzer Farbe („schmutzigem Öl“) einen Händeabdruck auf einem riesigen Blatt weißen Papiers hinterlassen und sich die Hände in einem Planschbecken („Tailing Pond“) gewaschen (das Wasser wurde immer schmutziger, wie in Kanada),

  • Ölsand-Beach-Volleyball mit einem aufblasbaren Ball mit kanadischer Flagge (je länger gespielt wurde, desto schmutziger wurde der Ball),

  • diverse Reden, u. a. vom Ölsandexperten Derek Leahy,

  • Tar-Sands-Twister und

  • lautstarke Untermalung der Aktion durch die Solar-Drums.

  • Unser Fotoalbum von der Aktion:

    Falls die Fotos nicht korrekt angezeigt werden, sollten Sie auf Mozilla Firefox umsteigen. Sie können sich die Fotos aber auch direkt bei flickr ansehen.

    Was haben wir mit der Ölsandförderung in Kanada am Hut?

    Flyer zur International Tar Sand Day - Demo

    Der Flyer zur Aktion

    Wir müssen ein Bewusstsein für die zerstörerische Dimension der Ölsandförderung entwickeln. Diese Form der Rohstoffgewinnung ist weiterhin ein symbolisches Zeichen für das Öl-Zeitalter, aus dem wir uns so schnell (wie es die uns zu Verfügung stehenden Alternativen erlauben) verabschieden sollten. Die Gewinnung von Öl aus Ölsanden erscheint angesichts sich immer verknappender „konventioneller“ Quellen ökonomisch sinnvoll. Ihre ökologischen und sozialen Folgen sind allerdings katastrophal!

  • Nun: wir leben alle auf einem Planeten – als eines der dreckigsten Energieprojekte in der Welt, trägt die Ölsandförderung massiv zum Klimawandel bei – dieser hat Einfluss nicht nur auf Kanada, sondern auch auf Europa und den Rest der Welt.

  • Ihr wollt ein ernsthaftes Klimaschutzabkommen? In den vergangenen Jahren hat die kanadische Regierung alles getan, um ein Klimabkommen zu blockieren (bei den zwei letzten United Nations Framework Convention on Climate Change/ UN-Klimarahmenkonvention, wurde Kanada von Umweltschutzorganisationen als “Fossil des Jahres” gewählt). Die Ölsande stellen ein Hindernis für die kanadische Regierung dar, sich für eine effektive Begrenzung von Treibhausgasen stark zu machen. Räumt man dieses Hindernis aus dem Weg, sind wir auf dem Pfad zu einem fairen Klimaabkommen einen großen Schritt weiter.

  • Die EU gibt dem Druck der Ölsandindustrie nach – ein öffentlich gewordenes Papier der EU zu Treibstoffstandards (Reuters, 24.03.2010) hat aufgedeckt, dass die EU plant Öl aus Ölsanden mit konventionell gewonnenem Öl hinsichtlich des CO2-Fußabdruckes gleichzusetzen. In Wahrheit ist der CO2-Fußabdruck des “schmutzigen Öls“ dreimal größer als der von konventionell gewonnenem Öl. Siehe Reuters Report: http://www.reuters.com/article/idUSTRE62N3T920100324

  • Europa finanziert die Ölsandförderung – das weltgrößte Energieprojekt benötigt eine Menge Kapital. Dieses bekommt die Ölsandförderung einerseits durch europäische Ölfirmen – British Petroleum (UK), Shell (UK und Niederlande), Statoil (Norwegen), Total (Frankreich) andererseits durch europäische Finanzinstitute – Royal Bank of Scotland (UK), Deutsche Bank (FRG), UBS und Credit Suisse (Schweiz) oder eben an der Zapfsäule – Shell, Total und Exxon. Europa ist damit, wie immer, sehr involviert!


  • Wenn Du Dich an weiteren Aktion beteiligen willst, dann melde Dich bei für mehr Informationen. mehr

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