Berlin.NABU.de NABU Vorstand Jahresbericht 2006
Jahresbericht 2006
Jahresbericht 2006
Geleitwort von Torsten Hauschild
Torsten Hauschild
Liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,
alle sprechen vom Klima wir NABU-Mitglieder wünschen uns effiziente Maßnahmen. Politiker diskutieren jetzt, wie die großen CO2-Produzenten verpflichtet werden können, ihren enormen Ausstoß von Treibhausgasen wenigstens etwas "auszugleichen", z. B. durch die Finanzierung großflächiger Aufforstungen in Entwicklungsländern. Bäume verzögern die Klimaerwärmung: Sie schützen vor Erosion, dämpfen Winde, liefern Schatten, erzeugen mit ihrer großen Blattfläche Verdunstungskühle und können lokal die Aufheizung abbremsen. Erkenntnisse, die der NABU u. a. in seinen umweltpädagogischen Veranstaltungen seit langem vermittelt.
Jetzt sehen sich NABU-MitarbeiterInnen bei dieser Umweltbildungsarbeit für SchülerInnen und Kita-Kinder unerwartet vor neuen Problemen. Denn der Berliner Senat hat von uns heftig kritisiert genau hier die falschen Signale gesetzt: Durch die "Reform" der Baumschutzverordnung hat er einen Großteil des privaten Baumbestandes zur "unbürokratischen" Abholzung freigegeben.
Allen Nadelbäumen bis auf die Waldkiefer sowie allen Laubbäumen bis zu 80 cm Stammumfang wurde so der bisherige behördliche Schutz entzogen. In den Augen vieler Bürger wurden sie damit gänzlich wertlos, das zeigten die alsbald in den Stadtbezirken beginnenden Fällaktionen.
Am 29. Juni 2006 wurde die Neufassung des Berliner Landesnaturschutzgesetzes vom Abgeordnetenhaus verabschiedet. Der NABU Berlin hat während der Ausarbeitung des Gesetzes seine Position und die Erfordernisse eines modernen Naturschutzes gegenüber der zuständigen Senatsverwaltung ausführlich fachlich dargestellt. Die Stellungnahmen und Anhörungen des NABU waren in mehreren Punkten erfolgreich und führten zu einem verbesserten Gesetzentwurf. Das neue Landesnaturschutzgesetz bedeutet einen Fortschritt, es stärkt den Naturschutz in mehreren Bereichen und sichert gleichzeitig das Erreichte.
NABU-Kindergruppe Steglitz
Öffentlich zu Wort gemeldet hat sich der NABU Berlin während des Wahlkampfes zum Abgeordnetenhaus. Unter dem Titel Wählen gehen: Für Mensch und Natur! legten wir den im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien 22 Fragen zum Natur- und Umweltschutz in Berlin vor. Die Antworten enthielten konkrete umweltpolitische Aussagen der Parteivertreter, die weit über das in den Parteiprogrammen und Plakattexten Ausgeführte hinausgingen. Die NABU-Broschüre mit allen Fragen und Antworten konnten die Berlinerinnen und Berliner als zusätzliche Orientierungshilfe für ihre Wahlentscheidung nutzen. Sie gibt uns Gelegenheit, die Politiker nach der Wahl beim Wort zu nehmen und ihre naturschutzpolitischen Entscheidungen mit den Ankündigungen zu vergleichen.
NABU-Mitgliederversammlung 4. April 2007 (re. die neue Geschäftsführerin Anja Sorges)
Der vorliegende Bericht soll Ihnen einen Überblick über diese und zahlreiche weitere Aktivitäten des NABU Berlin geben, die das Jahr 2006 prägten.
Ein entscheidender Faktor für Erfolge im Natur- und Umweltschutz ist das Engagement möglichst vieler Menschen.
Herzlich danken möchte ich den ungezählten ehrenamtlichen NABU-Aktiven, ohne deren Einsatz ob beim praktischen Naturschutz, bei kompetenter Beratung oder fachlichen Stellungnahmen nach außen keine Erfolge möglich gewesen wären.
1. Vorsitzender NABU Berlin

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